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Zum Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung

Kampf gegen Mädchenbeschneidung

Noch immer werden Mädchen und Frauen beschnitten. Caritas Schweiz engagiert sich hierzulande massgeblich gegen diesen schmerzhaften und folgenschweren Ritus. Am 6. Februar, dem Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM), hat das Radio SRF gleich in zwei Sendungen über diese Arbeit und die Hintergründe des Kampfes gegen Mädchenbeschneidung berichtet.

 

Weltweit gibt es ungefähr 200 Millionen beschnittene Mädchen und Frauen. Sie leiden unter Schmerzen und immensen gesundheitlichen Problemen. Verbreitet ist diese Tradition hauptsächlich im Westen und Nordosten Afrikas sowie im Jemen, im Irak, in Indonesien und in Malaysia. In der Schweiz leben rund 15 000 betroffene oder gefährdete Mädchen und Frauen, wobei die Beschneidung oftmals nicht hier, sondern vorwiegend in den Heimatländern wie Somalia, Eritrea, Ägypten oder dem Sudan vorgenommen wird.

2016 hat Caritas Schweiz zusammen mit Terre des Femmes Schweiz, Sexuelle Gesundheit Schweiz und dem Schweizerischen Kompetenzzentrum für Menschenrechte das Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung Schweiz gegründet. Seit Jahren setzt sich Caritas in der Schweiz für die Überwindung der schrecklichen Tradition der Mädchenbeschneidung ein: Sie informiert und sensibilisiert Fachpersonen aus dem Bereich Sozialarbeit, Asylwesen und Kindes- und Erwachsenenschutz und organisiert zusammen mit Migrantinnen Präventionsarbeit für Betroffene.

Eine der in der Sensibilisierungsarbeit engagierten Migrantinnen ist Maryan Abdisalam. Die Somalierin sucht das Gespräch mit betroffenen und gefährdeten Frauen und schafft mit viel Einfühlungsvermögen Vertrauen für einen Austausch über Traditionen. Zusammen mit Marisa Birri, Projektleiterin FGM bei Terre des Femmes Schweiz, wird sie anlässlich des Internationalen Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung am 6. Februar in der Sendung Treffpunkt auf Radio SRF 1 über ihre Erfahrungen im Kampf gegen Mädchenbeschneidung berichten. Ausserdem wird Radio SRF 2 die Hintergrundsendung Kontext diesem Thema widmen.

 

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