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Hilfswerksvertretung

In einem Asylverfahren werden Asylsuchende durch das Staatssekretariat für Migration (SEM) zu ihren Fluchtgründen befragt. Die Abklärungen bilden die Grundlage für den Asylentscheid. Das Asylgesetz bestimmt, welche Anhörungen im Beisein einer Vertretung eines anerkannten Hilfswerks stattfinden müssen.

 

In den Empfangs- und Verfahrenszentren in Kreuzlingen, Thurgau und Altstätten, St. Gallen übernehmen Mitarbeitende von Caritas Schweiz den Beisitz bei den Anhörungen der Asylsuchenden durch das Bundesamt für Migration.

Die Rolle von Caritas Schweiz und allgemein der Hilfswerksvertretungen ist bei den Anhörungen neutral, es bestehen für sie keine Parteirechte. Ihre Aufgabe ist es vielmehr, für eine spannungsfreie Atmosphäre zu sorgen und die Abklärung des asylrelevanten Sachverhalts sowie allfälliger Wegweisungshindernisse sicherzustellen. Die Hilfswerksvertretungen achten auf die Einhaltung sämtlicher Verfahrensregeln und die korrekte Protokollierung der Anhörung. Bei Bedarf können sie Zusatzfragen stellen oder auf Mängel hinweisen. Ebenso können sie weitere Abklärungen oder eine Zusatzbefragung anregen.

Über jeden Fall wird ein Kurzbericht zu Händen des Hilfswerks verfasst, der eine Einschätzung der Glaubwürdigkeit und des Gesuchs auf der Basis des Asylrechts beinhaltet.

Gute Kenntnisse der gesetzlichen Grundlagen sowie der aktuellen Menschenrechtssituationen in den Herkunftsstaaten der Asylsuchenden sind dabei unabdingbar.

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