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Kleiderzentrale

Gut 100'000 Tonnen Textilien kaufen Schweizerinnen und Schweizer jährlich, 45'000 Tonnen geben sie als Secondhand-Kleider weiter. In ihrer Kleiderzentrale in Waldibrücke (LU) sortiert Caritas Schweiz Kleider aus zweiter Hand und leistet damit Nothilfe, Arbeitsintegration und Umweltschutz zugleich.

 

Seit 1970 betreibt Caritas Schweiz eine Kleiderzentrale, in der jährlich rund 650 Tonnen Kleider sortiert werden. Sie stammen aus Sammelcontainern in Luzern und Umgebung oder werden direkt bei der Kleiderzentrale abgegeben. Verschiedene Modehäuser unterstützen die Kleiderzentrale, indem sie ihr Restposten und überschüssige Textilien zukommen lassen. 

Ein Teil der gesammelten und sortierten Kleider kommt dem Laden der Kleiderhilfe zugute. Dort können Menschen mit kleinem Budget beim Vorweisen einer Rabattkarte, des IV-Ausweises oder der KulturLegi günstig einkaufen. Jährlich kleidet die Kleiderzentrale so hunderte von Menschen ein. Viele Familien, die in prekären Verhältnissen leben, sind darauf angewiesen, dass sie zu günstigen Preisen Kleider beziehen können. 

Daneben betreibt die Kleiderzentrale einen Secondhand- und Fasnachtsladen. Er ist für alle Personen offen. Der Erlös fliesst in soziale Projekte von Caritas Schweiz.

Was nicht den hohen Qualitätsstandards entspricht, wird entweder industriell verwertet oder entsorgt. Die verwertbaren Kleider setzt die Caritas zum einen für die Katastrophen- und Nothilfe im Ausland ein, zum anderen gibt sie sie an Asylsuchende, Flüchtlinge und verschiedene andere Caritas-Läden ab.

Neben dem professionellen Stammpersonal arbeiten in der Kleiderzentrale Menschen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Stelle finden. Insbesondere können Asylsuchende in einem Beschäftigungsprogramm wichtige Erfahrungen sammeln.

Die Wiederverwertung der Kleider kommt nicht nur Menschen mit kleinem Budget zugute. Die Kleiderzentrale leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Ökologie und Nachhaltigkeit: Was mehrfach verwertet wird, gelangt nicht in die Kehrichtverbrennung und somit nicht als Schadstoff in die Umwelt. 

 

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