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Engagement für Flüchtlinge und Asylsuchende

Tag der offenen Tür bei Caritas im Asyl- und Migrationsbereich

Letzten Samstag, 1. September, öffneten das Haus für Bildung und Integration von Caritas Schweiz in Matran (FR) und das Bundeszentrum für Asylsuchende in Boudry (NE) ihre Türen. Die Bevölkerung hatte Gelegenheit, sich mit Flüchtlingsfamilien, jungen Flüchtlingen und Asylsuchenden auszutauschen. Führungen durch die Einrichtungen und diverse Aktivitäten standen auf dem Programm.

 

Mehrere hundert Besucher hatten sich auf den Weg ins Bundeszentrum für Asylsuchende nach Boudry gemacht, in dem derzeit über 100 Asylsuchende ihr Verfahren durchlaufen. Geboten wurden ihnen genaue Erklärungen zu den unter der Federführung des Staatssekretaritas für Migration (SEM) durchgeführten Asylverfahren, Es konnten nicht nur die Schlaf- und Aufenthaltsräume der Bewohner besichtigt werden. Auch Begegnungen mit zahlreichen Asylsuchenden, die anlässlich des Tags der offenen Tür anwesend waren, war möglich. Die Vertreter von Gemeinde, Kanton und Bund zeigten sich hocherfreut über das grosse Interesse der Bevölkerung. Kanton und Gemeinde betonten, wie wichtig es der einheimischen Bevölkerung ist, Migranten, die in der Schweiz einen Asylantrag einreichen, gut aufzunehmen.    

Bundesrätin Simonetta Sommaruga zeigte sich sehr zufrieden über die erste Pilotphase des neuen Asylverfahrens, über das die Schweizer Bevölkerung 2016 abgestimmt hatte. Es soll den Entscheid über die Asylanträge beschleunigen. Die Asylsuchenden haben sofort nach ihrer Ankunft Anspruch auf kostenlose Rechtsberatung, die in Boudry (wie auch in Chevrilles, FR) von Caritas Schweiz gewährleistet wird. Das neue Asylverfahren tritt am 1. März 2019 in Kraft. 

 

Offene Haltung der Bevölkerung in Matran

Viele Einwohnerinnen und Einwohner von Matran folgten der Einladung des Kantons und von Caritas Schweiz und nutzten die Gelegenheit, das Haus der Bildung und Integration (HBI) in ihrem Dorf zu besichtigen und an verschiedenen Aktivitäten teilzunehmen. Seit März wohnen 16 minderjährige Flüchtlinge und junge Erwachsene im Haus für Bildung und Integration. Im Juli kamen für sechs Monate noch einige syrische Familien (ungefähr 25 Personen) hinzu. Es handelt sich um besonders vulnerable Flüchtlingsfamilien, die im Rahmen des Resettlement-Programms des Bundes in die Schweiz einreisen durften.

Nähkurs, Klassenraum für die Kinder (für eine Vorschulphase), Schulzimmer für Hausaufgabenhilfe, Kinderbetreuung für die Kleinsten: Die Begegnungen mit den Caritas-Mitarbeitenden, den zahlreichen Freiwilligen und den Flüchtlingen vermittelte der Bevölkerung ein Bild vom Alltagsleben und den Tätigkeiten im Haus für Bildung und Integration. Auch ein Gespräch mit dem Stadtammann von Matran Sébastien Dorthe und der Staatsrätin Anne-Claude Demierre war möglich. Im Auftrag des Kantons Freiburg bereitet Caritas Schweiz die Bewohner des HBI auf ein selbstständiges Leben im Kanton vor und vermittelt ihnen die Grundlagen für ihre berufliche und soziale Integration.

Die Gemeinde von Matran bringt sich aktiv in das Projekt ein. So hat sie eine Kommission zur Förderung der Integration und Begleitung der Flüchtlinge gegründet. Ziel ist es, Möglichkeiten zur Begegnung zu schaffen, damit sich die Bevölkerung und die Bewohner des Hauses kennenlernen. Ideen gibt es viele: gemeinsame Mahlzeiten oder Kaffeestunden, gemeinsame Aktivitäten. Hugo Fasel, der Direktor von Caritas Schweiz und die Leiter des Hauses für Bildung und Integration begrüssen diese offene, sehr konstruktive Haltung.

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