Navigation mit Access Keys

 
Bolivien

Hilfe für Mädchen, die auf der Strasse leben

In der Stadt El Alto vor den Toren der Hauptstadt La Paz konzentriert sich das soziale Elend. Zwischen sechs und achtzehn Jahre alt sind die 240 Mädchen, um die sich Caritas hier kümmert. Sie lebten als Strassenkinder auf der Strasse oder haben zuhause massive Gewalt erfahren. Im Zentrum «Fraternidad» erhalten Strassenkinder und im Zentrum «Minka» Gewaltopfer Unterkunft und Betreuung, professionelle psychologische Hilfe, Nachhilfeunterricht oder eine Ausbildungsmöglichkeit.

 

Land/Region/Ort
Bolivien, El Alto


Zielgruppe
240 Mädchen, die auf der Strasse leben oder zuhause Gewalt erfahren haben


Mittelbedarf
Rund 100‘000 Franken pro Jahr


Projektdauer
Langfristige Kinderpatenschaft


Projektnummer
P160026


Projektziel
Hilfe für Strassenkinder und Gewaltopfer, Prävention von Gewalt gegen Kinder


Projektverantwortlicher
Esther Belliger, Tel: +41 41 419 24 41, ebelliger@caritas.ch


Abteilung
Afrika / Lateinamerika

 
 

Worum geht es?

Bolivien ist trotz der zahlreichen Bodenschätze immer noch eines der ärmsten Länder Lateinamerikas. Die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 18 Jahre. 70 Prozent aller Kinder und Jugendlichen leben unter der Armutsgrenze. Der Klimawandel bedroht die Existenz von Kleinbauernbetrieben. Die zunehmende Verarmung hat eine Landflucht und ein starkes, unkontrolliertes Wachstum von Städten wie El Alto zur Folge. Hier leben mehr als zwei Millionen Menschen. Die Lebensbedingungen vieler Menschen sind prekär. Der Konsum von billigstem Industriealkohol, Gewalt, familiäre Zerrüttung und die Vernachlässigung von Kindern sind weit verbreitet.

Staatlichen Studien zufolge sind in El Alto mehr als 80 Prozent der Minderjährigen von Gewalterlebnissen betroffen, die Zahl der Strassenkinder wird auf 1500 geschätzt.

 

Was tun wir?

Mit Unterstützung von Caritas betreibt die Organisation ENDA zwei Einrichtungen: Das Zentrum «Fraternidad» für Mädchen, die auf der Strasse leben sowie das Zentrum «Minka» für Mädchen, die zu Hause Gewalt erfahren haben. Beide Zentren bieten Schutz, Betreuung, Versorgung und Unterkunft für rund 120 Mädchen und junge Frauen im Alter von sechs bis achtzehn Jahren. Die Arbeit wird mit dem städtischen Jugendamt abgesprochen und eng koordiniert. ENDA ergänzt mit seinen Aktivitäten das mangelhafte Angebot der öffentlichen Hand zum Schutz der Mädchen. Wenn die Voraussetzungen gegeben sind, werden die Eltern der Mädchen in die Massnahmen mit einbezogen, wird die Reintegration in das familiäre Umfeld vorbereitet. Zusätzlich betreibt ENDA an drei Primar- und Sekundarschulen Anlauf- und Beratungsstellen. Diese Schulsozialarbeit hilft mit, häusliche und sexuelle Gewalt zu verhindern.

 

Ersatzinhalte