Wie muss dem Klimawandel begegnet werden?

Antworten auf drängende Fragen zur Entwicklungszusammenarbeit - Mediendienst 09/2019

Zur Bewältigung der drohenden Klimakatastrophe braucht es zweierlei: mehr Klimaschutz und gezielte Anpassung. Mit ihrem hohen CO2-Fussabdruck pro Kopf hat sich die Schweiz zusammen mit anderen Industrieländern dazu verpflichtet, arme Länder darin stärker zu unterstützen.

Um das Klima zu schützen, müssen die Ursachen der Erderwärmung angegangen werden: mehr erneuerbare Energie und raus aus Erdöl, Kohle und anderen fossilen Energieträgern. Gleichzeitig braucht es Sofortmassnahmen, damit sich die ärmsten Menschen an das veränderte Klima anpassen können. 

Hilfswerke wie die Caritas arbeiten mit Bewohnern ländlicher Gebiete zusammen, damit die Landwirtschaft dank dürreresistentem Saatgut und geeigneten Bewässerungsmethoden ertragreich bleibt. Sie unterstützen den Bau von Küstendeichen und Wasserreservoirs, damit sich die Menschen vor Hochwasser oder Trockenheit schützen können. Sie schulen Lokalverwaltungen in einer effizienten Umweltpolitik. Und sie setzen sich für klimaneutrale, erneuerbare Technologien ein.

Und was muss in der Schweiz gegen den Klimawandel geschehen?

Die Schweiz hat das Pariser Klimaabkommen mitverhandelt und unterzeichnet. Um die Ziele zu erreichen, muss sie nun politisch handeln. Zum Beispiel mit einem griffigen CO2-Gesetz.

Leider verhindern viele Politikerinnen und Politiker derzeit eine effektive Klimapolitik. Sie stellen sich beim Verkehr gegen eine Förderung der klimaschonenden Elektromobilität. Sie lehnen eine Flugticket-Abgabe ab. Sie wollen keine Förderung von Gebäudeisolationen, um den Heizbedarf zu senken und CO2 einzusparen. Und sie wollen nichts unternehmen, dass unsere Pensionskassen und Banken ihre klimaschädlichen Investitionen in fossile Branchen zurückfahren. 

Die Lösungen liegen längst auf dem Tisch: Die Welt muss möglichst rasch aus der Kohle- und Erdölproduktion aussteigen, eine abfallfreie Kreislaufwirtschaft voranbringen und die kleinbäuerlich-ökologische Landwirtschaft fördern. 

Die Forderung nach einer derartigen Transformation ist nicht naiv. Im Gegenteil: Sie ist die einzige Chance, wie wir soziale Gerechtigkeit erreichen und gleichzeitig unsere Umwelt vor einem verheerenden Klimawandel schützen.

Aus: «Müssen wir überall helfen?», Antworten auf drängende Fragen zur Entwicklungszusammenarbeit. Diese Publikation der Caritas Schweiz findet sich auf

www.caritas.ch/eza oder kann gratis bestellt werden unter infonot shown@caritasto make life hard for spam bots.ch

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