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Mosambik

Hilfe für die Opfer von Zyklon Idai in Mosambik

Der Wirbelsturm Idai hat in Mosambik schwere Verwüstung verursacht. Eine halbe Million Menschen wurden obdachlos, viele sind noch immer von der Aussenwelt abgeschnitten. Es fehlt an Trinkwasser, Lebensmitteln und Unterkünften, weiter droht Gefahr durch lebensbedrohliche Krankheiten. Caritas leistet vor Ort Nothilfe und hat dafür 2 Millionen Franken gesprochen.

 

Die Naturkatastrophe hat Mitte März 2019 im südlichen Afrika eine Schneise der Zerstörung hinterlassen und verheerende Sturmfluten und Überschwemmungen ausgelöst. Allein in Mosambik riss der Zyklon Idai mit bis zu 200 Stundenkilometern vermutlich mehr als 1000 Menschen in den Tod. In der am stärksten betroffenen Hafenstadt Beira mit 500 000 Einwohnern ist nach Augenzeugenberichten jedes Haus beschädigt, viele davon so schwer, dass sie unbewohnbar sind. «Keine Tür, kein Fenster hielt der Gewalt von Meereswasser, Sand und Steinen stand», berichtet Fabrizio Graglia von der Caritas-Partnerorganisation «Associação Esmabama» aus Beira.


«Nichts als Tod und Zerstörung»

Etliche Betroffene schafften es nicht rechtzeitig, aus den Gebäuden zu fliehen. So begrub zum Beispiel das einstürzende Dach des Krankenhauses mehr als 160 Menschen unter sich. Tausende Katastrophenopfer suchten Unterschlupf in öffentlichen Gebäuden.

Das volle Ausmass der Katastrophe ist auch mehr als zwei Wochen nach dem Ereignis nicht bekannt, da noch nicht alle Regionen zugänglich sind. Das Kommunikationsnetz ist zusammengebrochen und Informationen über die Zerstörungen gelangen nur langsam zu den Behörden. Viele Familien sorgen sich noch immer um ihre verschwundenen Angehörigen. «Der Zyklon hat nichts als Tod und Zerstörung hinterlassen», so Fabrizio Graglia.

 
 

Die Caritas unterstützt die Menschen dabei, den riesigen Hilfsbedarf zu decken

Aktuell benötigen die betroffenen Frauen, Männer und Kinder vor allem Trinkwasser, Lebensmittel und provisorische Unterkünfte. Grosse Sorge macht den Nothelfern zudem, dass sich lebensbedrohliche Krankheiten ausbreiten: Bereits sind über 1000 Cholera-Fälle gemeldet. Auch in den Gesundheitszentren der Caritas-Partnerorganisation Esmabama in Beira suchen unzählige Menschen Hilfe, die an Durchfall erkrankt sind oder Symptome von Malaria zeigen. Doch zur Behandlung fehlt es an allem, insbesondere an Medikamenten und an Material für Malariatests. Viele obdachlose Menschen sind notdürftig in den beschädigten Schulgebäuden untergebracht und erhalten Nahrungsmittel oder Wasser. Caritas Schweiz unterstützt Esmabama bei dieser dringenden Überlebenshilfe für mehr als 5000 Menschen. Die Hilfe wird über mehrere Wochen nötig sein. Caritas Schweiz, Caritas Deutschland und Caritas Österreich haben ein gemeinsames Nothilfeprojekt in der Höhe von 600‘000 Franken lanciert, um diesen Bedarf decken zu können.

In der Region Manica im Westen des Landes sind die Auswirkungen gravierend. Hier wurde eine halbe Millionen Hektaren Ackerland, von dem aus das gesamte Land versorgt wird, kurz vor der Ernte zerstört. Da die meisten Menschen von der kleinbäuerlichen Landwirtschaft leben, droht hier ohne Hilfe von aussen eine Ernährungskrise. Caritas Schweiz bereitet ein weiteres Nothilfeprojekt in der Höhe von 400’000 Franken vor, das rund 1500 Menschen mit Nahrungsmitteln, Materialien für provisorische Unterkünfte und Gütern des täglichen Bedarfs (wie Hygiene oder Küchenausstattung) versorgen soll.

Langfristige Hilfe

Die Nothilfe der Caritas Schweiz wird mehrere Monate andauern. Anschliessend wird Caritas die Bevölkerung auch dabei unterstützen, ihre Existenzgrundlage neu aufzubauen. Ein Delegierter der Caritas Schweiz ist in der Stadt Chimoio und bereitet dort zusammen mit der lokalen Caritas die weitere Nothilfe vor.

 
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