Hilfe für Flüchtlinge in Syrien

Hilfe für Flüchtlinge in Syrien

Mehr als 11 Millionen Menschen aus Syrien sind auf der Flucht, etwa die Hälfte davon sind Kinder. Caritas Schweiz leistet seit 2012 Nothilfe und langfristige Unterstützung in einem Umfang von 18 Millionen Franken in Jordanien, Syrien, im Libanon und im Nordirak.

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Flüchtlinge Mittelmeer: Appell der Caritas

Appell für ein stärkeres humanitäres Engagement der Schweiz

Lassen Sie den Worten Taten folgen!

Sehr geehrte Mitglieder des Bundesrats
Sehr geehrte Mitglieder des National- und Ständerats

Einmal mehr haben Hunderte von Flüchtlingen im Mittelmeer ihr Leben verloren. Und einmal mehr ist nach dieser Katastrophe offenkundig:  Eine Flüchtlingspolitik scheitert, wenn sie in erster Linie auf geschlossene Grenzen und auf Abschreckung setzt. Menschen, die wegen Krieg, Gewalt und fehlender Zukunftschancen aus Syrien, Eritrea, Irak oder Nordafrika vertrieben werden, lassen sich von den tödlichen Gefahren der Flucht- und Schlepperwege nicht aufhalten.

Es braucht deshalb endlich eine realistische und zugleich humanitäre Flüchtlingspolitik, die sich nicht von nationalen Egoismen leiten lässt, sondern sich europaweit der verdrängten Katastrophe im Mittelmeer stellt. 

Den Anspruch auf eine humanitäre Tradition einlösen

Wir appellieren an den Bundesrat und an das Parlament, in diesem Sinne zu handeln. Zumindest drei Dinge muss die Schweiz mit ihrem Anspruch auf eine humanitäre Tradition tun.

  • Mit der Bereitschaft, 3000 zusätzliche Flüchtlinge aus Syrien aufzunehmen, hat der Bundesrat ein positives Zeichen gesetzt. Als vollberechtigtes Mitglied des Schengenraumes muss die Schweiz im Blick auf humanitäre Hilfe und Asyl nun auch aussenpolitisch eine aktivere Rolle übernehmen. Wir erwarten, dass die Schweizer Diplomatie auf die anderen Schengen-Staaten zugeht, um sie für die Aufnahme einer höheren Zahl von Flüchtlingen zu gewinnen. Die Schweizer Diplomatie muss sich genauso für humanitäre Anliegen einsetzen, wie sie dies auch für wirtschaftliche Interessen tut.
  • Den Schlepperbanden, die mit der Not und dem Elend von Menschen ein Geschäft machen, kann das Handwerk nur gelegt werden, wenn Menschen auf der Flucht legal nach Europa gelangen und einen Antrag auf Asyl stellen können. Deshalb muss die Schweiz die 2013 abgeschaffte Möglichkeit wieder einführen, dass Vertriebene auf einer Schweizer Botschaft in einem Drittstaat ein Asylgesuch stellen können. Wie die bisherigen Erfahrungen gezeigt haben, ist dies ein wirksames Instrument zur Rettung verfolgter Menschen.
  • Die Schweiz soll ihre humanitäre Hilfe für die syrischen Kriegsvertriebenen dringend auf mindestens 100 Millionen Franken pro Jahr aufstocken. Die kürzlich vorgenommene Erhöhung von 30 auf 50 Millionen Franken ist zu bescheiden, gemessen am Ausmass dieser humanitären Katastrophe. Der Krieg um Syrien hat die gegenwärtig grössten Flüchtlingsströme ausgelöst. Die politischen Parteien von links bis rechts betonen immer wieder, dass sie die Hilfe vor Ort richtig und dringlich finden.

Es ist höchste Zeit

Sehr geehrte Mitglieder des Bundesrats und des Parlaments,  Ihren Worten sollten nun auch Taten folgen. Bürgerinnen und Bürger unterstützen mit ihren Spenden grosszügig die Not- und Überlebenshilfe der Schweizer Hilfswerke. Es ist höchste Zeit, dass die offizielle Schweiz gleichzieht.

Treffen Sie die notwendigen Entscheidungen! Die Flüchtlingstragödien rund um das Mittelmeer verlangen dies. Ihr Handeln ist abgestützt durch die Solidarität der Schweizer Bevölkerung.

Mariangela Wallimann-Bornatico            
Präsidentin
Hugo Fasel
Direktor 

                                                  

Der am 21. April 2015 lancierte Appell wurde Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga genau einen Monat später zugestellt, mit der Bitte, diesen dem Bundesrat zur Kenntnis zu bringen. Im weiteren haben die Mitglieder das Staatspolitischen und der Aussenpolitischen Kommission von National- und Ständerat den Appell erhalten. Sie alle wurden darauf hingewiesen, dass die Haltung der Caritas von jenen Bürgerinnen und Bürgern geteilt wird, die den Caritas-Appell für ein stärkeres humanitäres Engagement der Schweiz unterstützen. Zu diesem Zeitpunkt waren es rund 4600 unterzeichnende Personen.

 

 

 



Wieder haben Hunderte Menschen im #Mittelmeer ihr Leben lassen müssen. Sie waren auf der Flucht vor Krieg, Armut und...

Posted by Caritas Schweiz on Mittwoch, 22. April 2015