Hilfe für Flüchtlinge in Syrien

Hilfe für Flüchtlinge in Syrien

Mehr als 11 Millionen Menschen aus Syrien sind auf der Flucht, etwa die Hälfte davon sind Kinder. Caritas Schweiz leistet seit 2012 Nothilfe und langfristige Unterstützung in einem Umfang von 18 Millionen Franken in Jordanien, Syrien, im Libanon und im Nordirak.

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Caritas Forum

Das Caritas-Forum, die sozialpolitische Tagung der Caritas Schweiz, findet jährlich im Januar statt und widmet sich einem aktuellen gesellschaftspolitischen Thema. Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Politik und dem Sozialbereich diskutieren in Referaten und in Podiumsgesprächen Strategien und Lösungsansätze für eine sozial gerechte Politik.

Forum 2017: Recht auf Arbeit

530 000 Menschen in der Schweiz leben in Armut. 123 000 von ihnen arbeiten aber, viele sogar mehr als in einem 100-Prozent-Pensum. Trotzdem sichert das erwirtschaftete Einkommen ihre Existenz nicht.

Die Schweiz durchlebt einen tiefgreifenden Strukturwandel. Durch den technologischen Fortschritt entfallen in produktionsstarken Branchen Arbeiten. Ganze Arbeitsbereiche werden verlagert, und weil gleichzeitig neue entstehen, wandeln sich Anforderungen an Arbeitnehmende. Mit dem Wandel und seinem Tempo steigt das Risiko von Arbeitslosigkeit, von unsicheren Anstellungsverhältnissen, von tiefen Löhnen und prekärer Beschäftigung. Diese wiederum entziehen den Betroffenen nicht nur die Existenzgrundlage, sondern wirken sozial desintegrativ.

Höhlt der Strukturwandel das Recht auf Arbeit aus? Schützt Arbeit immer noch vor Armut und Ausgrenzung – und was muss getan werden, damit sie ihre integrative Rolle behält?

Das Forum 2017 nimmt sich des Themas „Recht auf Arbeit“ aus verschiedenen Perspektiven an. Diskutiert werden sowohl ökonomische wie soziale Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. An konkreten Beispielen werden Ansätze und Grenzen der beruflichen Integration vorgestellt. Schliesslich steht auch die Frage im Raum, wie die Arbeitsgesellschaft Schweiz der Armut und ihren desintegrativen Folgen vorbeugen kann.

Parallel zum Forum 2017 gibt Caritas Schweiz auch den Sozialalmanach «Recht auf Arbeit» heraus (Erscheinungstermin: Dezember 2016, nur auf Deutsch).


 

Forum 2016: Familie ist kein Luxus+-

Forum 2016: Familie ist kein Luxus

223 000 Eltern und Kinder leben in der Schweiz in Armut. Kinder aufzuziehen ist eines der grössten Armutsrisiken in der Schweiz: Das ist ein Skandal. Denn Familie und familiale Lebensgemeinschaften sind nach wie vor eine grundlegende Institution unserer Gesellschaft. In der Familie wachsen Kinder heran, entwickeln junge Menschen ihre Fähigkeiten und Potenziale, werden Kranke und Ältere betreut und gepflegt. Die Qualität des Familienlebens wirkt sich auf die Gesundheit der Familienmitglieder aus, ist Ort der privaten Regeneration wie zahlreicher Aufgaben und Leistungen, die der ganzen Gesellschaft zunutze kommen.

Dennoch investiert die Schweiz wenig in Familien, auch im internationalen Vergleich. So kritisiert die OECD die schweizerische Familienpolitik: Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sei unzureichend, die Betreuungskosten seien zu hoch und die finanzielle Absicherung der Kinder aus sozial schwachen Familien sei ungenügend.

Am Caritas-Forum 2016 vom 29. Januar diskutierten über 200 Fachleute das Thema aus verschiedenen Perspektiven. Beleuchtet wurden die Folgen der Familienarmut, aber auch Ansprüche und Erwartungen an die Familien, den Staat und die Wirtschaft.

Caritas Schweiz hat parallel zum Forum auch den Sozialalmanach 2016 „Familie ist kein Luxus“ herausgegeben.


 

Forum 2015: Zuwanderung+-

Die Schweiz ist ein Einwanderungsland. Zusammen mit Luxemburg erlebte sie im Jahr 2011 im Verhältnis zur Bevölkerung die höchste Zuwanderung aller OECD-Länder. Die Migrantinnen und Migranten steigerten die staatlichen Nettoeinnahmen im Jahr 2011 um bis zu 11 Milliarden Franken. Kurzum: Einwanderer tragen zum Wohlstand der Schweiz entscheidend bei.

Nichtsdestotrotz beschäftigt sich die Schweiz intensiv mit ihrer Migrationspolitik, wobei heftig über eine allfällige Eingrenzung der Zuwanderung diskutiert wird. Immer wieder werden die Einwandernden für hiesige strukturelle Probleme wie mangelnde Wohnungen, Defizite bei den Sozialversicherungen oder erhöhte Arbeitslosigkeit verantwortlich gemacht.

Das Forum 2015 nahm die festgefahrene Debatte zum Anlass, die Zuwanderung neu zu denken. Ungekannte, inspirierende, irritierende oder gewagte Argumente und Perspektiven standen auf dem Programm.

Es referierten Mariangela Wallimann-Bornatico, Präsidentin Caritas Schweiz; Catherine Wihtol de Wenden, Zentrum CERI-Sciences Po, Paris; Andy Tschümperlin, SP Nationalrat Kanton Schwyz; Sandro Cattacin, Universität Genf; Mark Terkessidis, Publizist; Ylfete Fanaj, Integrationsbeauftragte Kanton Nidwalden; Florian Wettstein, Universität St. Gallen und Hugo Fasel, Direktor Caritas Schweiz.


 

Forum 2014: Wohnen+-

Immer mehr Menschen in der Schweiz haben Mühe, bezahlbare Wohnungen zu finden, obwohl in den vergangenen Jahren sehr viel neuer Wohnraum geschaffen wurde. Investiert wird vor allem in Wohnraum, der eine hohe Rendite abwirft. Die aktuellen Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt treffen einkommensschwache Menschen am stärksten. Was ist eine sozial nachhaltige Wohnpolitik?

Darüber diskutierten am diesjährigen Caritas-Forum «Wohnen» in Bern rund 200 Fachleute aus Politik, Wirtschaft und dem Sozialbereich.

Es referierten Mariangela Wallimann-Bornatico, Präsidentin Caritas Schweiz, Ariane Widmer Pham, Geschäftsleiterin des Bureau du Schéma directeur de l’Ouest Lausannois im Bundesprogramm «Projets urbains», Fredy Hasenmaile, Leiter des Bereichs Real Estate Research der Credit Suisse AG, Ernst Hauri, Direktor des Bundesamtes für Wohnungswesen, Philippe Thalmann, Professor an der École polytechnique fédérale de Lausanne, Ruedi Meier, ehemaliger Sozialdirektor Stadt Luzern und Hugo Fasel, Direktor Caritas Schweiz.

Caritas Schweiz hat parallel zum Forum den Sozialal manach 2014 dem Schwerpunkt «Unter einem Dach» gewidmet.


 

Forum 2013: Bildung gegen Armut+-

Fehlende Bildung ist ein Armutsrisiko. Gerade in einer Wissensgesellschaft wie jener der Schweiz, ist Bildung der Schlüssel zu ökonomischer Unabhängigkeit und sozialer Teilhabe. Doch gerade in der Schweiz ist das Bildungsniveau, welches jemand erreicht, massgeblich durch die soziale Herkunft bestimmt. Der Zugang zu Bildung ist immer noch nicht für alle gleich gewährleistet. Die Zahlen sprechen für sich: Etwa 800 000 Menschen in der Schweiz sind vom Illetrismus betroffen. Fast zwei Drittel der Sozialhilfe-Empfängerinnen und –Empfänger verfügen über keine nachobligatorische Ausbildung. Im Alltag bedeuten die Zahlen, dass diese Menschen in ihren beruflichen Möglichkeiten und ihrer sozialen Teilhabe stark eingeschränkt sind.

Am Caritas-Forum in Bern wurden Massnahmen von der Frühförderung bis zur Nachholbildung diskutiert. 250 Personen aus Politik, Wirtschaft und dem Sozialbereich nahmen an der sozialpolitischen Tagung teil.

Es referierten Walther Ch. Zimmerli, Professor für Philosophie und Leiter der Arbeitsgruppe „Zukunft Bildung Schweiz“, Regine Aeppli, Regierungsrätin und Bildungsdirektorin des Kantons Zürich, Pierre-Yves Maillard, Regierungsrat und Vorsteher des Departementes für Gesundheit und Soziales des Kantons Waadt, Rudolf Strahm, Präsident des Schweizerischen Verbandes für Weiterbildung, Thomas Baumeler, Ressortleiter im Bundesamt für Berufsbildung und Technologie und Hugo Fasel, Direktor Caritas Schweiz.

Caritas Schweiz hat parallel zum Forum den Sozialalmanach 2013 dem Schwerpunkt „Bildung gegen Armut“ gewidmet.


 

Forum 2012: Arme Kinder+-

Die Einkommens- und Vermögensungleichheit wächst. Dabei sind es überdurchschnittlich häufig Familien, besonders Einelternfamilien sowie Familien mit mehr als zwei Kindern, die mit der Armut konfrontiert sind. Das ist in einem so reichen Land wie der Schweiz stossend. Denn erlittene Armut hinterlässt Spuren im Lebenslauf der betroffenen Kinder. Wie muss die Familienpolitik ausgestaltet sein, dass sie armutspräventiv wirkt? Darüber diskutierten am Forum 2012, am 2. Februar, in Bern, 250 Personen aus Politik, Wirtschaft und dem Sozialbereich.

Es referierten Heidi Simoni, Leiterin Marie Meierhofer Institut für das Kind, Walter Schmid, Präsident Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe SKOS, Isabelle Chassot, Präsidentin Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren EDK, Jacqueline Fehr, Präsidentin Kinderschutz Schweiz, Yves Rossier, Direktor Bundesamt für Sozialversicherungen BSV und Hugo Fasel, Direktor Caritas Schweiz.

Caritas Schweiz hat parallel zum Forum den Sozialalmanach 2012 dem Schwerpunkt „Arme Kinder“ gewidmet. 


 

Forum 2011: Ist Alterspflege Privatsache?+-

Die Schere zwischen Arm und Reich wird mit dem fortschreitenden Alter grösser. Die Ältesten gehören zu jenen sozialen Gruppen in der Schweiz, die am stärksten armutsgefährdet sind – mit einschneidenden Folgen für die Betroffenen und ihre Angehörigen. Dabei wächst die Zahl der Hochaltrigen. Was bedeutet diese Entwicklung für den sozialen Zusammenhalt? Und wie lässt sich die Alterspflege in der Schweiz sozial gerecht gestalten? Darüber diskutierten am Caritas-Forum 2011 in Bern 200 Personen aus Politik, Wirtschaft und dem Sozialbereich.

Es referierten: Otto Piller, Präsident der Curaviva Schweiz und ehemaliger Direktor des Bundesamtes für Sozialversicherungen, Kathrin Amacker, Leiterin der Unternehmenskommunikation der Swisscom und ehemalige Nationalrätin, Pierre-Yves Maillard, Waadtländer Regierungsrat und Vorsteher des Departementes für Gesundheit und Soziales und Martin Mezger, Spezialist für Alters- und Generationenfragen sowie ehemaliger Direktor der Pro Senectute. Caritas Schweiz hat parallel zum Forum den Sozialalmanach 2011 dem Schwerpunkt „Das vierte Lebensalter“ gewidmet.


 

Forum 2010: Arme reiche Schweiz+-

Jede zehnte Person ist von Armut betroffen. Ein grosser Teil der Betroffenen bleibt zeitlebens in der Armutsspirale gefangen – auch in der reichen Schweiz. Doch die soziale Vererbung von Armut kann man sehr wohl unterbrechen. Welche konkreten Strategien aus der Armut herausführen und wie die sozialpolitischen Weichen gestellt werden müssten, damit Armut in der Schweiz gar nicht erst entsteht, darüber diskutierten am Caritas-Forum 2010 in Bern 250 Personen aus Politik, Wirtschaft und dem Sozialbereich.

Es referierten: Carlo Knöpfel, Leiter des Bereichs Inland und Caritas-Netz, Mitglied der Geschäftsleitung von Caritas Schweiz, Ludwig Gärtner, Vizedirektor Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) und Mitglied der Expertengruppe Armutsstrategie, Ilona Kickbusch, Kickbush Health Consult, Christophe Dunand, Sozialunternehmer, Dozent HES Genève und Vertreter Conseil Romand des Entreprises d’Insertion (CREI) und Annemarie Sancar, Genderbeauftragte Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA).


 

Forum 2009: Arbeitsgesellschaft wie weiter?+-

Die zukünftige Schweizerische Arbeitsgesellschaft kann nur mit einem hohen Bildungsniveau bestehen. Diese Entwicklung erhöht die sozialen Spannungen, denn nicht alle werden solchen Anforderungen genügen können. Besonders für schlecht qualifizierte Arbeitskräfte braucht es Integrationsstrategien. Wie diese ausgestaltet sein müssen, diskutierten am Caritas-Forum 2009 in Bern rund 250 Personen aus Sozialbereich und Politik.

Es referierten: Carlo Knöpfel, Leiter des Bereichs Grundlagen und Mitglied der Geschäftsleitung von Caritas Schweiz, Giuliano Bonoli, Professor an der Universität Lausanne, Ursula Renold, Direktorin des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie und Boris Zürcher, Chefökonom und Mitglied der Geschäftsleitung von Avenir Suisse.


 

Forum 2008: Der Kitt bröckelt+-

Das Bild der heilen Schweiz bröckelt. Ein Drittel der Steuerpflichtigen besitzt kein Vermögen, 0,14 Prozent dagegen verfügen über 20 Prozent des gesamten Privatvermögens. Die Schweiz ist mehr denn je von Ungleichheiten geprägt. Wo bleibt da der Raum für die Solidarität? Welche Kräfte muss die Politik aktivieren, damit die Gesellschaft nicht auseinanderdriftet? Die Diskussion solcher Fragen war Gegenstand des Caritas-Forums 2008.

Es referierten: Hanspeter Stamm, Wirtschaftssoziologe, Lamprecht und Stamm Sozialforschung und Beratung AG, Huguette McCluskey, Projektleiterin PISA, Yves Flückiger, Professor für Wirtschaftspolitik, Universität Genf, Valérie Hugentobler, wissenschaftliche Mitarbeiterin, INAG Sion und Adolf Muschg, Schriftsteller.