Mosambik

Hilfe für die Opfer von Zyklon Idai in Mosambik

Der Wirbelsturm Idai, der am 15. März 2019 bei Beira auf die Küste traf, hat in Mosambik schwere Verwüstung verursacht. Eine halbe Million Menschen wurde obdachlos, mehrere Hunderttausend Hektaren Ackerland kurz vor der Ernte zerstört. Die Caritas unterstützt heute in der Region Dombe die Menschen dabei, ihre Lebensgrundlage wiederherzustellen.

 

Die Naturkatastrophe hat Mitte März 2019 im südlichen Afrika eine Schneise der Zerstörung hinterlassen und verheerende Sturmfluten und Überschwemmungen ausgelöst. Allein in Mosambik riss der Zyklon Idai mit bis zu 200 Stundenkilometern mehr als 600 Menschen in den Tod und verwüstete alles: Häuser, Strassen, Felder. 500'000 Menschen verloren ihr Obdach.

In der Provinz Manica wurde eine halbe Million Hektaren Ackerland kurz vor der Ernte zerstört. Da die meisten Menschen von der kleinbäuerlichen Landwirtschaft leben, entstand eine grosse Ernährungsunsicherheit. 

«Ich möchte wieder genug produzieren, um einen Teil der Ernte verkaufen zu können und auf eigenen Beinen zu stehen», sagte uns der betroffene Familienvater Jorge Pande aus der Region Dombe in Manica. Viele Menschen kämpfen wie er auch ein Jahr nach der Katastrophe noch um ihre Existenz. In der Region Dombe, wo Überschwemmungen 28 Gemeinden ganz oder teilweise zerstörten, sahen sich viele gezwungen, in höher gelegene Gebiete umzusiedeln und können bis heute ihre Versorgung mit Lebensmitteln nicht sicherstellen: Zu kurz war das Zeitfenster für die Aussaat, zu schlecht der Zugang zu neuen Anbauflächen. Hinzu kam, dass die Feuchtigkeit Schädlinge anzog, welche Teile der Pflanzen vernichteten.

 

Die Hilfe der Caritas

Caritas Schweiz war unmittelbar nach der Katastrophe für die Betroffenen da und verteilte Nahrungsmittel, Zelte, Kochutensilien, Kleidung, Schulmaterial und landwirtschaftliche Geräte. So konnten 3500 Personen versorgt werden.

Technische Unterstützung und Zugang zum Markt

In einer zweiten Phase helfen Caritas Schweiz und Caritas Chimoio nun etwa 1600 Menschen in der Region Dombe, sich wieder eine sichere und nachhaltige Lebensgrundlage aufzubauen. Caritas-Fachleute unterstützen die Gemeinden darin, einen Plan für die langfristige Landnutzung auszuarbeiten. Die Bäuerinnen und Bauern pflanzen in höher gelegenen Zonen an, wo die Felder vor Überschwemmungen sicher sind. Die Caritas unterrichtet die Bauern in nachhaltigen Anbaumethoden. Sie verteilt lokales Saatgut und bietet technische Unterstützung an. Sie finanziert Traktorarbeiten, die nötig sind, um die dicke Lehmschicht auf den Feldern am Fluss zu entfernen und sie für die Saat vorzubereiten.

Bisher hatten die Bauern nur unzureichenden Zugang zu den lokalen Märkten. Zwischenhändler mit hohen Margen verringerten ihr Einkommen. Nun unterstützt die Caritas die Bäuerinnen und Bauern darin, kommunale Marktgruppen zu bilden, die bessere Liefer- und Kaufvereinbarungen aushandeln können. So können sie mehr Einkommen generieren und langfristig ihre Existenzen sichern.

 

Riesiges Glück: Cheias Geschichte

Cheia Vanilla wurde am 15. März 2019 geboren – an dem Abend, als Zyklon Idai über ihre Heimat in Mozambik fegte. Ihr Vater Fernando hatte soeben ihre Nabelschnur mit einem Stück Schilf durchtrennt, als das Wasser in der Hütte rasch anstieg. Fernando und seine Frau Gloria mussten sich mit dem Neugeborenen sofort in Sicherheit bringen. In den Fluten rutschte Gloria aus und konnte gerade noch das Baby hochhalten. Fernando – bereits auf den Ästen eines Mangobaumes – konnte das Mädchen rechtzeitig packen und Gloria aus dem Wasser ziehen. Fernando und Gloria tauften ihr Kind «Cheia», weil bei der Geburt alles «cheia de agua» war – «voll Wasser».

 

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