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Haiti

Hilfe für die Opfer des Hurrikans Matthew in Haiti

Zweieinhalb Jahre nach dem Hurrikan Matthew ist die Ernährungssituation in Haiti nach wie vor besorgniserregend. Der Hurrikan Irma vom September 2017 hat die Lage zusätzlich verschärft. Caritas Schweiz hat Not- und Überlebenshilfe geleistet und unterstützt nun die Bevölkerung bei der Wiederherstellung ihrer Lebensgrundlagen.

 

Der Hurrikan Matthew, der am 4. Oktober 2016 auf Haitis Südküste traf, hat mehrere hundert Todesopfer gefordert, grosse Zerstörung angerichtet und Hunderttausende ohne Obdach zurückgelassen. Und die Menschen kamen nicht zur Ruhe: Als Hurrikan Irma im September 2017 in Haiti erneut grossen Schaden an Landwirtschaft und Wohnhäusern verursachte, hatte sich das Land noch nicht von Hurrikan Matthew erholt. 

Hunderttausende Haitianerinnen und Haitianer sind weiterhin von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen. Denn «Matthew» hat grosse Landwirtschaftsflächen zerstört, die Aussaat auf den Feldern vernichtet und zahlreiche Tiere getötet. In den besonders betroffenen Städten des Südens wurden wichtige Trinkwasserquellen kontaminiert.

 

Nothilfe unmittelbar nach dem Hurrikan

Caritas Schweiz war direkt nach dem Hurrikan vor Ort und hat in der besonders betroffenen Region Les Cayes im Südwesten des Landes, sowie im Gebiet um Léogâne (Delatte et Gros-Morne) südwestlich der Hauptstadt Port-au-Prince ein Nothilfeprogramm gestartet. Sie verbesserte die Ernährungssicherheit und trug zur Choleraprävention bei. Damit ihre Felder rasch wieder Ertrag abwarfen, half die Caritas Bauernfamilien dabei, landwirtschaftliche Flächen wieder instand zu stellen, verteilte Setzlinge und schnellreifendes Saatgut. Die Caritas verteilte zudem Baumaterial zum Reparieren der Häuser, stellte Schulen wieder instand und machte abgeschnittene Gebiete wieder zugänglich. Cash-for-Work-Aktivitäten erlaubten es den Menschen, weiteres Material für den Wiederaufbau ihrer Häuser zu kaufen oder andere dringende Bedürfnisse zu decken. Besonders betroffene Familien erhielten direkte Finanzhilfen.

Heute: Wiederaufbau und Existenzsicherung

Um die Bevölkerung langfristig zu unterstützen und nachhaltig zur Entwicklung beizutragen, hat die Caritas im Februar 2018 nach Abschluss der Nothilfephase ein auf nachhaltige Existenzsicherung angelegtes Projekt gestartet. Es kommt 5'608 Familien in den Gemeinden St. Jean, Arniquet, Camp-Perrin zugute. Über die Partnerorganisationen Caritas Les Cayes und Ahaames vermittelt Caritas Schweiz lokalen Handwerkern Techniken zur Errichtung von zyklonsicheren Gebäuden und stellt ihnen Materialien zum Wiederaufbau von 170 Häusern zur Verfügung. 3’411 Bauern und Bäuerinnen erhalten von der Caritas Saatgut sowie landwirtschaftliche Geräte und werden bei der landwirtschaftlichen Produktion von Fachpersonen unterstützt. Ausserdem werden 1’200 Ziegen abgegeben, wobei Veterinärmediziner die Begünstigten bei der Pflege und Aufzucht der Tiere begleiten. Diverse Cash-for-Work-Aktivitäten ermöglichen es 2’264 Familien, sich an der Instandsetzung von Landwirtschaftsflächen und Bewässerungssystemen zu beteiligen und so Geld für dringend benötigte Nahrungsmittel, zusätzliches Baumaterial oder Schulkosten zu verdienen. 

 

Bildergalerie: Haitis Süden nach dem Hurrikan

 

Caritas Schweiz unterstützt die Betroffenen mit Projekten im Gesamtumfang von rund 3,2 Millionen Franken. Damit möchte sie eine Verschärfung der Ernährungslage abwenden und den Menschen eine rasche Rückkehr zu einem würdigen Leben ermöglichen. Die Glückskette unterstützt diese Hilfe.

 
 
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