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Kann man einen See am Verschwinden hindern?

Klimawandel: Das Austrocknen der Feuchtgebiete in der Sahelzone stellt eine grosse Gefahr dar - Mediendienst 11/2018

Die Feuchtgebiete in der Sahelzone sind für die lokale Bevölkerung und die heimischen Tier- und Pflanzenarten regelrechte Oasen. Doch die Folgen nicht nachhaltiger Anbaumethoden und der Klimawandel stellen eine erhebliche Gefahr dar. Caritas berät die Bevölkerung am Wegnia-See in Mali und hilft ihr, ihre Ressourcen zu schonen und gleichzeitig ihr Einkommen zu steigern.

Gemäss Wetland International ist die Gefährdung der Feuchtgebiete ein Grund für menschliche Migration, der mehr Beachtung verdient. In einer Region, in der 20 Millionen Menschen leben, deren Ernährungslage von der UNO hauptsächlich aufgrund des Wassermangels als prekär eingestuft wird, sind die Feuchtgebiete der Sahelzone wichtige Lebensadern.

Die Armut reduzieren und die Feuchtgebiete schützen 

Die Arbeit von Caritas beruht auf einer grundsätzlichen Annahme: Nur wenn sich die Region wirtschaftlich entwickelt, kann die Rehabilitation und der Schutz der Feuchtgebiete nachhaltig sein. Auch stützt sich die Arbeit von Caritas auf die Verknüpfung von Wasser, Ernährung und Energie. Das bedeutet, dass die drei Bereiche Wassermanagement, Ernährungs- und Energiesicherheit untrennbar miteinander verwoben sind und Massnahmen in einem Bereich unweigerlich Auswirkungen auf einen oder beide andere Sektoren haben. 

  • Im Wassersektor begünstigen Massnahmen zum Schutz und der Rehabilitation der Böden, wie Aufforstung oder Steinwallverbauungen, das Einsickern des Regenwassers und wirken gleichzeitig erosionshemmend.  Diese Massnahmen tragen zum Schutz und der Sanierung der Oberflächengewässer sowie des Grundwassers bei.
  • In der Landwirtschaft ermöglichen ökologische Anbaumethoden mit resistentem und an den Klimawandel angepasstem Saatgut höhere Ernteerträge und verbessern die Bodenfruchtbarkeit. Bereits heute praktiziert man die Fruchtfolge und setzt organischen Dünger ein. Dank dieser Massnahmen können die Bauern ihren eigenen Ernährungsbedarf besser decken. 
  • Im Energiesektor wurden optimierte und effizientere Techniken für die Mahlzeitenzubereitung, sowie die Verarbeitung und Lagerung der Waren eingeführt. Mit Hilfe moderner Technik und Gerätschaften können die Einwohner der Seeregion ihre Lebensbedingungen verbessern und gleichzeitig die natürlichen Ressourcen schonen. 

Niemand kann versprechen, dass der Wegnia-See gerettet wird. Aber die durch Caritas initiierten Massnahmen reduzieren die Auswirkungen des Klimawandels auf die lokale Bevölkerung. Die Bewohner der Seeregion passen die Praktiken und Methoden der Hausarbeit und Feldarbeit an den Klimawandel an und steigern dadurch gleichzeitg ihr Einkommen.

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