Klima

Mit Innovation und Partnerschaft dem Klimawandel begegnen

Caritas Schweiz setzt sich dafür ein, dass die Schweiz zu mehr Klimagerechtigkeit beiträgt – indem sie ihre eigenen Treibhausgase stark reduziert und gleichzeitig klimaexponierte Länder und verletzliche Menschen darin unterstützt, sich an die verheerenden Folgen der Klimakrise anzupassen. Wie das funktionieren kann, zeigt ein internationales, innovatives Projekt in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern, das Bäuerinnen und Bauern in Tadschikistan mit überlebenswichtigen Wetterdaten versorgt.

 

An der aktuell stattfindenden 26. UN-Klimakonferenz in Glasgow werden konkrete Massnahmen gegen den fortschreitenden Klimawandel ausgehandelt. Sie bedeuten Investitionen und bringen Einschränkungen mit sich. Die Klimafrage ist auch eine Frage der Gerechtigkeit. Die Verantwortung für den Zustand des Weltklimas tragen die industrialisierten Länder mit ihrem hohen CO2-Ausstoss. Entwicklungsländer, welche nur einen Bruchteil des globalen Klimawandels zu verantworten haben, werden von der Klimakrise besonders geschädigt. Die Ärmsten spüren die Folgen der Klimaveränderung für ihre Lebensgrundlagen, Ernährungssicherheit und Gesundheit am deutlichsten. 

Resilienz aus innovativen Wetterdaten 

Mit ihren Klimaprojekten unterstützt Caritas Schweiz ganz konkret betroffene Menschen, sich besser auf die Klimaveränderungen einzustellen und dadurch neue Lebensperspektiven zu erhalten. Sie sollen ihre Resilienz gegenüber den aktuellen und zukünftigen Klimabedingungen erhöhen können. Um die richtigen Massnahmen sicher zu stellen, bezieht Caritas Schweiz konsequent Klima- und Satellitendaten in die Gestaltung und Durchführung ihrer Projekte mit ein. 
Die Anpassung an die neuen klimatischen Bedingungen kann gelingen, wie ein Projekt in Tadschikistan eindrücklich aufzeigt. Die ländliche Bevölkerung in den Bergen Tadschikistans ist den Unberechenbarkeiten von Wetter und Klima unvorbereitet ausgesetzt: Verlust der Ernte durch Frost, blockierte Strassen nach Erdrutschen, in den Frühjahrsfluten weggeschwemmte Häuser – das Wetter und seine Auswirkungen sind allgegenwärtig. Der fortschreitende Klimawandel verstärkt Frühjahrsniederschläge, führt zu grossen Schmelzwassermengen aus Gletschern und Schnee und verursacht extreme Hitzeperioden im Sommer. 

Innovation und Partnerschaft

Caritas Schweiz unterstützt die Landbevölkerung Tadschikistans mit einem innovativen Ansatz darin, mit dem anstatt gegen das Wetter zu arbeiten. Verlässliche Wettervorhersagen und Unwetterwarnungen sind in der Schweiz eine Selbstverständlichkeit. In Tadschikistan fehlen sie weitgehend. Caritas Schweiz arbeitet daher auf landesweit verfügbare Services zu Wetter, Wasser und Klima hin, die den unmittelbaren Bedürfnissen der Bevölkerung Rechnung tragen, etwa um die landwirtschaftliche Produktivität und damit ihre Ernährungssicherheit und Existenzgrundlage zu verbessern. Dabei setzt das Projekt auf kostengünstige Wetterstationen, deren Daten ergänzt werden durch Wetterbeobachtungen von Bäuerinnen und Bauern. Dieses System basiert vollständig auf open-source Technologien und lässt sich damit auf die spezifischen Anforderungen im Land anpassen. Anstelle des Wetterdiensts sind es Bäuerinnen und Bauern, die die Stationen unterhalten und ihre Daten durch eigene Beobachtungen vervollständigen. Telekomunternehmen im Land sorgen für den Transfer dieser Daten zum Wetterdienst, und von lokal- und bedarfsspezifischen Services vom Wetterdienst zur Bevölkerung. Mit Hilfe dieser Wetter-, Wasser- und Klima-Services können sie ihre Ressourcen gezielter und nachhaltiger bewirtschaften, fundierte Entscheidungen für Aussaat und Ernte treffen und sich für Risiken von Naturgefahren besser wappnen. Die neuen Beobachtungsdaten und Verfahren erlauben damit eine zielgerichtete Anpassung an den Klimawandel.

Das internationale Projekt ist unter der Federführung von Caritas Schweiz in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern wie dem Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz, dem Schweizer WSL Institut für Schnee und Lawinenforschung (SLF), der World Meteorological Organization (WMO) sowie dem International Center for Agricultural Research in Dry Areas (ICARDA) entstanden. Die Zusammenarbeit auf Regierungsebene in Tadschikistan wird massgeblich durch die Eidgenössische Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) unterstützt, die rund die Hälfte der Projektkosten trägt. «MeteoSchweiz unterstützt im internationalen Projekt mit Know-how in Meteorologie und in Messtechnik, berät beim Aufbau und Betrieb von kostengünstigen Messstationen und unterstützt mit Verfahren der künstlichen Intelligenz. Der Ansatz des internationalen Projekts ist insgesamt sehr erfolgsversprechend», sagt Christoph Spirig, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz. 

In ihrer Arbeit zur Armutsbekämpfung ist für Caritas Schweiz die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Instituten, mit nationalen Akteuren, mit privatwirtschaftlichen Unternehmen und mit Klimaexperten ganz zentral. «Die Bekämpfung der Klimakrise ist keine nationale Angelegenheit. Sie wird nur gelingen, wenn weltweit, zwischen den Ländern und über die Länder hinweg mit den gleichen Zielen vorangegangen wird, um die Nachhaltigkeit auf diesem Planeten und die Lebensgrundlage für den globalen Süden zu ermöglichen», sagt Franziska Koller, Leiterin des Bereichs Internationale Zusammenarbeit der Caritas Schweiz. 

 

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