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Verheerende Überschwem­mungen im Bundesstaat Kerala

Die Caritas spricht 500 000 Franken für Nothilfe in Indien

Starke Monsunregen haben im Bundesstaat Kerala im Süden Indiens zu verheerenden Fluten geführt. Die Häuser Hunderttausender wurden verwüstet, die Menschen verloren ihre Lebensgrundlage. Caritas Schweiz hat einen Beitrag von 500'000 Franken zur Verfügung gestellt und leistet Hilfe vor Ort. 

 

«Sintflutartige Regenfälle und stürmische Winde haben den Bundesstaat Kerala in den vergangenen Wochen weitgehend verwüstet», beschreiben die Verantwortlichen der Caritas Indien das Ausmass der Katastrophe. Die lokale Regierung sprach von den schlimmsten Fluten seit 100 Jahren. Die meisten der 480 Todesopfer wurden von Erdrutschen mitgerissen. Über 700 000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und in Notunterkünften ausharren.  

Nothilfe und Unterstützung beim Wiederaufbau

Caritas Indien leistet bereits seit Ende Juli Nothilfe und versorgt die obdachlos gewordenen Menschen mit dem Nötigsten. Diese Hilfe intensivierte sie aufgrund der dramatischen Zuspitzung der Lage Ende August. Caritas Schweiz unterstützt ihre Partnerorganisation. Im Vordergrund stehen neben der Verteilung von Lebensmitteln und Trinkwasser Massnahmen zur Verbesserung der Hygiene. Wegen beschädigter Toiletten und des stehenden Wassers ist die Gefahr gross, dass Krankheiten und Epidemien ausbrechen.

Mit der Deckung der Grundbedürfnisse ist die Not der Bedürftigen nicht gestillt. Die Bevölkerung von Kerala ist bis auf weiteres von humanitärer Hilfe abhängig. Inzwischen hat der Regen nachgelassen und das Ausmass der Zerstörung wird sichtbar: Überschwemmungen beschädigten oder zerstörten mehr als 23’500 Häuser und 11'000 km Strassen, verschlammten Brunnen und etwa 24'000 Hektare Felder. Die Menschen haben ihre Lebensgrundlage verloren. Um den Wiederaufbau zu beschleunigen, plant Caritas Schweiz ein eigenes Projekt. Es soll den Zugang zu sauberem Wasser verbessern und die Betroffenen dabei unterstützen, möglichst rasch wieder ein Einkommen zu generieren. Aktuell klärt die Caritas die Bedürfnisse ab. Voraussichtlich werden Brunnen entschlammt und die vorwiegend von der Landwirtschaft lebende Bevölkerung finanziell unterstützt bei der Wiederinstandsetzung von Gärten und Tierzucht.

Für die Opfer der Überschwemmungen in Indien hat Caritas Schweiz insgesamt 500'000 Franken gesprochen. 

Die Notlage ist noch lange nicht vorüber

Der Wiederaufbau wird Monate in Anspruch nehmen. Hinzu kommt, dass die Monsunzeit bis Ende September andauert. Deshalb sind weitere Stürme und Überschwemmungen nicht auszuschliessen.

 
 

Bilder aus dem Katastrophengebiet

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