Libanon

Überleben, wenn das Land zerfällt

Die Menschen im Libanon versinken in Armut. Selbst die grundlegendsten Dinge wie Lebensmittel, Medikamente oder Kleider sind unerschwinglich geworden. Jeden Tag kämpfen sie ums Überleben. Sie brauchen jetzt unsere Hilfe!

 
«Ich mache mir solche Sorgen um die Zukunft meiner Kinder.» Der Taxifahrer Youssef Ghanem kann die Schulgebühren für seine Söhne nicht mehr bezahlen.
Christine al-Haddad (links) verzweifelt an den Spital- und Medikamentenkosten für ihre Mutter und ihren kranken Ehemann. «Meine 16-jährige Tochter schämt sich sehr. "Wir sind jetzt arm", sagt sie.»
«Die Stromkosten verschlingen fast drei Viertel meines Lohns.» Trotz gutem Job kann sich die alleinerziehende Mona al-Barsha das Nötigste nicht mehr leisten.
Seine Familie hat gerade ein Dach über dem Kopf - für den aus Syrien geflohenen Bauarbeiter Abbas Shadid keine Selbstverständlichkeit. «Ich bin so froh, dass ich dank der Caritas nun die Miete pünktlich bezahlen kann.»
 

Plötzlich kostet alles 10-mal mehr

Stellen Sie sich vor, alles – vom Brot über Medikamente bis hin zum Benzin – kostet zehnmal mehr als noch vor zwei Jahren. Und die Preise steigen weiter ins Unermessliche. Doch Ihr Einkommen ist gleich hoch geblieben.

So geht es den Menschen im Libanon. Menschen wie Youssef Ghanem, Mona al-Barsha, Christine al-Haddad oder Abbas Shadid*. Die Preisexplosionen und der Währungsverfall bringen sie in grosse Not. Jeden Tag beginnt das Rechnen von Neuem: Wie überleben wir heute? Sie sparen, wo sie nur können, und trotzdem reicht es nicht: Sie rationieren Mahlzeiten, reduzieren die Strom-Nutzung - auch Elektrizität ist horrend teure Mangelware geworden - verzichten manchmal gar auf lebenswichtige Medikamente. Letzte Wertsachen werden verkauft, sie verschulden sich. «Man versucht, sich gegenseitig zu helfen», sagt Youssef. Aber es geht allen gleich in dem Land, das in einer der tiefsten Krisen seiner Geschichte steckt.

Die Menschen aus dem Libanon brauchen jetzt uns.

 
 

Ihre Spende

 

So hilft die Caritas - mit Ihrer Unterstützung

  • Schutzbedürftige Familien erhalten Bargeld­zahlungen, damit sie ihre Grundbedürfnisse decken können. 
  • Die Caritas hilft Menschen in akuten medizinischen Notlagen, Spitalkosten zu bezahlen und leistet psychologische Betreuung.
  • Durch die Renovierung von Sozialwohnungen werden günstiger Wohnraum und gleichzeitig befristete Jobmöglichkeiten geschaffen.
  • Die Caritas unterstützt Jugendliche dabei, trotz Krise in der Arbeitswelt Fuss zu fassen und ein Einkommen zu erwirtschaften

 

Bitte helfen Sie mit, die Not von Familien wie denjenigen von Youssef, Mona, Christine und Abbas zu lindern. Herzlichen Dank für Ihre Grosszügigkeit.

 

Ein Land vor dem Kollaps

Wie konnte es so weit kommen? Die Gründe sind vielschichtig. Der Libanon muss 1,5 Millionen syrische Flüchtlinge in den Arbeits- und Wohnungsmarkt integrieren. Im Oktober 2019 erfasst eine schwere Finanz- und politische Krise das Land. Die Corona-Pandemie und die Explosion im Hafen von Beirut im August 2020 verschlimmern die Lage weiter.

Heute leben über drei Viertel der Bevölkerung in Armut. Der Libanon zerfällt. Die Regierung kann die Versorgung des Landes nicht mehr sicherstellen. Und ein Ende der Abwärtsspirale ist nicht in Sicht.

Umso wichtiger ist es, dass wir mit konkreter humanitärer Hilfe dazu beitragen, dass die Menschen nicht verzweifeln. Dass sie ihre Grundbedürfnisse decken und sich trotz allem mittelfristig Perspektiven aufbauen können.

 
 

Video: Youssef Ghanem erzählt

 

Auf einen Blick: Caritas-Projekte im Libanon

 

Caritas Schweiz im Libanon

Seit 2012 engagiert sich Caritas Schweiz mit Unterstützung ihrer Spenderinnen und Spender im Rahmen ihrer Hilfe für die Betroffenen des Syrienkriegs im Libanon. Dabei kamen die Projekte stets sowohl Syrerinnen und Syrern als auch schutzbedürftigen Libanesinnen und Libanesen zugute. Das ist heute umso wichtiger, um die zunehmende Konkurrenz um Unterstützungsleistungen nicht zu verstärken. Dabei verbinden wir kurzfristige Nothilfe mit langfristigeren Ansätzen, um Armut nachhaltig zu bekämpfen.

 

* Alle Namen geändert.

 

Mehr Infos

 
 
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