Navigation mit Access Keys

 
Südsudan

Verhinderung von Unterernährung bei Kindern und Zugang zu Wasser

Aufgrund der verheerenden Kombination aus Krieg, Gewalt und Dürre sind mehr als sechs Millionen Menschen von einer akuten Lebensmittelknappheit betroffen, davon leiden über eine Million Kinder unter fünf Jahren an Unterernährung. Weiter hat mehr als die Hälfte der südsudanesischen Bevölkerung keinen genügenden Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen. Die Caritas repariert in sechs Dörfern Bohrlöcher und installiert neue Handpumpen. Unterernährte Kleinkinder erhalten medizinische Unterstützung und die Mütter werden geschult im Anbau und der Zubereitung von vitaminreichen Gemüsesorten. 

 

Land / Region / Ort
Ikwoto, Geria und Kidepo Valley in der Provinz Torit, Region Eastern Equatoria, Südsudan 


Zielgruppe
Etwa 20'000 Personen, vor allem Mütter und Kinder in ländlichen Gebieten, die von Ernährungsunsicherheit und Wasserknappheit betroffen sind


Mittelbedarf
178'359 Schweizer Franken


Projektdauer
1.10.2018 bis 31.05.2019


Projektnummer
P180061


Projektziel
In den von der Dürre und vom Krieg betroffenen Dörfern die Verbreitung von Unterernährung bei Kindern reduzieren und den Zugang zu Wasser gewährleisten


Projektverantwortliche
Pamela Stathakis, Tel: 041 419 22 88; pstathakisnot shown@caritasto make life hard for spam bots.ch


Abteilung
Katastrophenhilfe Ausland

 
 

Worum geht es?

Seit im Dezember 2013 bewaffnete Kämpfe zwischen Anhängern des Präsidenten und des zuvor abgesetzten Vize-Präsidenten ausgebrochen sind, ist der Südsudan von grossen politischen und sozialen Unruhen betroffen. Auch wenn im September 2018 ein neuer Friedensvertrag unterzeichnet wurde, ist die Situation im Lande noch lange nicht stabil und friedlich. Die Zivilbevölkerung war von der generellen Unsicherheit und den Kampfhandlungen stark betroffen, was sich in rasant anwachsenden Zahlen intern Vertriebener niedergeschlagen hat.

Aufgrund des Konfliktes hatten viele Bauern Angst davor, ihre Felder zu beackern; auch die lokalen Märkte werden wegen ausbleibender Ernten und der politischen Unsicherheit nicht mehr mit Lebensmitteln versorgt. Im Projektgebiet sind viele Marktstände leer; die Geschäfte sind geschlossen. Die wirtschaftliche Krise und der Wertverlust des südsudanesischen Pfund haben dazu beigetragen, dass die Bevölkerung sich keine Lebensmittel leisten kann, um die ausfallende Ernte zu kompensieren und damit ihre Grundbedürfnisse zu sichern. Gemäss Analysen vom März 2018 ist weniger als die Hälfte der Bevölkerung in der Lage, genügend Lebensmittel zu produzieren oder zu erwerben, um die eigenen Bedürfnisse abzudecken. Mehr als sechs Millionen Menschen sind von einer akuten Lebensmittelknappheit betroffen, und über eine Million Kinder unter fünf Jahren leidet an Unterernährung.

Im Projektgebiet stellt zusätzlich zur Lebensmittelknappheit auch der mangelnde Zugang zu Wasser ein grosses Problem dar. Frauen in den ländlichen Gebieten müssen täglich 3-5 Stunden zu Fuss gehen, um schmutziges Wasser zu holen. Viele der bestehenden Bohrlöcher und Wasserversorgungssysteme sind veraltet und funktionieren nicht mehr. Gemäss offiziellen Statistiken hat mehr als die Hälfte der südsudanesischen Bevölkerung (mehr als sechs Millionen Menschen) keinen genügenden Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen. Es wird davon ausgegangen, dass im Projektgebiet mehr als 90'000 Menschen nicht ausreichend Zugang zu Wasser haben. Mit der wirtschaftlichen Krise sind die Behörden auch nicht in der Lage, die bestehende Infrastruktur in Stand zu halten, vor allem in ländlichen Gebieten. Besonders Kinder sind dadurch vermehrt Krankheiten wie Cholera ausgesetzt, die durch den Mangel an Wasser und Hygiene verursacht werden. 

 

Was tun wir?

Caritas Schweiz ist seit mehr als 40 Jahren im Südsudan aktiv tätig. Seit 1999 konzentrieren sich die Aktivitäten im Bereich Entwicklung und Nothilfe auf die Region Eastern Equatoria. In den vergangenen Monaten wurde ein Nothilfeprojekt durchgeführt mit dem Ziel, der von Dürre und Krieg betroffenen Bevölkerung in der Region Ikwotos in Eastern Equatoria einen verbesserten Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen und die Ernährungssicherheit in den Projektgebieten zu verbessern. Dieses Nothilfeprojekt wurde Ende September 2018 abgeschlossen. Da aber weiterhin viele Dörfer nicht an eine ausreichende Wasserversorgung angeschlossen sind und die kurze Zeitdauer für die Aktivitäten zur Verhinderung von Unterernährung bei Kindern in den ländlichen Gegenden nicht ausreichte, möchte Caritas die Bemühungen zur Verbesserung der Wasserversorgung und zur Verminderung der Unterernährung fortsetzen.

In diesem Nachfolgeprojekt sollen in 6 Dörfern nicht mehr funktionierende Bohrlöcher repariert und neue Handpumpen installiert werden. Die Bohrlöcher werden von lokalen Wasser-Komitees auf der Gemeindeebene verwaltet. Um die richtige Handhabung sicherzustellen, erhalten alle Mitglieder dieser Komitees ein Training, während dessen sie die richtige Benutzung und Instandhaltung der Anlagen erlernen. Diese Massnahme soll den Menschen den Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen.

Des Weiteren sollen in insgesamt 50 Dörfern Aktivitäten zur Bekämpfung der Unterernährung durchgeführt werden. Ausgebildete Growth Monitoring Volunteers werden in den Dörfern regelmässig die Kleinkinder untersuchen, Anzeichen von Unterernährung registrieren und, falls nötig, Kinder mit akuter Unterernährung zum Spital bringen oder die notwendigen Schritte vornehmen, damit die Kinder die richtige Behandlung erhalten. Kleinkindern, die von moderater akuter Unterernährung betroffen sind, soll mit Nahrungsergänzungsmitteln geholfen werden. Auch werden in allen Dörfern Village Child Days durchgeführt, an denen die Mütter und Kinder spielerisch auf die richtige Ernährung und die verschiedenen Massnahmen zur Verhinderung von Mangel- oder Unterernährung sensibilisiert werden. Sogenannte Lead Mothers werden zu Ernährungsberaterinnen geschult, damit sie in ihrem Dorf die Ernährung bei Müttern und Kindern überprüfen und andere Mütter auf die richtigen Ernährungs- und Zubereitungsmethoden aufmerksam machen können. Eine zusätzliche Projektkomponente beinhaltet die Erstellung von Gemüsegärten in den Dörfern und die Verteilung von Setzlingen an die Mütter. So lernen die Mütter, vitaminreiche Gemüsesorten anzupflanzen, zu ernten und richtig zuzubereiten.

 

Ihre Spende

Ersatzinhalte

 
Ersatzinhalt-Startseite-Standard-DE
 
 

Caritas Schweiz
Adligenswilerstrasse 15
Postfach
CH-6002 Luzern

 

PC 60-7000-4
IBAN CH69 0900 0000 6000 7000 4
Spenden können bei den Steuern in Abzug gebracht werden.

 

Spenden­beratung

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir beraten Sie gerne persönlich. 

MEHR