Müssten unsere eigenen Interessen nicht stärker im Vordergrund stehen?

Antworten auf drängende Fragen zur Entwicklungs­zusammenarbeit - Mediendienst 01/2020

Die Schweiz ist ein kleines, rohstoffarmes Land. Dennoch ist die Schweiz überdurchschnittlich wohlhabend. Dies ist nur möglich, weil unser Land international stark vernetzt ist und daraus einen grossen Nutzen zieht.

Unsere Wirtschaft ist stark in globale Märkte und Wertschöpfungsketten eingebunden. Wir sind ein exportorientiertes Land. Jeder zweite Franken im Portemonnaie stammt vom Aussenhandel.

Als einer der weltweit führenden Finanzplätze und als zentrale Drehscheibe im Rohstoffhandel profitiert unsere Volkswirtschaft auch stark von Entwicklungsländern

Entwickeln sich die Länder des globalen Südens friedlich und nachhaltig, ist dies in unserem Sinne. Die Schweiz leistet ihre Internationale Zusammenarbeit nicht nur aus Solidarität, sondern auch aus wohlverstandenem Eigeninteresse.

Macht Entwicklungshilfe abhängig?

Gute Entwicklungszusammenarbeit stärkt Menschen so, dass sie ihre Lebenssituation aus eigenen Kräften verbessern können. Sie unterstützt die Menschen darin, selbst für mehr Einkommen und soziale Sicherheit und für bessere Lebensperspektiven vor Ort zu sorgen.

Hilfswerke wie die Caritas sind häufig in ländlichen Gebieten, abgelegenen Dörfern oder Slumquartieren präsent. Dadurch haben sie Zugang zu Menschen, die besonders arm und benachteiligt sind. Diesen Menschen Wege aufzuzeigen, wie sie sich selbst helfen oder Hilfe organisieren können, ist ein Kernanliegen der Entwicklungszusammenarbeit.

Aus: «Müssen wir überall helfen?», Antworten auf drängende Fragen zur Entwicklungszusammenarbeit. Diese Publikation der Caritas Schweiz findet sich auf

www.caritas.ch/eza oder kann gratis bestellt werden unter infonot shown@caritasto make life hard for spam bots.ch

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