Hilfe für Flüchtlinge in Syrien

Hilfe für Flüchtlinge in Syrien

Mehr als 11 Millionen Menschen aus Syrien sind auf der Flucht, etwa die Hälfte davon sind Kinder. Caritas Schweiz leistet seit 2012 Nothilfe und langfristige Unterstützung in einem Umfang von 18 Millionen Franken in Jordanien, Syrien, im Libanon und im Nordirak.

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Mädchenbeschneidung

Mädchenbeschneidung ist eine schwere Körperverletzung, die in der Schweiz unter Strafe steht. Doch um Mädchenbeschneidung zu verhindern, braucht es mehr als ein Verbot. Caritas leistet zusammen mit Migrantinnen und Migranten Sensibilisierungsarbeit.

Mädchen

In der Schweiz leben rund 15 000 Frauen aus Ländern, in denen Mädchenbeschneidung praktiziert wird. Über die Hälfte dieser Frauen leidet an den physischen, psychischen und sozialen Folgen der Verstümmelung ihrer Geschlechtsorgane. Und unzählige Mädchen sind davon bedroht.

Die Beweggründe für eine Beschneidung sind unterschiedlich, die Argumente und Überzeugungen vielfältig. Den betroffenen Familien in der Schweiz gelingt es oft nicht alleine, eine differenzierte Auseinandersetzung zu führen und sich gegen die Tradition zu stellen. Präventionsbemühungen erreichen sie kaum, soziale Isolation, Berührungsängste und fehlendes Vertrauen verhindern das. Hebammen, Ärzte und Sozialbehörden verfügen meist über zu wenig Erfahrung, um die nötige medizinische, psychologische und rechtliche Hilfe zu leisten.

Seit dem 1. Juli 2012 ist Genitalbeschneidung in der Schweiz verboten. Untersagt sind jegliche Formen der Mädchenbeschneidung, auch wenn diese im Herkunftsland vorgenommen wird. Ein Verbot allein schützt die Mädchen jedoch nicht, es braucht Präventionsmassnahmen in den Gemeinschaften.

Caritas bringt deshalb die betroffenen Familien mit vertrauensvollen Gesprächspartnerinnen und Anlaufstellen zusammen. Über 40 Migrantinnen, die von Caritas begleitet werden, leisten in ihrem Umfeld Sensibilisierungsarbeit zum Thema. Mit viel Geduld und Respekt schaffen sie bei den Müttern, Vätern, Mädchen und jungen Frauen die notwendige Vertrauensbasis für ein Gespräch über Kultur, Traditionen, Menschenrechte und die dramatischen Folgen der Mädchenbeschneidung. Die aktiven Migrantinnen und auch Migranten haben eine hohe Akzeptanz bei den Betroffenen.

Caritas berät zudem Fachpersonen und Institutionen rund um die Prävention von Mädchenbeschneidung. Sie vermittelt Hintergrundinformationen und leitet, wenn nötig, Hilfesuchende an erfahrene Hebammen oder Gynäkolog/innen weiter.

Caritas Schweiz ist aktiv tätig in der Nationalen Arbeitsgruppe gegen weibliche Genitalbeschneidung (AG FGM).