Albanien

Hilfe für die Opfer des Erdbebens in Albanien

Die Caritas hilft den Opfern des schweren Erdbebens, das die albanische Küstenregion Ende November 2019 erschütterte. Caritas Schweiz arbeitet eng mit der albanischen Caritas zusammen und unterstützt die schwächsten Betroffenen.

 

Überall Trümmer, dutzende Tote und über 2000 Verletzte: Das Erdbeben vom 26. November 2019 und die zahlreichen Nachbeben haben in Albaniens Küstenregion eine Schneise der Verwüstung hinterlassen.

Das Unheil kam mitten in der Nacht und überraschte viele Menschen im Schlaf. «Wir konnten während des Bebens das Haus nicht verlassen: Die Türe war komplett blockiert», erzählt eine stark traumatisierte junge Frau aus der Stadt Durres. Die Stadt mit über 100'000 Einwohnerinnen und Einwohnern lag nach dem Beben im Dunkeln. «Erst in der Morgendämmerung wurde klar, wie gravierend die Schäden waren. Es gibt so viele Verwundete», berichtet Antonio Leuci, Direktor von Caritas Albanien, unserem Partner.

Hunderte Gebäude sind eingestürzt oder nicht mehr bewohnbar. Besonders betroffen ist die ärmere Bevölkerung, deren Häuser und Wohnungen bereits vor der Katastrophe in einem weniger stabilen Zustand waren und dem Beben schlechter Stand hielten. «Unsere Situation war schon lange sehr schwierig. Mein Mann sammelt wiederverwertbares Material in öffentlichen Abfallcontainern und verkauft es weiter. Davon stammt ein Grossteil unseres Einkommens, doch es reicht kaum zum Leben», erzählte uns eine betroffene Frau aus dem Ort Lac. Die Situation ist für die betroffenen Familien verheerend. Sie haben ihr Zuhause und ihr ganzes Hab und Gut verloren. Wegen der Einsturzgefahr können die Menschen nicht in ihre Häuser zurück. Sie müssen in Hotels, Turnhallen oder Gesundheitszentren unterkommen oder leben in Zelten in der Nähe ihrer Häuser. Und jetzt ist Winter.

 
 

Unmittelbare Nothilfe für die Schwächsten und besonders Betroffenen

Die albanische Caritas war sofort vor Ort. Schon ab den ersten Stunden versorgte sie 1200 Menschen in zwei improvisierten Zeltstädten in Durres und Thumane mit Mahlzeiten, Wasser und Decken.

Caritas Schweiz hat 500‘000 Franken Nothilfe gesprochen und arbeitet eng mit Caritas Albanien zusammen. Im Zentrum des gemeinsamen Nothilfeprojekts stehen Frauen, Kinder, alte Menschen und Menschen mit Behinderung in der besonders betroffenen Region in und um Durres. 5500 obdachlosen Menschen werden wintersichere Unterkünfte in Kirchen- und Gemeinderäumen zur Verfügung gestellt, geheizt und ausgestattet mit Betten und Decken. Sie erhalten dort auch Essen und Kleidung. Zudem verteilt die Caritas Essenspakete und Hygieneartikel an 5000 Personen. Schliesslich werden rund 300 Erwachsenen Rückzugsräume zur Verfügung gestellt. Dort erhalten ihre Kinder Betreuung, auch psychosoziale Hilfe kann in Anspruch genommen werden. Das Projekt läuft bis Ende Januar 2020.

Parallel dazu klärt Caritas Schweiz den mittel- und langfristigen Hilfsbedarf ab für eine wintersichere Unterbringung der obdachlosen Menschen. Sie brauchen dringend Schutz vor Regen und Kälte.

Albanien ist eines der ärmsten Länder Europas und immer wieder von Erdbeben betroffen. Bereits im September wurde das Land von einem Beben der Stärke 5,6 erschüttert. Die Menschen sind auf Unterstützung angewiesen.

 

Unser Mitarbeiter vor Ort, 11.12.2019

 

Ihre Spende

 

Sachspenden

Herzlichen Dank für Ihre Solidarität. Wir bitten Sie jedoch, von Sachspenden abzusehen. Alles, was gebraucht wird, kann man lokal kaufen. Gütertransporte aus der Schweiz würden die lokalen Unternehmer zusätzlich schädigen. Umgekehrt stärkt lokales Einkaufen die Wirtschaft vor Ort, zudem wird die Umwelt geschont, da die Transportwege kurz sind. Geldspenden kommen an und helfen den Menschen direkt. Diese können für den dringendsten Bedarf gezielt eingesetzt werden.

 

Bilder von der Zerstörung und der Caritas-Hilfe

 
Erdbeben in Albanien: Caritas spricht Nothilfebeitrag von 500 000 Franken
Wintersichere Unterkünfte für die obdachlosen Menschen.
Erdbeben in Albanien: Caritas spricht Nothilfebeitrag von 500 000 Franken
Caritas-Mitarbeitende verschaffen sich einen Überblick über die Lage und den dringendsten Bedarf.
Hunderte Häuser sind eingestürzt oder nicht mehr bewohnbar.
Erdbeben in Albanien: Caritas spricht Nothilfebeitrag von 500 000 Franken
Hunderte Häuser sind eingestürzt oder nicht mehr bewohnbar.
Erdbeben in Albanien: Caritas spricht Nothilfebeitrag von 500 000 Franken
Hunderte Häuser sind eingestürzt oder nicht mehr bewohnbar.
Hunderte Häuser sind eingestürzt oder nicht mehr bewohnbar.
Wasser wird bereitgestellt.
Caritas Albanien verteilt Sandwiches für die Betroffenen.
Caritas Albanien verteilt Sandwiches für die Betroffenen.
Erdbeben in Albanien: Caritas spricht Nothilfebeitrag von 500 000 Franken
Matratzenverteilung in einem improvisierten Zeltlager in Thumane. Bild: Caritas
Viele Menschen sind notdürftig in Zelten untergekommen. Sie haben alles verloren.
Schon ab den ersten Stunden versorgte die albanische Caritas 1200 Menschen in zwei improvisierten Zeltstädten in Durres und Thumane mit Mahlzeiten, Wasser und Decken.
Erdbeben in Albanien: Caritas spricht Nothilfebeitrag von 500 000 Franken
Aus Angst vor weiteren Nachbeben und wegen der Einsturzgefahr können die Betroffenen nicht in ihre Häuser zurück.
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Wintersichere Unterkünfte für die obdachlosen Menschen.
Caritas-Mitarbeitende verschaffen sich einen Überblick über die Lage und den dringendsten Bedarf.
Hunderte Häuser sind eingestürzt oder nicht mehr bewohnbar.
Hunderte Häuser sind eingestürzt oder nicht mehr bewohnbar.
Hunderte Häuser sind eingestürzt oder nicht mehr bewohnbar.
Hunderte Häuser sind eingestürzt oder nicht mehr bewohnbar.
Wasser wird bereitgestellt.
Caritas Albanien verteilt Sandwiches für die Betroffenen.
Caritas Albanien verteilt Sandwiches für die Betroffenen.
Matratzenverteilung in einem improvisierten Zeltlager in Thumane. Bild: Caritas
Viele Menschen sind notdürftig in Zelten untergekommen. Sie haben alles verloren.
Schon ab den ersten Stunden versorgte die albanische Caritas 1200 Menschen in zwei improvisierten Zeltstädten in Durres und Thumane mit Mahlzeiten, Wasser und Decken.
Aus Angst vor weiteren Nachbeben und wegen der Einsturzgefahr können die Betroffenen nicht in ihre Häuser zurück.
 
 
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