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Äthiopien

Lernen für eine bessere Zukunft

In den ländlichen Gebieten von Äthiopien haben noch lange nicht alle Kinder die Chance, eine Schule zu besuchen. Zu wichtig ist ihre Arbeitskraft, zu weit sind die Schulwege, zu arm sind die Familien. 2560 Kinder können dank Caritas jedes Jahr zur Schule gehen. Besonders gefördert wird die Einschulung von Mädchen. Denn in ihren Händen liegt die Entwicklung des Landes. In «girls clubs» diskutieren sie ihre speziellen Themen. Das schafft Chancengleichheit und ist eine wichtige Massnahme im Kampf gegen die Verheiratung im Kindesalter.

 

Land/Region/Ort
Äthiopien (Tigray und Hararghe)


Zielgruppe
Jährlich rund 2560 Kinder und Jugendliche in ländlichen Gebieten


Mittelbedarf
Rund 250'000 Franken pro Jahr


Projektdauer
Langfristige Kinderpatenschaft


Projektnummer
P160056


Projektziel
Sicherstellung des Zugangs zu Grundschulbildung für jährlich rund 2560 Kinder und Jugendliche in abgelegenen, ländlichen Gebieten in Hararghe (Ost-Äthiopien) und Tigray (Nord-Äthiopien).


Projektverantwortlicher
Noemi Grossen, Tel: +41 41 419 23 27, ngrossento make life hard for spam bots@to make life hard for spam botscaritasto make life hard for spam bots.ch


Abteilung
Afrika / Lateinamerika

 

 
 

Worum geht es?

Äthiopien hat sich die Förderung der Schulbildung auf die Fahne geschrieben. In den letzten Jahren hat der Staat die Ausgaben für die Bildung auf fast 25 Prozent des Staatsbudgets gesteigert. Tausende von Grundschulen wurden gebaut. In Tigray und Hararghe leisten die katholischen Schulen einen zentralen Beitrag zum Bildungswesen.

Nicht zuletzt dank ihnen verfügt zum Beispiel der arme und abgelegene Distrikt Irob im nördlichen Tigray heute über ein gut ausgebautes Bildungssystem. Einige Schulen liegen sehr abgelegen in den Bergen und sind nur nach langen Fussmärschen erreichbar. Mehrere Kongregationen sowie die Caritas Adigrat führen in Tigray insgesamt 15 Kindergärten, 22 Primarschulen, vier Sekundarschulen, vier nicht-formale Schulprogramme sowie drei Fachschulen (Colleges). Insgesamt besuchen über 13‘000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus Bauern-, Hirten- und Kleinhändlerfamilien den Unterricht, unabhängig von ihrer Volks- oder Religionszugehörigkeit. In Hararghe sind es insgesamt 20 Schulen (14 Primarschulen, 2 Kindergärten und vier nicht-formale Schulen) für rund 8000 Kinder.

 

Was tun wir?

Caritas Schweiz unterstützt 3 Volksschulen von Caritas Adigrat (Tigray) und 6 Schulen von Caritas Hararghe (Ost-Äthiopien). Damit wird der Zugang von rund 2560 Kindern zur Grundschulbildung sicher gestellt. Durch Weiterbildungen zugunsten der Lehrpersonen wird die Qualität des Schulunterrichts gewährleistet.

Verglichen mit den staatlichen Schulen zeichnen sich die Schulen durch ihre Unterrichtsqualität, gute Leistungen der Schüler und Schülerinnen sowie durch eine gute Disziplin in den Klassenzimmern und Schulhöfen aus. Die Anzahl Schulabbrüche und Wiederholungen von Schulklassen konnte bei Knaben und Mädchen kontinuierlich verringert werden. Die Schulbeiträge sind mit CHF 1.20 und 2.50 pro Schuljahr bescheiden und auch für die ärmsten Familien tragbar.

Caritas bemüht sich seit Jahren um die Einschulung von Mädchen. So besuchten im Schuljahr 2010/2011 in den Schulen von Caritas Adigrat erstmals mehr Mädchen die Schule als Knaben. Für die Mädchen werden spezielle Stützkurse in Mathematik, Englisch und anderen Fächern nach Bedarf angeboten. Sie treffen sich in «girls clubs», in deren Rahmen spezifische Anliegen von Mädchen und jungen Frauen thematisiert werden. Im Rahmen des Schulprogramms, der Lehrerinnenfortbildung und Elternvereinigungen werden Themen behandelt, die über den obligatorischen Schulstoff hinausgehen. Menschen-, Frauen- und Kinderrechte werden diskutiert. Sensibilisiert wird beispielsweise gegen Mädchenbeschneidung und frühe Mädchenheirat. Letztere verhindert die Fortsetzung des Schulbesuchs und erhöht die Ausstiegsrate bei Mädchen in oberen Klassen. Die sinkenden Schulabbruchsraten von Mädchen in den höheren Stufen sind Ausdruck des Erfolges dieser Bemühungen. 

Die weite Verbreitung von HIV/AIDS und Geschlechtskrankheiten ist im Zusammenhang mit den militärischen Truppen im Grenzgebiet zu Eritrea eines der grossen Gesundheitsprobleme der Region. Aus diesem Grund wird die Sensibilisierung an Schulen und von Dorfgemeinschaften als zentral erachtet. Diese Aktivität wird von der HIV/AIDS-Einheit der Caritas an den Schulen geleistet sowie von HIV/AIDS-Clubs, welche von Schülern und Schülerinnen gegründet wurden.

 
 
 

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