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Mosambik

Hilfe für die Opfer von Zyklon Idai in Mosambik

Der Wirbelsturm Idai, der am 15. März 2019 bei Beira auf die Küste traf, hat in Mosambik schwere Verwüstung verursacht. Eine halbe Million Menschen wurde obdachlos und hat alles verloren. Da der Sturm kurz vor der Ernte eintraf und die Felder zerstörte, droht eine Ernährungskrise. Caritas leistet in der Region Manica Nothilfe.

 

Die Naturkatastrophe hat Mitte März 2019 im südlichen Afrika eine Schneise der Zerstörung hinterlassen und verheerende Sturmfluten und Überschwemmungen ausgelöst. Allein in Mosambik riss der Zyklon Idai mit bis zu 200 Stundenkilometern mehr als 600 Menschen in den Tod und verwüstete alles: Häuser, Strassen, Felder.

500'000 Menschen verloren ihr Obdach. In der Region Manica ist eine halbe Million Hektaren Ackerland kurz vor der Ernte zerstört worden. Die Flüsse laufen nun teilweise durch die Felder und sind voller Baumstämme, Schlamm und Sand. Da die meisten Menschen von der kleinbäuerlichen Landwirtschaft leben, droht eine Ernährungskrise. Eine Cholera-Epidemie konnte dank sofortiger medizinischer Hilfe verhindert werden.

Viele Menschen stehen auch zwei Monate nach der Katastrophe unter Schock und sind kaum fähig, ihr Leben wieder anzupacken. Sie mussten zusehen, wie ihre Ehepartner oder Familien von den Fluten verschlungen wurden. «Doch was bleibt mir anderes übrig, als nach vorne zu schauen?», sagte uns José Josefa Mutengo (siehe unten), der seine Frau und drei seiner Kinder in den Fluten verlor. 

 
 

Die Hilfe der Caritas

Zunächst brauchen die betroffenen Frauen, Männer und Kinder vor allem Nahrung, Trinkwasser und provisorische Unterkünfte. In der Region Manica, südlich von Chimoio, unterstützt Caritas Schweiz zusammen mit der deutschen Caritas und Caritas Österreich ihre lokale Partnerorganisation bei dieser dringenden Überlebenshilfe für mehr als 5000 Menschen. Sie wird über mehrere Monate nötig sein.

Temporäre Unterkünfte

Nachdem das Wasser nun abgeflossen ist, beginnt die langfristige Unterstützung der Menschen und der Wiederaufbau, damit sie wieder in ein normales Leben zurückfinden. Caritas Schweiz verteilt mit ihrer Partnerorganisation Plachen und Baumaterialen an rund 1500 Betroffene, mit denen sie sich grosse Zelte als temporäre Unterkünfte aufstellen können. Dabei werden sie von Freiwilligen der Caritas unterstützt. Es werden vorerst 300 temporäre Unterkünfte – bei Bedarf noch weitere – erstellt. Neben Lebensmitteln und Küchenutensilien unterstützt die Caritas die Menschen auch mit Saatgut, landwirtschaftlichen Geräte, Kleidern und Schulmaterial.

Feste Hütten auf sicherem Boden und Unterstützung beim Bepflanzen neuer Felder

In einer zweiten Phase wird die Caritas den Betroffenen helfen, ihre Lehmhütten wiederaufzubauen – auf dem neuen Land, das sie von der Regierung erhalten haben. Es liegt etwas höher und ist bei Regenfällen sicherer. Ein riesiges, sehr fruchtbares Tiefland ist für die Landwirtschaft vorläufig verloren – es ist versandet. Nun baut die lokale Bevölkerung auf kleineren Flächen in grösserer Höhe an. Die Caritas unterstützt sie mit Saatgut und Beratung für nachhaltigen Anbau.

Für die Hilfe für Mosambik hat Caritas Schweiz insgesamt 2 Millionen Franken zur Verfügung gestellt.

 

Riesiges Glück: Cheias Geschichte

Cheia Vanilla wurde am 15.März 2019 geboren – an dem Abend, als Zyklon Idai über ihre Heimat in Mozambik fegte. Ihr Vater Fernando hatte soeben ihre Nabelschnur mit einem Stück Schilf durchtrennt, als das Wasser in der Hütte rasch anstieg. Fernando und seine Frau Gloria mussten sich mit dem Neugeborenen sofort in Sicherheit bringen. In den Fluten rutschte Gloria aus und konnte gerade noch das Baby hochhalten. Fernando – bereits auf den Ästen eines Mangobaumes – konnte das Mädchen rechtzeitig packen und Gloria aus dem Wasser ziehen. Fernando und Gloria tauften ihr Kind «Cheia», weil bei der Geburt alles «cheia de agua» war – «voll Wasser».

 

Ein unglaublicher Verlust: José Josefa Mutengos Geschichte

José schlief mit seiner Frau und seinen sechs Kindern in ihrer kleinen Hütte, als plötzlich Wasser in den Raum hineindrang. José und drei der Kinder kletterten auf einen Mangobaum vor dem Haus, seine Frau und die anderen drei Kinder auf einen anderen. Das Wasser stieg und stieg. Plötzlich wurde ein grosser Baumstamm angeschwemmt und stiess mit Wucht auf den Baum, auf dem Josés Frau und die drei kleinsten Kinder Zuflucht gesucht hatten. Der Baum beugte sich von der Kraft des Aufschlags immer weiter, bis ins Wasser hinunter, zusammen mit Josés Frau und den drei Kindern.

José musste mitansehen, wie seine Frau und drei seiner Kinder ertranken. Er hat kein Haus mehr, keine Kleider und kein Essen, um sich und seine überlebenden drei Kinder zu ernähren. Jetzt lebt die Familie in einem Zelt, das die lokale Caritas für ihn errichtet hat. Auch Essen, Kleidung, Schulmaterial, Küchenutensilien und Saatgut wird er von der lokalen Caritas erhalten. Auf die Frage, wie er mit dieser schwierigen Situation umgeht, meint er: «Was bleibt mir anderes übrig, als nach vorne zu schauen? »

 

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