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Weltweiter Aufruf, das Leiden in Syrien zu beenden

Fünf Jahre dauert der Krieg in Syrien bereits. Über 120 humanitäre Organisationen und UN-Organisationen fordern heute: “End the #SyriaCrisis“. Auch Caritas gehört zu den Unterzeichnenden des Aufrufs.

 

Vor drei Jahren haben UN-Organisationen einen dringenden Aufruf an diejenigen gestartet, die den Konflikt in Syrien beenden können. Sie forderten alle erdenklichen Anstrengungen, um den Konflikt zu stoppen. Sie sagten "Genug" zu all dem Leiden und Blutvergiessen.

Das ist drei Jahre her.

Jetzt bricht bald das sechste Jahr dieses brutalen Krieges an. Das Blutvergiessen geht weiter. Das Leiden wird immer noch schlimmer.

Als Leiter humanitärer Nichtregierungs- und UN-Organisationen wenden wir uns heute nicht nur an Regierungen, sondern bitten Sie alle - Bürger auf der ganzen Welt - um ihre Stimme, um ein Ende des Gemetzels zu fordern. Um alle Parteien darauf zu drängen, einen Waffenstillstand zu vereinbaren und eine Übereinkunft über einen Weg zum Frieden zu treffen.

Dringender als je zuvor braucht die Welt eine gemeinsame öffentliche Stimme, um diese Schande zu stoppen. Denn dieser Konflikt und seine Konsequenzen betrifft uns alle.

Er betrifft die Menschen in Syrien, die ihre nächsten Angehörigen und ihre Lebensgrundlage verloren haben, die aus ihren Häusern vertrieben wurden, die unter der Belagerung verzweifeln. Schätzungsweise 13,5 Millionen Menschen in Syrien brauchen heute humanitäre Hilfe. Das ist mehr als eine statistische Zahl. Es sind 13,5 Millionen einzelne Schicksale, Menschen deren Leben und Zukunft in akuter Gefahr ist.

Es betrifft die Familien, die keine Alternative sahen als sich auf den gefährlichen Weg in fremde Länder zu begeben, um dort Zuflucht zu suchen. Über 4,6 Millionen Menschen sind in die Nachbarländer und noch weiter geflohen.

Es betrifft eine Generation von Kindern und Jugendlichen, die nicht zur Schule gehen können, die von dem, was sie erlebt haben, traumatisiert sind, die ihre Zukunft immer mehr ausschließlich von Gewalt bestimmt sehen.

Es betrifft weit über Syrien hinaus all die Menschen, die erlebt haben, wie die Gewalt immer näher kam, in ihre Straßen, Büros, Restaurants.

Und es betrifft all diejenigen auf der Welt, die die wirtschaftlichen Folgen dieses Konflikts - direkt oder weniger sichtbar - spüren.

Diejenigen, die das Leiden stoppen können, müssen jetzt handeln. Bis es eine diplomatische Lösung gibt müssen jetzt folgende Massnahmen getroffen werden:

  • Ungehinderter und nachhaltiger Zugang für humanitäre Organisationen, um umgehende Erleichterungen für alle Hilfebedürftigen innerhalb Syriens zu ermöglichen.
  • Humanitäre Kampfpausen und überwachte Waffenstillstände, um Zivilisten mit Nahrungsmitteln und anderen dringend benötigte, Hilfen zu versorgen, um Impfaktionen und Gesundheitskampagnen durchzuführen und Kindern zu ermöglichen, wieder zur Schule zu gehen.
  • Ein Ende der Angriffe auf die zivile Infrastruktur, so dass Schulen, Krankenhäuser und die Wasserversorgung sicher sind.
  • Bewegungsfreiheit für alle Zivilisten und die sofortige Beendigung aller Belagerungen durch alle Parteien.

All das sind praktische Massnahmen, Es gibt keine praktischen Gründe, sie nicht umzusetzen, wenn der Wille dazu da ist.

Im Nahmen unserer gemeinsamen Menschlichkeit... Für die Millionen Unschuldigen, die so viel gelitten haben... Und für die Millionen, deren Leben und deren Zukunft jetzt auf der Kippe stehen, rufen wir jetzt zum Handeln auf. Jetzt.

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