Erfreuliches Spendenergebnis

Jahresrechnung 2020 von Caritas Schweiz - Mediendienst 02/2021

Caritas Schweiz verzeichnete im Jahr 2020 ein Spendenergebnis von 34 Millionen Franken und blickt damit auf ein sehr erfolgreiches Spendenjahr zurück. Auch Glückskette, Bund und verschiedene internationale Geber wie die EU und UNO unterstützten Caritas Schweiz mit namhaften Beiträgen. Damit realisierte Caritas Schweiz im Jahr 2020 Programme und Projekte in der Höhe von 113,7 Millionen Franken.

Dank der grossen Solidarität von Privatpersonen, Stiftungen, Unternehmen, Kantonen und Gemeinden sowie kirchlichen Gebern konnte Caritas Schweiz im Jahr 2020 direkte Spenden in der Höhe von 34 Millionen Franken einnehmen – über 22 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies ist insbesondere auf die umfangreiche Spendensammlung für das Corona-Hilfsprogramm der Caritas in der Schweiz zurückzuführen. Auch unabhängig von der Pandemie durfte Caritas Schweiz letztes Jahr viele Spenden für ihre Projekte der internationalen Zusammenarbeit und für die Katastrophenhilfe im Ausland entgegennehmen, beispielsweise für Nothilfeprojekte im Rahmen der Syrienkrise, der Explosion in Beirut und der Heuschreckenplage in Ostafrika.

Die privaten Beiträge Dritter – von Seiten der Glückskette und anderen internationalen Organisationen – betrugen 33,4 Millionen Franken. Davon stammten rund 12,5 Millionen Franken aus Beiträgen der Glückskette, zum grössten Teil für das Corona-Hilfsprogramm der Caritas in der Schweiz. Hinzu kamen eigene betriebliche Erträge in der Höhe von 11,9 Millionen Franken sowie Beiträge im Umfang von 54,6 Millionen Franken von der öffentlichen Hand, von bilateralen, multilateralen Gebern und weiteren institutionellen Partnern für Projekte der Entwicklungs­zusammenarbeit sowie für Leistungsaufträge im Asyl- und Flüchtlingswesen. Daraus resultiert ein Einnahmetotal von 133,9 Millionen Franken.

Finanzierung von Projekten und Programmen im Ausland und in der Schweiz

Das Aufwandergebnis erreichte im Rechnungsjahr 2020 die Summe von 124,9 Millionen Franken. Davon wurden 48,6 Millionen Franken für Projekte und Programme der internationalen Zusammenarbeit aufgewendet. Ins Gewicht fallen neben den Projekten der langfristigen Ernährungssicherung, Migration, des Umganges mit dem Klimawandel, der Wasserversorgung und der Bildung in rund 20 Ländern auch die humanitären Projekte zur internationalen Corona-Pandemie, zur Syrien- und Venezuelakrise und weiteren Katastrophen.  

Im Inland förderte Caritas Schweiz unter anderem soziale Projekte im Umfang von 62,2 Millionen Franken. Die Corona-Krise hat die Armutssituation in der Schweiz weiter verschärft und vielerorts sichtbar gemacht. Als Antwort auf diese verstärkte Armut engagierte sich die Caritas mit der grössten Hilfsaktion in ihrer Geschichte für über 100 000 Menschen in der Schweiz. Diese Hilfe wurde durch die namhafte Unterstützung der Glückskette ermöglicht und in Zusammenarbeit mit den Regionalen Caritas-Organisationen realisiert. Im Vordergrund der Inlandarbeit stand weiterhin die Integration von Armutsbetroffenen und Flüchtlingen. So die Sozial- und Schuldenberatung sowie das Engagement mit den Caritas-Märkten, wo Armutsbetroffene Güter des täglichen Bedarfs zu stark verbilligten Preisen einkaufen können, sowie die KulturLegi der Caritas. Sie soll armen Familien den Zugang zu kulturellen Angeboten und zu Freizeitaktivitäten erschliessen. Für die Grundlagen- und Bildungsarbeit wurden 2,9 Millionen Franken eingesetzt.

Der allgemeine Verwaltungs- und Werbeaufwand der Caritas betrug im vergangenen Jahr 9 Prozent. Damit flossen 91 Prozent der Spenden und Beiträge direkt in die Projekte und Programme. Der ausführliche Jahres- und Finanzbericht 2020 von Caritas Schweiz erscheint im Juni 2021.

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