Syrien: Projekt P200076

Einkommensförderung für junge Syrerinnen und Syrer

 
 
Uganda

Kontext und Problemstellung

Nach zehn Jahren Syrienkrieg ist die wirtschaftliche Grundlage des Landes stark erodiert. Schätzungsweise 8,7 Millionen Syrerinnen und Syrer benötigen Unterstützung, um ihre Existenz und Einkommensmöglichkeiten zu sichern oder wiederherzustellen. Interne Vertreibung und die weitgehende Zerstörung von Infrastruktur und Eigentum wirkten sich in hohem Masse auf die Lebensgrundlagen der Menschen aus und führten zu weitverbreiteter Arbeitslosigkeit und Defiziten auf dem Arbeitsmarkt. Mehr als die Hälfte der Erwerbsbevölkerung in Syrien ist arbeitslos. Jugendliche sind davon überproportional betroffen. Neben der Landwirtschaft spielen kleine und mittelständische Betriebe im Handel und der Fertigung weiterhin eine wesentliche Rolle in der syrischen Wirtschaft und bergen erhebliches Potenzial. Die Regenerierung und Schaffung von Einkommensmöglichkeiten werden von Syrer und Syrerinnen unter ihren Hauptanliegen genannt. Auf Eigeninitiative kehren bislang wenige Flüchtlinge in die zerstörten und von Armut betroffenen Gebiete in Syrien zurück.

Die Covid-19-Pandemie und ihre schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen verursachen zusätzlichen Druck auf die Menschen in Syrien. Es wird erwartet, dass die Zahl der Syrerinnen und Syrer, die Unterstützung zur Erwirtschaftung eines eigenen Einkommens benötigen, in Folge dessen erheblich zunehmen wird. Das Risiko ist hoch, insbesondere für Jugendliche, dass auf schädigende Bewältigungsstrategien zurückgegriffen wird, um die Situation zu überbrücken (z.B. durch die Reduktion von Mahlzeiten), was wiederum unumkehrbare Folgen für die Menschen und ihre Lebens­grundlagen mit sich bringen kann.

 

Unsere Ziele

Ziel des Projekts ist es, die Einkommensmöglichkeiten von 280 schutzbedürftigen jungen Syrerinnen und Syrern (50% Frauen, 50% Männer) in Ost-Ghouta, Tartus und Latakia zu stärken. Die Resilienz sowie sozio-ökonomische Teilhabe dieser Menschen und ihrer Familien werden dadurch ebenfalls erhöht. Um den negativen Auswirkungen der andauernden Krise und internen Vertreibung auf junge Syrerinnen und Syrer entgegenzuwirken, verbessert das Projekt den Zugang zu nachhaltigen und sicheren Einkommensmöglichkeiten in relevanten Wirtschaftssektoren, wie z.B. im Einzelhandel und der Landwirtschaft. Junge Syrerinnen und Syrer werden als wirtschaftliche Akteure anerkannt und durch das Projekt befähigt.

 

Unsere Wirkung

Das Projekt unterstützt 280 schutzbedürftige junge Syrerinnen und Syrer bei der Aufnahme einer Beschäftigung oder Selbstständigkeit durch ein ganzheitliches Angebot an Schulungen zum Aufbau beruflicher und technischer Kompetenzen, Unterstützung bei der Gründung von Kleinstunternehmen, Vermittlung von Praktika, und individuelles Mentoring. Ein persönlicher Entwicklungsplan definiert die wichtigsten Ziele jedes Projektteilnehmers und ermöglicht so einen bedarfsgerechten Ansatz. Dadurch werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer effektiv dabei unterstützt, ein eigenes Kleinstunternehmen aufzubauen oder eine Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt aufzunehmen, z.B. in einer Schneiderei oder Tischlerwerkstatt, um ein stabiles Haushaltseinkommen zu generieren. Auf diese Weise profitieren insgesamt 1680 Personen in den Familien der Begünstigten von höherer Einkommenssicherheit. Die direkte Unterstützung junger Syrerinnenund Syrer wird ergänzt durch nachfrageorientierte Projektaktivitäten, bei denen Arbeitgeber durch Zuschüsse und strategische Beratung in der Bereitstellung von Praktika unterstützt werden, z.B. in Schlossereien oder im Gastgewerbe.

 

Themen und Ansätze

Das Projekt ist im thematischen Wirkungsfeld «Einkommen» verortet und folgt einem eigens entwickelten und abgestimmten Konzept zur Stärkung nachhaltiger Lebensgrundlagen und Einkommens­möglichkeiten in Syrien gemeinsam mit Caritas Österreich, Cordaid und Diakonie Katastrophenhilfe. Das Projekt trägt zur fortwährenden Verbesserung des Konzeptes bei. Es dient als wichtige Grundlage für weitere Projektarbeit, insbesondere mit dem ganzheitlichen Ansatz «Graduation from Poverty» und verbindet humanitäre Hilfe und längerfristige Entwicklungs­zusammenarbeit (Nexus), um nachhaltige Unterstützung für Menschen in andauernden Krisen zu leisten. 

 

Projekt P200076

Thema
Einkommen


Dauer
01.01.2021 – 31.12.2021


Budget
773'025 Schweizer Franken


Projektgebiete
Ost-Ghouta, Tartus, Latakia; Syrien


Zielgruppen
280 Jugendliche (50% Frauen; 50% Männer) und ihre Familien, wodurch indirekt insgesamt 1’680 Personen erreicht werden.


Finanziert durch
Nachbar in Not

 

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