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Durch berufliche Integration Armut bekämpfen

Beobachtungen der Caritas zur Armutspolitik 2017

 

Armut in der Schweiz ist kein Tabuthema mehr. Dennoch fehlt hierzulande ein nationales Monitoring,das die Armutssituation systematisch analysiert und die dringlichen Handlungsfelder benennt. Caritas erstattet deshalb bereits zum sechsten Mal in Folge Bericht zu einem armutspolitischen Thema, dieses Jahr zur beruflichen Integration. Arbeit ist ein zentrales Element im Kampf gegen Armut. So haben Erwerbstätige ein markant geringeres Armutsrisiko. Der nachhaltigen beruflichen Integration kommt im Kampf gegen Armut also eine zentrale Rolle zu. Zahlreiche Akteure engagieren sich in diesem Bereich, wobei die Kantone eine Schlüsselposition einnehmen. Caritas hat die Kantone deshalb nach ihrem Engagement in der beruflichen Integration befragt.Die Analyse zeigt: Das strategische Engagement in der beruflichen Integration unterscheidet sich stark zwischen den Kantonen. Nur in sechs Kantonen liegen derzeit kantonale Strategien zur beruflichen Integration vor. Meist fokussieren diese ausschliesslich auf die (Wieder-) Eingliederung von Erwerbslosen, insbesondere von jungen Erwachsenen, Langzeitarbeitslosen oder Migrantinnen und Migranten. Die zur beruflichen Integration notwendigen Rahmenbedingungen wie die Besserstellung von "Working Poor" oder die Verbesserung der Möglichkeit, Beruf und Familie zu vereinbaren,werden von den Kantonen oft nicht in den Blick genommen.Sechs Kantone haben strategische Ansätze zur beruflichen Integration, besitzen also Armutsberichte und / oder definieren entsprechende Ziele in der Legislaturplanung. Die restlichen 14 Kantone verfügen mit der Interinstitutionellen Zusammenarbeit und den kantonalen Integrationsprogrammen nur über Basisstrukturen. Will man das Potenzial - Armut durch Erwerbsarbeit zu bekämpfen - ausschöpfen, braucht es kantonale Strategien zur beruflichen Integration, welche auf Situationsanalysen beruhen, Ziele definieren, Massnahmen daraus ableiten und regelmässig auf ihre Wirkung geprüft werden. Ein armutspolitischer Blick garantiert,dass neben der (Wieder-) Eingliederung auch grundlegende Arbeits- und Rahmenbedingungen in den Blick genommen werden. Altersunabhängige qualifizierende Aus- und Weiterbildung sowie Fragen der sozialen Integration werden im Zuge der Digitalisierung immer zentraler.

 

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  • Armutsmonitoring 2017: Durch berufliche Integration Armut bekämpfen
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    Armut in der Schweiz ist kein Tabuthema mehr. Dennoch fehlt hierzulande ein nationales Monitoring, das die Armutssituation systematisch analysiert und die dringlichen Handlungsfelder benennt. Caritas erstattet deshalb bereits zum sechsten Mal in Folge Bericht zu einem armutspolitischen Thema, dieses Jahr zur beruflichen Integration. Arbeit ist ein zentrales Element im Kampf gegen Armut. So haben Erwerbstätige ein markant geringeres Armutsrisiko. Der nachhaltigen beruflichen Integration kommt im Kampf gegen Armut also eine zentrale Rolle zu. (Juni 2017) Download

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