Kosovo

Nachhaltige und inklusive wirtschaftliche Entwicklung in ländlichen Gebieten

Der Kosovo ist nach wie vor eines der ärmsten Länder Europas. Ungefähr ein Drittel der Menschen lebt unter der nationalen Armutsgrenze, 10% davon in extremer Armut. Die Landwirtschaft ist eine der wichtigsten Branchen, um Einkommen zu erwirtschaften. Doch viele Bauernhöfe sind so klein, dass fast die gesamte Produktion direkt von den betreibenden Familien konsumiert wird und nicht verkauft werden kann. Mit diesem Projekt unterstützt die Caritas Bäuerinnen und Bauern dabei, mehr zu produzieren und besseren Zugang zu den Märkten zu erhalten. Das Projekt stärkt insbesondere Frauen und ethnische Minderheiten.

 

Land / Region / Ort
Kosovo


Zielgruppe
Bauern und Bäuerinnen, Verbände und Kooperativen, Akteure des Privatsektors (z.B. verarbeitende Betriebe), Ministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und ländliche Entwicklung (MAFRD) und Projektgemeinden


Mittelbedarf
3'632'879 Schweizer Franken


Projektdauer
01.03.2020 bis 28.02.2023


Projektnummer
P200017


Projektziel
Armut in der ländlichen Bevölkerung Kosovos wird durch erhöhte landwirtschaftliche Produktion und verbesserte Exportmöglichkeiten reduziert. Die Stärkung von Frauen und ethnischen Minderheiten ist integraler Bestandteil des Projekts, das auf der langjährigen Erfahrung von Caritas Schweiz in der Zusammenarbeit mit Kleinbauern und -bäuerinnen aufbaut und Wissen in den Bereichen Organisationsentwicklung, ökologischem Landbau und Zertifizierung zu Rate zieht.


Projektverantwortliche
Sandra Ege, Tel. +41 41 419 22 13, segenot shown@caritasto make life hard for spam bots.ch

 
 

Worum geht es?

Kosovo ist nach wie vor eines der ärmsten Länder Europas und steht vor immensen sozio-ökonomischen Herausforderungen. Ungefähr ein Drittel der Bevölkerung lebt unter der nationalen Armutsgrenze, 10% davon in extremer Armut. Weitere Herausforderungen sind unter anderem die Abwanderung (brain-drain, insbesondere gut ausgebildete, junge Menschen), schwache Institutionen, Diskriminierung ethnischer Minderheiten und traditionelle Geschlechterrollen. 

Die Landwirtschaft gehört zu den wichtigsten Sektoren für die Generierung von Einkommen. Jedoch ist ein Grossteil der Bauernhöfe so klein, dass fast die gesamte Produktion direkt von den betreibenden Familien konsumiert wird und nicht verkauft werden kann. Es braucht einerseits Investitionen zur Modernisierung von Material und Maschinen und andererseits technisches Know-how zur Effizienzsteigerung, Verbesserung der Produktionskapazitäten und der Produktequalität sowie verbesserte Marktzugänge. Die Massnahmen der Regierung erreichen die Kleinbauern oft nicht und die Gemeinden haben zwar bestimmte Gelder zur Verfügung, nicht aber das für effektive Unterstützung erforderliche Wissen und entsprechende Ressourcen. 

Seit über 20 Jahren fördert die Caritas Schweiz Einkommensförderung und die Schaffung von Arbeitsplätzen im Landwirtschaftssektor. Der Fokus liegt auf der Bildung und Stärkung von Produzentenorganisationen und deren Dienstleistungen für ihre Mitglieder. Produzent/innen von Beeren, Honig und Kräutern wurden bisher mit den Projekten unterstützt. Das vorliegende Projekt baut auf diesen Erfahrungen auf und konsolidiert die bisherigen Erfolge. 

 

Was tun wir?

Das übergeordnete Projektziel ist die Förderung nachhaltiger und inklusiver ländlicher Entwicklung durch die Erhöhung der Produktionskapazitäten, verbesserten Zugang zu Märkten und Organisationsentwicklung. Mit diesen Massnahmen soll die Beschäftigung innerhalb der ländlichen Bevölkerung erhöht werden.

Die Schaffung nachhaltiger und integrativer Marktsysteme in der Landwirtschaft zielt auf Einkommensschaffung bzw. -steigerung für Produzent/innen und weitere Marktakteure ab. Klimaresistente landwirtschaftliche Praktiken und ökologisch nachhaltige Dienstleistungen stimulieren die landwirtschaftliche Produktion und tragen dazu bei, bessere Exportmöglichkeiten zu schaffen (internationaler Markt für ökologisch produzierte Produkte). Dadurch wird ein signifikanter Beitrag zur Armutsbekämpfung geleistet. 

Das Projekt baut auf der langjährigen Erfahrung von Caritas Schweiz in der Zusammenarbeit mit Kleinbauern und -bäuerinnen im Kosovo auf und macht sich dabei das institutionelle Wissen in den Bereichen Kapazitäts- und Organisationsentwicklung, ökologischer Landwirtschaft und Zertifizierung, sowie der Entwicklung von Marktsystemen zunutze. Die Stärkung von Frauen hat als Querschnittsthema sowie separates Projektziel eine besondere Gewichtung. Ebenso ist die Inklusion von ethnischen Minderheiten ein weiteres Querschnittsthema des Projekts.

Um sicherzustellen, dass zusätzliches Fachwissen in den Projektantrag und die Umsetzung einfliesst, arbeitet Caritas Schweiz während der Konzeption eng mit Partnerorganisationen zusammen. Die NGO «Initiative für die landwirtschaftliche Entwicklung des Kosovo» (IADK) ist als lokaler Umsetzungspartner vorgesehen und das Forschungsinstitut für biologischen Landbau als internationaler Forschungspartner. Weitere Partner sind das kosovarische Ministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und ländliche Entwicklung (MAFRD), das kosovarische Frauennetzwerk (KWN), sowie verschiedene Produzenten- und nationale Verbände.

Das Projekt zielt darauf ab, dass die gestärkten nationalen Dachverbände und Produzentenorganisationen nach Projektende nachhaltig ihre Mitglieder bei deren Tätigkeiten begleiten und unterstützen. Verbände werden dadurch zu Projektpartnern und werden bei der Umsetzung der Aktivitäten schrittweise mehr operative und finanzielle Verantwortung übernehmen. 

Die Laufzeit des Projekts beträgt 36 Monate, davon sind die ersten 6 Monate für die Planungsphase vorgesehen. In dieser Phase sind verschiedene Studien geplant: eine Gender-Analyse und Assessments zu Marktsystemen sowie ökologischen und sozialen Aspekten. Diese Studien bilden die analytische Grundlage, auf der das Projekt konzipiert wird. 

Der geographische Fokus des Projekts wird während der Planungsphase näher definiert. Die vorgeschlagenen Gemeinden werden in die Projektentwicklung eingebunden, dabei wird auch Bereitschaft zur Kofinanzierung einzelner Aktivitäten geprüft. Mit den Dachverbänden als Partnern und Aktivitäten mit dem Landwirtschaftsministerium entfaltet das Projekt Wirkung auch auf nationaler Ebene und kommt so über die gewählten Gemeinden hinaus vielen weiteren Bauern und Bäuerinnen im Kosovo zugute. 

Zu den Zielgruppen gehören 1000 Bauern und Bäuerinnen, insbesondere auch von ethnischen Minderheiten, lokale und nationale Verbände, Kooperativen, weitere Marktakteure (z.B. aus der Verarbeitungsindustrie), Gemeinden und das MAFRD. 

 

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