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Griechenland

Hilfe für Flüchtlinge in Griechenland

Seit Mitte 2015 haben weit mehr als zwei Millionen Menschen in Europa Schutz gesucht. Viele von ihnen flohen vor dem Krieg in Syrien. In Europa leben sie oft unter schwierigsten Umständen. Caritas Schweiz unterstützt Flüchtlinge in Griechenland mit Nothilfe.

 
 

Noch nie seit dem zweiten Weltkrieg sind so viele Menschen nach Europa geflohen wie heute. Mehr als 2,9 Millionen Schutzsuchende haben gemäss dem UNHCR zwischen 2015 und 2017 einen Asylantrag in europäischen Ländern gestellt. Ein Grossteil der Flüchtlinge stammt aus Syrien, Afghanistan und dem Irak und kam über das Mittelmeer nach Europa. Wegen seiner geographischen Lage beherbergt Griechenland besonders viele Menschen: Laut offiziellen Zahlen sind aktuell über 47'000 Flüchtlinge in Griechenland registriert. Mehr als die Hälfte von ihnen sind Frauen und Kinder.

Griechenland tut viel, aber es reicht nicht

Griechenland, das seit 2010 massiv mit der Finanzkrise zu kämpfen hat, kann den vielen Ankömmlingen nicht gerecht werden. Das Land ist überlastet mit der Aufgabe, die Flüchtlinge zu registrieren, unterzubringen und zu versorgen. Obwohl sich die griechischen Behörden, nationale und internationale NGOs sowie Freiwillige unermüdlich um Besserung der Situation bemühen, lässt der Handlungsbedarf nicht nach. Den Menschen fehlen nach wie vor sichere Unterkünfte, und viele Flüchtlinge sind ohne medizinisch-psychologische Betreuung komplett auf sich selbst gestellt. Sie kennen ihre Rechte zu wenig und wissen nicht, wo sie Unterstützung finden. 

 

Eindrücke aus Griechenland

 

Die Hilfe der Caritas in Griechenland

Gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation Caritas Griechenland unterstützt Caritas Schweiz in Athen Flüchtlinge dabei, ihre Lebensbedingungen zu verbessern: 

 
  • Sichere Unterkünfte und warme Mahlzeiten: Die Caritas bietet besonders bedürftigen Asylbewerberinnen und Asylbewerbern wie Familien mit kleinen Kindern, Schwangeren und allein reisenden Frauen sichere Unterkünfte und warme Mahlzeiten. Dazu mietet sie leerstehende Wohngebäude in Athen und baut sie um, sodass sie den Bedürfnissen der Menschen gerecht werden.

  • Medizinische, rechtliche, soziale und psychologische Unterstützung und Kinderbetreuung: Welche Rechte habe ich? Wer unterstützt mich bei einem medizinischen Notfall? Vielen Flüchtlingen in Griechenland fehlen Informationen zu grundsätzlichen Fragen. In den sozialen Zentren, welche die Caritas in Athen unterhält, erhalten die Menschen Antworten und Unterstützung bei der Bewältigung ihres Alltags. Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Anwälte, Psychologinnen, Übersetzer und Kinderbetreuerinnen empfangen jeden Tag Flüchtlinge und helfen ihnen, sich besser in Griechenland zurechtzufinden und die Sprache zu lernen, leisten moralische Unterstützung und beraten sie im griechischen Asylverfahren, bei der Familienzusammenführung oder bei der Umsiedlung in andere EU-Staaten. Ausserdem bietet die Caritas Kinderbetreuung und Hilfe bei der Integration in den Arbeitsmarkt. Wenn bestimmte Dienste nicht im Angebot stehen, verweist die Caritas die Menschen an andere Organisationen, die ihnen weiterhelfen können. So erhalten die Schutzsuchenden umfassende und individuelle Hilfe in ihrer schwierigen Lage.
 

Caritas Schweiz leistet Not- und Überlebenshilfe für Kriegsvertriebene in Europa im Umfang von insgesamt rund 6 Millionen Franken. Unterstützt wird sie vom Deutschen Caritasverband, von Caritas Österreich, Cafod, Caritas Portugal, der Glückskette, der Deza und dem Auswärtigen Amt Deutschlands.

Die Hilfe der Caritas in den Herkunftsländern

Auch die vielen Menschen, die noch immer in der Konfliktregion leben, sind weiterhin dringend auf Unterstützung angewiesen. Deshalb leistet Caritas Schweiz auch in Syrien und in den Nachbarstaaten Libanon und Jordanien umfassende Hilfe.

 

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