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Griechenland

Hilfe für Flüchtlinge in Griechenland

Seit Mitte 2015 sind weit mehr als eine Million Menschen nach Europa geflüchtet. Ein grosser Teil von ihnen stammt aus Syrien, Afghanistan und dem Irak. Caritas Schweiz leistet seither Nothilfe im Umfang von 6 Millionen Franken mit Schwerpunkt in Griechenland. Gleichzeitig setzt sie ihre Hilfe in Syrien und dessen Nachbarstaaten fort.

 
 

Noch nie seit dem zweiten Weltkrieg haben so viele Flüchtlinge in Europa Schutz gesucht. Gemäss dem UNHCR flohen seit 2015 mehr als 1,4 Millionen Menschen über das Mittelmeer nach Europa. 2016 haben fast 50 Prozent dieser Menschen den Weg über das Ägäische Meer nach Griechenland eingeschlagen. Mehr als 85 Prozent der Flüchtenden, welche in Griechenland Schutz gesucht haben, kamen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak, über die Hälfte sind Frauen und Kinder.

Seit der Verschärfung der Asylpolitik und der Schliessung der Grenzen im März 2016 beherbergt Griechenland einen grossen Teil der Flüchtende. Zurzeit sitzen laut offiziellen Zahlen über 62'000 registrierte Geflüchtete in Griechenland fest, ohne Chance auf eine Weiterreise. Es ist anzunehmen, dass die Wiedereinführung der Schengen-Dublin-Verordnung für Griechenland die Situation weiter verschärfen wird. Dies erlaubt EU-Ländern ab dem 15. März 2017 Flüchtlinge wieder nach Griechenland zurückschicken. Griechenland, das seit 2010 selbst massiv mit den Auswirkungen der Finanzkrise zu kämpfen hat, ist hoffnungslos überlastet mit der Registrierung und Betreuung der Ankömmlinge. So ist es zu einer beispiellosen Notsituation gekommen. Obwohl sich Freiwillige, NGOs und die Regierungseinrichtungen unermüdlich um Besserung bemühen, herrschen vor allem in den Auffanglagern auf den Inseln unmenschliche Zustände. Sichere Unterkünfte fehlen, und viele Flüchtende sind ohne verlässliche Informationen und medizinisch-psychologische Betreuung auf sich selbst gestellt. Kinder leiden zudem darunter, dass Schulen nicht willens oder in der Lage sind, zusätzliche Schüler aufzunehmen und schrittweise in den Unterricht zu integrieren.


Die Nothilfe von Caritas Schweiz in Griechenland

Gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation Caritas Griechenland unterstützt Caritas Schweiz in Griechenland mit Nothilfe Flüchtlinge dabei, ihre Lebensbedingungen zu verbessern:

  • Athen und Lesbos - Sichere Unterkünfte und Verpflegung: In Athen und Lesbos betreut Caritas Unterkünfte für besonders bedürftigen Asylbewerberinnen und Asylbewerber, wo sie sichere und geschützte Übernachtungen, warme Mahlzeiten, sowie soziale Dienstleistungen erhalten. Mehr
  • Athen - Beratung im Sozialzentrum: In Athen führt Caritas ein Dienstleistungszentrum, das als Anlaufstelle dient für rechtliche, medizinische und psychologische Beratung und zusätzlich Sprachkurse für Kinder und Erwachsene, Berufsberatung, sowie Kinderbetreuung anbietet. Mehr

Caritas Schweiz leistet Not- und Überlebenshilfe für Kriegsvertriebene in Europa im Umfang von insgesamt rund 6 Millionen Franken. Die Massnahmen führt sie zusammen mit Caritas Griechenland durch, unterstützt von Caritas Deutschland, Caritas Österreich, Cafod, Caritas Portugal, der Glückskette, der Deza und dem Auswärtigen Amt Deutschland.

 

Eindrücke aus Griechenland

 

Abgeschlossene Hilfe in Idomeni, Serbien und Kroatien

In Idomeni, an der griechisch-mazedonischen Grenze verbesserte das Caritas-Netz bis zum Beginn der Räumung des Lagers im Mai 2016 die hygienischen und sanitären Einrichtungen und verteilte Nahrungsmittel und andere Hilfsgüter an rund 100'000 Personen.

In Serbien und Kroatien leistete Caritas Schweiz von September 2015 bis März 2016 gemeinsam mit Caritas Serbien und Caritas Kroatien Winterhilfe für 30'000 Flüchtlinge. Aufgrund der Schliessung der Grenzen entlang der Balkanroute wurden die Massnahmen eingestellt.

Hilfe in den Herkunftsländern

Auch die vielen Menschen, die noch immer in der Konfliktregion leben, sind weiterhin dringend auf Unterstützung angewiesen. Deshalb leistet Caritas Schweiz auch in Syrien und in den Nachbarstaaten Libanon, Jordanien und Irak umfassende Hilfe.

 

 

 

Blog: Auf der Flucht

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