Syrienkrieg

Die Verpflichtung der Schweiz, mehr für die Syrerinnen und Syrer zu tun

Seit zehn Jahren dauert der Syrien-Konflikt an. Ein Ende ist nicht in Sicht. Was kann die Schweiz tun? Auch wenn die Situation ausweglos erscheint, darf die Schweiz die Hände nicht in den Schoss legen, sondern muss aktiv Unterstützung anbieten – in der Schweiz, aber auch in der Krisenregion.

 

Innenpolitisch: Vorläufig aufgenommene Syrerinnen und Syrer als Flüchtlinge anerkennen

Insgesamt leben nach zehn Jahren Krieg in Syrien rund 20 000 Menschen aus Syrien in der Schweiz. Beinahe die Hälfte von ihnen – nämlich 8500 Menschen – hat keinen Flüchtlingsstatus erhalten, sondern sie sind in der Schweiz lediglich «vorläufig aufgenommen». Dies, obwohl schon früh absehbar war, dass die Geflüchteten für lange Zeit oder nie wieder in ihre Heimat zurückkehren können. Eine vorläufige Aufnahme bedeutet für sie schlechtere Aussichten auf eine Wohnung und eine geeignete Arbeit und erschwert ihre Integration. Um ihre Voraussetzungen zu verbessern, fordert Caritas vom Bundesrat, dass die 8500 Personen möglichst rasch als Flüchtlinge anerkannt werden. Wo engste Familienmitglieder auseinandergerissen wurden, sollen Familienzusammen­führungen durch humanitäre Visa ermöglicht werden. Zudem soll sich die Schweiz stärker für sichere Fluchtwege einsetzen und die Aufnahme von Resettlement-Flüchtlingen erhöhen.

Aussenpolitisch: Humanitäres Engagement der Schweiz erhöhen

Die internationale Gemeinschaft muss sich verstärkt für dauerhaften Frieden und den Wiederaufbau einsetzen. Bis dahin braucht es eine funktionierende humanitäre Hilfe für die Menschen in der Krisenregion. Nothilfe allein greift aber zu kurz, denn die vom Krieg gebeutelte Bevölkerung braucht Perspektiven in Form von mittel- und langfristiger Entwicklungshilfe. Insbesondere Investitionen in die Bildung sind eine grosse Notwendigkeit. In Syrien gibt es Kinder, welche aufgrund des Krieges die gesamte Schulzeit verpasst haben. Caritas fordert vom Bundesrat zusätzliche Mittel im Bereich der Humanitären Hilfe und der langfristigen Entwicklungshilfe.

 
 
 
 
 

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