Hilfe für Flüchtlinge in Syrien

Hilfe für Flüchtlinge in Syrien

Mehr als 11 Millionen Menschen aus Syrien sind auf der Flucht, etwa die Hälfte davon sind Kinder. Caritas Schweiz leistet seit 2012 Nothilfe und langfristige Unterstützung in einem Umfang von 18 Millionen Franken in Jordanien, Syrien, im Libanon und im Nordirak.

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Nothilfe für die Bevölkerung in Aleppo

Seit Jahren herrscht im erbittert umkämpften Aleppo Ausnahmezustand. Auch nach der Rückeroberung der Stadt durch die syrische Armee Anfang Dezember 2016 bleibt die humanitäre Lage katastrophal. Caritas Schweiz unterstützt in Aleppo seit Februar 2015 eine Suppenküche. Dort werden unter schwierigsten Bedingungen weiterhin an fünf Tagen in der Woche warme Mahlzeiten zubereitet und an Bedürftige verteilt. 

Nach monatelangen zermürbenden Kämpfen ist Aleppo seit Dezember 2016 wieder vollständig in den Händen der syrischen Regierung. Doch die humanitäre Situation der Menschen in der einstigen Millionenstadt bleibt äusserst prekär. Mit kaum vorhandener Infrastruktur und bei eisigen Temperaturen müssen Anwohnerinnen und Anwohner sowie immer mehr Vertriebene versorgt werden. Die Familien stehen täglich vor der schwierigen Aufgabe, ihren Essensbedarf abzudecken. Die wiederholten Unterbrechungen der Zulieferstrassen haben zu ständiger Nahrungsmittelknappheit und sprunghaften Preisanstiegen geführt.

Hier setzt die Nothilfe der Caritas Schweiz in Aleppo an. Zusammen mit lokalen Partnerorganisationen führt sie seit bald zwei Jahren eine Suppenküche im Westen der Stadt, die lokale Arbeitskräfte beschäftigt. Diese versorgt pro Tag 8000 Personen mit einer warmen Mahlzeit. Abgestimmte Portionen werden an über zwei Dutzend Verteilstationen in verschiedenen Stadtteilen ausgeteilt. Die Mahlzeiten sind aus Grundnahrungsmitteln wie Reis, Bulgur, Spaghetti, Bohnen und Linsen gekocht und wenn möglich mit Milchprodukten, Frischgemüse, Fleisch und Gewürze angereichert.

Die Suppenküche funktioniert unter äusserst schwierigen Umständen weiter. Die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter tun was sie können. Doch das Angebot der Suppenküche leidet natürlich auch unter der begrenzten Menge von Lebensmitteln, welche in Aleppo erhältlich sind. So sind die Gerichte zunehmend einseitig, da frisches Gemüse und gelegentlich Fleisch zu teuer geworden sind und das Team vor Ort ausserdem bemüht ist, die Preise durch Grosseinkäufe der knappsten Lebensmittel nicht noch weiter zu beeinflussen.

Ein Ende der Notlage ist in der gespaltenen Stadt auch nach der Rückeroberung nicht in Sicht. Das Suppenküchenprojekt wird deshalb auch 2017 weiterlaufen. Die dringendsten Bedürfnisse der Zivilbevölkerung werden immer wieder überprüft und neu evaluiert.

Stand: 23.12.2016

Foto ganz oben: Die Mitarbeitenden der Suppenküche arbeiten unter schwierigsten Bedingungen. (c) JRS
Foto oben: Auf Frieden hoffe, nicht nur in Aleppo: Kind in Damaskus. (c) Lukas Voborsky, Caritas Schweiz