Jordanien

Gesicherte und verbesserte Wohnbedingungen für syrische Geflüchtete und bedürftige jordanische Haushalte

In Jordanien leben viele syrische Flüchtlingsfamilien und bedürftige jordanische Familien in menschenunwürdigen Unterkünften, ständig von Zwangsräumung bedroht. Der Wohnungsmarkt ist längst an seinen Grenzen. Die Caritas hilft besonders gefährdeten Menschen dabei, ihre Unterkünfte zu verbessern und winterfest zu machen, und berät und unterstützt sie im Bereich Miet- und Wohnrecht.

 

Land / Region / Ort
Jordanien / Amman, Mafraq, Irbid, Zarqa


Zielgruppe
360 bedürftige syrische und jordanische Familien (1‘800 Personen)


Mittelbedarf
449 751 Schweizer Franken


Projektdauer
15.07.2019 bis 14.04.2020


Projektnummer
P190041


Projektziel
Die Unterkünfte von 360 Familien werden ausgebessert und Mieterschutz für mindestens ein Jahr mit dem Vermieter vereinbart.


Projektverantwortlicher
Richard Asbeck, Tel: 041 419 22 29, rasbecknot shown@caritasto make life hard for spam bots.ch

 
 

Worum geht es?

Bereits das neunte Konfliktjahr ist angebrochen in Syrien. Innerhalb kürzester Zeit kamen nach Kriegsbeginn 2011 über eine halbe Million syrische Flüchtende in das ohnehin schon strukturschwache Jordanien. Bis April 2019 ist diese Zahl auf 660‘000 registrierte Flüchtlinge gestiegen, womit das Land eine der weltweit höchsten Pro-Kopf-Raten an Flüchtlingen aufweist. Schätzungen zufolge leben ohne Registrierung weitere 650‘000 Syrerinnen und Syrer in Jordanien, die vor Krieg und Zerstörung geflohen sind. 

80% der Geflüchteten in urbanen Räumen leben unterhalb der Armutsgrenze. Über 27% der Jordanierinnen und Jordanier sowie 48% der syrischen Geflüchteten verfügen über keine adäquate Unterkunft, welche genügend Schutz vor Niederschlag bietet. Um auch nur kleinste Reparaturarbeiten vorzunehmen und die Unterkünfte eigenständig auszubessern, fehlt es den Haushalten an Mitteln. Im Laufe der Jahre wurde ihr Erspartes aufgebraucht. Einkommensmöglichkeiten bestehen kaum oder nur unzureichend. 

Gleichzeitig ist der Wohnungsmarkt in Jordanien längst an seinen Grenzen, viele geflüchtete und jordanische Familien leben in minderwertigen Wohnungen zu überhöhten Preisen und darüber hinaus oftmals ohne formelle Mietverträge und entsprechendem Mieterschutz. Viele Haushalte sehen sich von Zwangsräumung bedroht und somit vor erneuter Vertreibung.

 

Was tun wir?

Im Rahmen des Projekts verbessert Caritas Schweiz, gemeinsam mit dem lokalen Partner Caritas Jordanien, die Unterkünfte von 360 Haushalten, damit die Familien vor Niederschlag und Feuchtigkeit geschützt sind sowie vor Kälte im kommenden Winter. Dazu werden je nach Bedarf Türen und Fenster abgedichtet oder ersetzt, Dächer ausgebessert und Decken versiegelt, Boiler installiert und Schimmel behandelt. Ein Team von Ingenieuren ermittelt den spezifischen Bedarf jeder Unterkunft gemeinsam mit den Haushalten und den Vermietern und begleitet die erforderlichen Arbeiten. Dies führt nicht nur dazu, dass die Bewohnerinnen und Bewohner besser vor Kälte und Unwetter geschützt sind, sondern trägt auch dazu bei, Gesundheitsrisiken zu vermeiden. 

Darüber hinaus werden Haushalte über das Miet- und Wohnrecht informiert und somit in ihren Rechten als Mieterinnen und Mieter gestärkt. Sie werden von Sozialarbeitern und Juristinnen dabei unterstützt, mit den Vermietern rechtlich bindende Mietverträge mit mindestens einjähriger Laufzeit abzuschliessen, um sicherzustellen, dass sie zu fairen Bedingungen sowie auch nach den Ausbesserungsarbeiten in den Wohnungen verbleiben können.

Haushalte, die weiteren Hilfsbedarf in anderen Bereichen aufweisen, die durch das Projekt nicht abgedeckt werden können, werden innerhalb der Caritas an andere Projekte oder extern an entsprechende Hilfsorganisationen vermittelt. Dadurch sollen die Haushalte bestmöglichen Zugang zu benötigter Unterstützung erhalten. 

In Jordanien ist Caritas Schweiz seit 2012 in der humanitären Hilfe für syrische Flüchtlinge aktiv und arbeitet eng mit Caritas Jordanien zusammen, welche für das vorliegende Projekt die operative Verantwortung übernimmt. Das Projekt folgt einem erfolgreich durchgeführten Vorgängerprojekt, auf dessen Erkenntnissen aufgebaut wird. Finanziert wird das Projekt zudem durch das Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten der Vereinten Nationen.

 

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