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Julito: «Ich weiss jetzt, dass ich etwas kann»

Der Armutskreislauf hatte Julito aus den Philippinen fest im Griff: Nachdem seine Familie kein Geld mehr hatte, um ihm den Abschluss der Schulausbildung zu ermöglichen, blieben ihm nur Gelegenheitsjobs. Die Hoffnungslosigkeit nagte an seinem Selbstbewusstsein. Jetzt ist er stolz darauf, seine Mutter, seinen arbeitslosen Bruder und sich selbst ernähren zu können.

 

Julito Villacarlos kann sich nicht daran erinnern, jemals nicht arm gewesen zu sein. Lange war für ihn klar: Er würde sich als Fischer oder Handlanger durchschlagen müssen. Doch dann kam die Chance auf ein praktisches Berufstraining auf dem Bau. Das ist Julitos Geschichte:

 
 

Berufsbildung schafft Stolz und Selbstbewusstsein, sodass die Menschen für ihr Recht auf Arbeit einstehen können

Potenzielle Arbeitgeber trauen Menschen, die aus armen Familien kommen und keinen Abschluss haben, wenig zu. Und wie Julito trauen sich die Menschen oft auch selbst kaum etwas zu: Sie sind aufgewachsen mit dem Bewusstsein, dass man hart arbeitet und trotzdem nicht weiterkommt. Obwohl Julito für seine Lernfortschritte sehr gelobt wurde, war er sich nicht sicher, ob er an der TESDA-Prüfung teilnehmen möchte: «Es könnte herauskommen, dass ich meine Arbeit nicht gut mache. Davor habe ich Angst».

Ein landesweit anerkanntes Berufszertifikat wie TESDA erhöht nicht nur die Jobchancen, weil es technische Fähigkeiten ausweist. Es zeigt den Absolventinnen und Absolventen auch, dass sie bereits etwas erreicht haben. Sie haben einen Beruf gelernt. Auch das ist eine wichtige Funktion von niederschwelliger Berufsbildung in armen Ländern: Sie befähigt die Menschen dazu, an sich zu glauben und sich selbst aktiv einzusetzen – wie beispielsweise im Rahmen einer Gewerkschaft wie der Construction Workers Solidarity – für eine bessere Zukunftsperspektive. 

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