Corona-Krise weltweit

NGOs fordern sofortige Evakuierung der Flüchtlingslager

 

Über 40 000 Geflüchtete leben auf engstem Raum in Lagern auf den griechischen Inseln, unter erbärmlichen Bedingungen. Um angesichts des Coronavirus eine noch schlimmere humanitäre Katastrophe zu verhindern, fordern Nichtregierungsorganisationen aus ganz Europa – darunter auch die Caritas – in einem gemeinsamen Aufruf die sofortige Evakuierung der Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln. In der gegenwärtigen Situation können keinerlei der erforderlichen hygienische Schutzmassnahmen angewandt werden. Häufiges Händewaschen ist aufgrund des Mangels an Wasser und Seife nicht möglich. Es besteht ein akuter Mangel an sanitären Anlagen. So ist der Schutz vor einer Ansteckung unmöglich. Das Leben von Tausenden von Menschen ist gefährdet. Angst und Panik können sich breitmachen, bereits ist die Situation auf den Inseln explosiv.

Die europäischen Dublin-Staaten, wozu die Schweiz gehört, dürfen nicht wegschauen. Sie sollen einerseits rasch und unbürokratisch Geflüchtete aufnehmen und sich andererseits daran beteiligen, dass Geflüchtete auf dem griechischen Festland per sofort adäquate Unterkünfte beziehen können, die sowohl ihnen als auch der griechischen Bevölkerung Schutz gewähren. Viele Länder haben bewiesen, dass sie in der jetzigen Corona-Krise äusserst schnell Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung ergreifen können. Dies müssen sie auch hier tun. Das Recht auf Gesundheit gilt für alle Menschen.

Zum Aufruf: https://www.caritas.eu/appeal-to-evacuate-greek-islands-facing-covid-19/

 
 

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