Sie malt ihre eigene Zukunft

Kolumbien

Mila findet in Kolumbien eine neue Zukunft, nachdem sie ihre Heimat Venezuela verlassen musste. Sie entwickelt ihr Talent und erhält viel Unterstützung bei Combos, einer Partnerorganisation der Caritas.

Mila (14) kam vor drei Jahren mit ihrer Mutter Emilia und ihrem Bruder Juan in Medellín, Kolumbien, an. Schweren Herzens hatten sie Venezuela verlassen, es gab dort keine Zukunft für sie. Obwohl ihr Schicksal ungewiss war, wagten sie den Schritt. Der Mutter war vor allem die Ausbildung von Mila und Juan wichtig, sie sollten gut gerüstet sein fürs Leben.

Es war nicht leicht, neben all den anderen Herausforderungen in einem fremden Land, eine gute Schule zu finden. Aber sie glaubte daran, dass sich eine Türe öffnen wird. Da hörte sie von einer anderen venezolanischen Familie von «Corporación Educativa Combos», einer Partnerorganisation der Caritas. Sie bietet Kurse an, die den Flüchtlingen helfen, sich im neuen Land schnell zu integrieren. Die Mutter besuchte die Institution und war schnell überzeugt, dass dies der richtige Ort für ihre Kinder war.

Ein neues Leben finden

Die Organisation Combos hilft venezolanischen Familien, sich in Kolumbien zu intergieren. Die Menschen erhalten psychologische und juristische Beratung sowie Einführungskurse, die ihnen helfen, das Land besser zu verstehen. Auch kreative Kurse sind ein wichtiger Teil des Programms.

Gefühle und Fantasie

Für Mila war Combos ein Glücksfall. Sie, die seit ihrer Kindheit leidenschaftlich gern zeichnete, erhielt hier die nötige Unterstützung. Sie lernte, mit verschiedenen Materialien und neuen Techniken zu arbeiten.

Mila (14) entwickelt ihr Talent und erhält viel Unterstützung bei Combos, einer Partnerorganisation der Caritas.
«Ich erhielt viel Zuspruch aus meiner Umgebung, das motivierte mich enorm.»MilaAngehende Künstlerin

Bald schon wuchs der Wunsch, ihr zeichnerisches Talent zum Beruf zu machen. «Beim Zeichnen kann ich meine Gefühle und meine Fantasie zum Ausdruck bringen. Langsam entwickle ich auch meinen eigenen Stil.»

Mit Volldampf voraus

Zudem war sie Mitglied der Gruppe «Chicas Steam» – was so viel bedeutet wie «Mädchen mit Dampf». Hier lernten die Frauen, sich Gehör zu verschaffen und Widrigkeiten und Hindernisse zu überwinden. Mila erhielt einen Laptop und ein Tablet und begann, sich in die Kunst der digitalen Illustration zu vertiefen. Es war wie ein Bruch in ihrem künstlerischen Leben, eine neue Phase begann. Ihre Kolleginnen gaben ihr enorm Kraft. Sie erkannte, dass sie sehr viel erreichen konnte, wenn sie an ihre Träume glaubte. «Chicas Steam» gehört zu einem Programm, das von Caritas finanziert wird.

Ihre Mutter bestärkt sie in all ihrem Tun. «Wenn Mila ihr Leben und ihre Karriere hier in Kolumbien fortsetzen will, hat sie meine volle Unterstützung», sagt sie. «Wenn sie ihrer Vision folgt, wird sie Erfolg haben.»

Untersützen Sie vernachlässigte Kinder mit der Patenschaft «Lebensmut für Kinder»
Ihre Daten sind bei uns sicher.

Gut zu wissen

90 Franken

Mit 90 Franken können Sie einem venezolanischen Flüchtlingskind ein Semester bei Combos ermöglichen. Es erhält psychologische Begleitung und lernt im Kreativunterricht, seine Flucht zu verarbeiten.

200 Franken

Mit 200 Franken finanzieren sie einer venezolanischen Flüchtlingsfamilie die Rechtsberatung, Aufklärung über Risiken sowie Schulung in Informationstechnologien. So integrieren sie sich schneller in der neuen Heimat.

Weitere Informationen

Titelbild: Mila (14) entwickelt ihr Talent und erhält viel Unterstützung bei Combos, einer Partnerorganisation der Caritas.