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Haiti

Kinder gehen zur Schule

Nur 33 Prozent der Kinder in Haiti schliessen die Grundschule erfolgreich ab, 200'000 Kinder haben gar keinen Zugang zur Grundschulbildung. In diesem Projekt unterstützt die Caritas sieben Schulen dabei, die Unterrichtsqualität zu verbessern und ihre Kapazitäten zu stärken. Sie setzt sich bei der Schulverwaltung für bessere Unterrichtsqualität ein, bezieht Eltern stärker in die Schule ein, stellt Lehrmittel und Schulmaterial bereit, verbessert die Infrastruktur, bietet Weiterbildungsmöglichkeiten für Lehr- und Verwaltungspersonal und führt leistungsabhängige Prämien für Lehrpersonen ein.

 

 

Land / Region / Ort
Haiti / Gemeinden Port-au-Prince, Petit Goâve, Carrefour, Gressier, Croix des Bouquets und Léogane


Zielgruppe
497 Kindergärtnerinnen und 1‘545 Schüler und Schülerinnen in 7 Schulen, 113 Personen des Verwaltungs- und Lehrerpersonals sowie 350 Eltern


Mittelbedarf
Rund 395'000 Franken pro Jahr


Projektdauer
Langfristige Kinderpatenschaft


Projektnummer
P170006


Projektziel
Marginalisierte Kinder haben Zugang zu qualitativ hochstehender Vor- und Grundschulbildung


Projektverantwortliche
Judith Binder, Tel: 041 419 23 17; jbindernot shown@caritasto make life hard for spam bots.ch


Abteilung
Afrika / Lateinamerika

 
 

Worum geht es?

Die jüngste Geschichte Haitis ist geprägt von den Auswirkungen des zerstörerischen Erdbebens im Jahr 2010 und des Wirbelsturms Matthew im Oktober 2016. Die politische Lage des Landes bleibt instabil und eine Verbesserung zeichnet sich im Moment nicht ab. Bei diesen negativen Aussichten sind die Verbesserungen im Grundschulbereich besonders erfreulich. 90 Prozent der Kinder im Grundschulalter besuchen heute eine Schule in Haiti. Zugang zu Grundschulbildung für besonders marginalisierte Gruppen, die in ländlichen Gebieten wohnen, ist jedoch weiterhin nicht selbstverständlich: 200'000 Kinder haben immer noch keinen Zugang zu einer Grundschulbildung.

In den Jahren nach dem Erdbeben war die Wiederherstellung des Schulangebots ein zentraler Punkt bei zahlreichen Wiederaufbauprojekten im Bereich Bildung. In fünf Gemeinden im West Departement engagierte sich Caritas Schweiz, in enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnern, im Wiederaufbau von fünf katholischen Schulen, welche während dem Erbeben zerstört worden waren. Die neuen Gebäude wurden im Jahr 2013 bezogen und hielten dem Wirbelsturm Matthew alle Stand. Einzig in einer Schule, die in der neuen Projektphase weiter unterstützt wird, entstanden geringfügige Schäden.

Der Wiederaufbau trug zwar dazu bei, die Bildungschancen in den Gemeinden zu erhöhen, reicht allerdings nicht aus, um das Ziel einer qualitativ guten Grundschulbildung zu erreichen. Die grösste Herausforderung ist, einerseits, die Qualität des Unterrichts zu erhöhen und andererseits die Eltern und Kinder von der Wichtigkeit einer Grundschulbildung zu überzeugen. Dies ist besonders wichtig, da zurzeit nur 33% der Kinder in Haiti erfolgreich eine Grundschulbildung beenden.

Caritas Schweiz unterstützt in diesem Projekt deshalb sieben katholische Schulen ihre institutionellen Kapazitäten zu stärken und die Qualität des Unterrichts für die Kinder zu verbessern.

 

Was tun wir?

Das Projekt konzentriert sich auf sieben Schulen in den Gemeinden Port-au-Prince, Petit Goâve, Carrefour, Léogane, Gressier und Croix des Bouquets. Aktivitäten in den Bereichen Mobilisierung aller Akteure für einen qualitativ hochwertigen Unterricht, der Verbesserung von Lehr- und Lernprozessen sowie einer Professionalisierung des Schulmanagements sind vorgesehen. Ziel ist es, die Schulen mit den notwendigen organisatorischen, materiellen sowie personellen Ressourcen auszustatten, damit sie den Schülern und Schülerinnen nachhaltig eine qualitativ gute Ausbildung bieten können, und dass diese ein geteiltes Ziel von Eltern, SchülerInnen, Schulverwaltung und Lehrerschaft wird. Konkret sind drei mittel- bis langfristige Resultate oder Veränderungen mit diesem Ziel verknüpft.

Eine der erwarteten Veränderungen betrifft die Wichtigkeit, welche der Qualität des Unterrichts beigemessen wird. Das Projekt unterstützt Eltern, Lehrerschaft und Schulverwaltung in der Realisierung von konkreten Verbesserungen des Unterrichts, mit dem Ziel, dass die Kinder die Grundschule erfolgreich abschliessen können. Diese Massnahmen haben das Ziel, die Kinder langfristig in den Schulen zu halten. Eine zweite Veränderung konzentriert sich auf die Lehrerbildung und das zur Verfügung stellen von Lehr- und Lernmaterial. Lehrpersonen profitieren von Weiterbildungsmöglichkeiten und die didaktischen Mittel der Schulen werden aufgestockt. Als Pilotversuch werden die in den Schulen integrierten Kindergärten ebenfalls für Ausbildungsmassnahmen und der Versorgung mit Lernmaterial berücksichtigt. So soll die Grundlage für den Schulerfolg in der Primarschule bereits im Kindergarten gelegt werden. Das dritte Resultat des Projekts betrifft die Stärkung der Kapazitäten der Schulverwaltung in Bezug auf die Strategieentwicklung, der Planung ihrer finanziellen und personellen Ressourcen sowie dem Monitoring der pädagogischen Ziele.

Diese Resultate werden unter anderem durch folgende Aktivitäten erreicht:

  • der Bildung von Komitees zur Schulentwicklung in denen Eltern, Lehrerschaft und Schulverwaltung gemeinsam Verbesserungen an ihren Schulen erarbeiten und diese verpflichtend in jährlichen Schulentwicklungsplänen festhalten;
  • der Fürsprache bei der Schulverwaltung um sich stärker für die Qualität des Unterrichts einzusetzen;
  • dem stärkeren Einbezug der Eltern durch Bildungsmassnahmen und Abklärungen hinsichtlich ihrer sozio-ökonomischen Lage. Die Eltern sollen den Wert einer Grundausbildung verstehen und gemäss ihren Möglichkeiten ihren Beitrag mittels Schulgeldern leisten;
  • dem Angebot von Weiterbildungsmöglichkeiten für Lehr- und Verwaltungspersonal;
  • der Verbesserung der Infrastruktur der Schulen basierend auf Bedarfsabklärungen und Machbarkeitsstudien;
  • dem Bereitstellen von Lehrmitteln und Schulmaterial für den individuellen und allgemeinen Gebrauch;
  • leistungsabhängiger Prämienzahlungen für LehrerInnen;
  • der Bereitstellung technischer Unterstützung für die Schulverwaltung um das Erreichen der Lernziele und die personellen Ressourcen besser zu steuern;
  • der regelmässigen Überwachung der Qualität des Unterrichts.
 

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