Gleichstellung beim Lohn ist gewährleistet

Caritas Schweiz überprüft Lohngleichheit regelmässig - Mediendienst 01/2020

Caritas Schweiz analysiert regelmässig ihr Lohnsystem auf die systematische Einhaltung der Lohngleichheit zwischen Frau und Mann mit dem Standard-Modell des Bundes. 2019 wurde Caritas Schweiz zusätzlich vom Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) im Rahmen des Beschaffungswesen auf die Einhaltung der Lohngleichheit überprüft. Das Resultat: Die Lohngleichheit ist mit einem sehr guten Ergebnis eingehalten.

Die Einhaltung der Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern ist für Caritas Schweiz ein wichtiges Anliegen. Lohndiskriminierung schadet der betroffenen Person sowohl kurz- als auch langfristig. Caritas Schweiz setzt sich für den verfassungsmässigen Grundsatz gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit ein.

Um diesem Grundsatz nachzukommen, führt Caritas Schweiz regelmässig selbständig Lohngleichheitsuntersuchungen durch, um allenfalls nicht erklärte Lohndifferenzen zwischen Männern und Frauen frühzeitig festzustellen und zu korrigieren. Im Rahmen des Beschaffungswesens bei nationalen sowie internationalen Ausschreibungen ist sie verpflichtet, die Lohngleichheit einzuhalten und entsprechend nachzuweisen. Im Jahr 2019 wurde Caritas Schweiz vom Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann im Rahmen des Beschaffungswesen untersucht. Dieses überprüfte die Einhaltung der Lohngleichheit anhand des Standard-Analysemodells des Bundes. In die Analyse einbezogen wurden alle relevanten Lohnbestandteile von insgesamt 468 Mitarbeitenden. Davon sind 159 Männer (34%) und 309 (66%) Frauen. 

Die Lohngleichheitskontrolle hat ergeben, dass die Lohngleichheit zwischen Frau und Mann im Sinne des Beschaffungswesens des Bundes eingehalten ist. Unter gleichzeitiger Berücksichtigung vorhandener Unterschiede in der persönlichen Qualifikation (Aus- und Weiterbildung), der beruflichen Stellung sowie den Arbeitsplatzanforderungen wurde eine minime unerklärte Lohndifferenz von -0,4 Prozent ermittelt. Die im Rahmen des Beschaffungswesens des Bundes angewandte Toleranzschwelle von +/- 5 Prozent systematische Lohnungleichheit wird somit deutlich unterschritten. 

Das Resultat ist erfreulich, insbesondere auch im Vergleich mit anderen Organisationen. Gemäss der Lohnstrukturerhebung LSE 2016 lag der Unterschied im öffentlichen Sektor 2016 bei -5,9 Prozent und bei den privaten Unternehmen bei -8,1 Prozent. Trotz diesem sehr guten Resultat ist Caritas Schweiz auch weiterhin bestrebt, ihr Lohnsystem und ihre Löhne regelmässig auf systematische und individuelle Ungleichheiten hin zu überprüfen und – sofern notwendig – Korrekturen vorzunehmen.

Bild: Zoe Tempest
 

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