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Kinderarmut in der Schweiz überwinden

Jedes 8. Kind ist in der reichen Schweiz von Armut betroffen oder bedroht. Kinder sind unsere Zukunft. Caritas Schweiz findet, dass es uns endlich gelingen muss, Kinderarmut zu überwinden. 

 

Was möchten sie später für einen Beruf lernen? Können sie sich Teppiche zuhause leisten? Wie feiern sie Weihnachten? Moritz, Ava, Fiorella, Juri und 13 andere Kinder haben sich gefragt, wie es armutsbetroffenen Kindern geht: 

 
 
Filme von Lena Mäder (Luzern) mit Anika, Ava, Fiorella, Giulia, Julius, Juri, Luna, Mateja, Mia Lou, Moritz, Naemi, Natalia, Nicholas, Olivia, Sol, Stella, This, Valentin und Zeyan.
 
 

«Ich glaube, man merkt den Kindern nicht an, dass sie arm sind», sagt Moritz. Er hat recht: Kinderarmut ist in der Schweiz oft nicht sichtbar. Und ein Thema, über das nicht viel gesprochen wird. Aber sie existiert: 76‘000 Kinder in der Schweiz sind von Armut betroffen, weitere 188‘000 leben nur knapp oberhalb der Armutsgrenze.

Diese Kinder müssen nicht nur auf vieles verzichten, sondern sind auch sozial ausgegrenzt und haben schlechtere Bildungschancen. Frühe Förderung – ein Platz in einer Kindertagesstätte – ist häufig zu teuer oder gar nicht vorhanden. Die schlechteren Startchancen können später nicht mehr wettgemacht werden. Die Kinder bleiben oft bis ins Erwachsenenalter arm. Besonders betroffen sind Kinder alleinerziehender Eltern und Kinder von Eltern, deren Einkommen wegen eines tiefen Bildungsniveaus kaum zum Leben reicht. 

 

Gleiche Chancen für alle Kinder!

Wie kann es sein, dass Kinder in der reichen Schweiz arm sind? Mitschuld haben hohe Kinderkosten, mangelnde Möglichkeiten Beruf und Familie zu vereinbaren und lückenhafte Existenzsicherung für Kinder. Ausserdem investiert der Bund nicht genug in Kinder und Familien. Deshalb ist besonders die Politik im Kampf gegen Kinderarmut gefordert. Es braucht

  • eine Existenzsicherung für Kinder: Es gilt, schweizweit Familienergänzungsleistungen einzuführen nach dem Modell des Tessins oder der Waadt.
  • Zugang zu qualitativ guter Früher Förderung für alle Kinder. Für armutsbetroffene Familien müssen diese Angebote gratis sein.
  • Angebote für familienexterne und schulergänzende Kinderbetreuung für alle Kinder überall in der Schweiz.

In ihrem Positionspapier «Kinderarmut überwinden: Gefordert ist die Politik» zeigt die Caritas die Ursachen und Lösungsansätze im Detail auf.

Mit verschiedenen Hilfsangeboten entlastet die Caritas in der ganzen Schweiz Kinder und ihre Familien. So leistet sie einen Beitrag zu einem Land, in dem alle Kinder die gleichen Chancen haben. Erfahren Sie, was wir tun und wie Sie uns unterstützen können

 
  • Kinderarmut überwinden: Gefordert ist die Politik
    Dateiformat: pdf / 185 KB
    Positionspapier der Caritas Schweiz Download
 

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