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Brasilien

Hilfe für Strassenkinder und gefährdete Kinder

Jeden Tag werden auf Brasiliens Strassen 14 Kinder und Jugendliche getötet. Das sind jährlich 5000 tragische Opfer der Armut. Bandenkriminalität, Prostitution, Drogen und Polizeigewalt gehören zum Alltag ungezählter Strassenkinder. Caritas bietet ihnen Zuflucht und versorgt sie mit Essen, Unterkunft und Medizin. Sie erhalten Nachhilfeunterricht, Berufsbildungen, Freizeitangebote und Unterstützung bei der Arbeitssuche. Mit gezielten Massnahmen stärkt Caritas gefährdete Kinder, damit sie nicht auf der Strasse landen und setzt sich politisch für die Rechte der Kinder ein.

 

Land/Region/Ort
Drei Projekte in Rio de Janeiro, Recife und im Norden/Nordosten des Landes


Zielgruppe
1800 Kinder und Jugendliche in Rio de Janeiro, 650 Kinder und Jugendliche in Recife, 400 Kinder im Norden/Nordosten von Brasilien


Mittelbedarf
Rund 597'000 Franken pro Jahr


Projektdauer
Langfristige Kinderpatenschaften


Projektnummer
P170004 (Rio de Janeiro), P160029 (Recife) und P170010 (Norden/Nordosten)


Projektziel
Strassenkinder werden von der Strasse geholt und erhalten Schutz und die Chance auf eine Ausbildung. Die Lebenssituation von gefährdeten Kindern und Jugendlichen und ihrer Familien wird verbessert, damit die Kinder nicht auf der Strasse landen.


Projektverantwortliche
Esther Belliger, Tel: +41 41 419 24 41, ebelligerto make life hard for spam bots@to make life hard for spam botscaritasto make life hard for spam bots.ch


Abteilung
Afrika/Lateinamerika

 
 

Worum geht es?

Brasilien hat sich in den vergangenen Jahren in Bezug auf Lebensstandard, Bildungsniveau und Infrastruktur stark entwickelt. Von der positiven Entwicklung der Wirtschaft in Brasilien haben jedoch längst nicht alle Bevölkerungsgruppen profitiert. Millionen von Menschen leben in Slums, ein Drittel der Bevölkerung lebt in Armut.

Jeden Tag werden auf Brasiliens Strassen 14 Kinder und Jugendliche getötet. Das sind jährlich 5000 tragische Opfer der Armut. Die brasilianische Gesetzgebung sichert Kindern zwar einen vollumfänglichen Schutz zu und garantiert das Recht auf Gesundheit, Bildung, Berufsbildung, Ernährung und Freiheit. Kinder sollten vor Diskriminierung, Unterdrückung, Gewalt und Ausbeutung geschützt sein. In Wirklichkeit sind Kinder und Jugendliche jedoch Gewalt, Kinderarbeit und Kinderhandel ausgesetzt. Viele bleiben von der Gesellschaft ausgeschlossen. Sie verlassen vorzeitig die Schule und der Eintritt ins Berufsleben ist ihnen verwehrt. Verwicklungen in Drogengeschäfte, Bandenkonflikte und Prostitution sind die Folge. Die Gefahr, auf der Strasse zu landen, ist gross, viele schaffen es nicht, einen Weg aus der Abwärtsspirale zu finden.

 

Was tun wir?

Caritas Schweiz unterstützt zusammen mit ihren Partnerorganisationen São Martinho, Caritas Brasilien und der Grupo Ruas e Praças (GRP) seit vielen Jahren Kinder und Jugendliche, die in einem Umfeld von Gewalt und Ausgrenzung aufwachsen müssen oder auf der Strasse leben.

Hilfe für Strassenkinder in Rio de Janeiro
São Martinho unterstützt jährlich rund 1800 Kinder und Jugendliche, die bereits auf der Strasse leben oder Gefahr laufen, auf der Strasse zu landen. Im Zentrum von São Martinho erhalten die Strassenkinder eine Mahlzeit, eine Dusche, medizinische Hilfe und juristischen Beistand. Ein breites Angebot von Freizeitaktivitäten bietet ihnen eine sinnvolle Beschäftigung. Kinder mit schulischen Problemen erhalten Stützunterricht und gemeinsam pflegen die Kinder einen grossen Gemüsegarten. Ziel ist es, dass Kinder, die bereits auf der Strasse leben, in ihre Familien zurückkehren. Im Projekt «Integration in den Arbeitsmarkt» werden Jugendliche auf eine zukünftige Anstellung vorbereitet und an Privatfirmen vermittelt, wo sie eine Anlehre machen können.

Hilfe für Kinder im Norden und Nordosten von Brasilien
Zwischen sechs und achtzehn Jahre alt sind die Kinder und Jugendlichen aus ärmsten Verhältnissen, die Caritas mit verschiedenen Aktivitäten in Bildung und Freizeit vor dem Gang auf die Strasse bewahrt. Bei Tanz, Theater, Sport, Musik oder Handwerk erleben sie unbelastete Momente der Freude und Freundschaft. Bei schulischen Problemen erhalten sie Unterstützung, Jugendliche werden beim Einstieg in die Berufswelt oder in weiterführende Schulen begleitet. Von grosser Bedeutung ist die Kinderrechtsarbeit. Wenn Gewalt gegen Kinder bekannt wird, werden die Fälle dokumentiert und die Projektverantwortlichen gehen den Vorkommnissen nach. Caritas mobilisiert die Öffentlichkeit gegen Gewalt und sexuelle Ausbeutung von Kindern und stärkt sie dabei, selbst für ihre Rechte einzustehen.

Hilfe für Kinder in Recife
Auf den einschlägigen Strassen und Plätzen suchen die Streetworker der Grupo Ruas e Praças die Strassenkinder auf und motivieren sie, ins Zentrum zu kommen, wo sie in einer geschützten Umgebung duschen, schlafen und etwas essen können. Die Kinder haben auch die Möglichkeit, an verschiedenen Freizeitangeboten teilzunehmen. Im Gespräch helfen die Fachleute den Kindern, ihre Situation zu überdenken und Schritte aus dem Dasein auf der Strasse hinaus zu tun. Sie helfen Jugendlichen, damit sie einen Einstieg in das Arbeitsleben finden.

 
 

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