Krieg in Syrien

Im Norden Syriens eskaliert die humanitäre Situation

Die zivile Bevölkerung in Syrien ist neuer Gewalt und Not ausgesetzt. Über 176’000 Menschen flohen bereits vor der Militäroffensive im Nordosten Syriens. Zehntausende weitere Familien könnten in den nächsten Tagen und Wochen zur Flucht gezwungen sein. Dank ihrem langjährigen Engagement im Land ist es der Caritas möglich, den Betroffenen rasch Hilfe zu leisten.

 

 

Im Nordosten Syriens ist mit der erneuten Militäroffensive der Türkei die Gewalt mit ganzer Härte zurückgekehrt. Einmal mehr leidet die Zivilbevölkerung im kriegsgebeutelten Land am meisten darunter. Die bereits sehr angespannte humanitäre Situation hat sich verschärft.

Immense humanitäre Bedürfnisse

Entlang der Grenze zur Türkei leben allein innerhalb einer Zone von fünf Kilometern 450'000 Menschen. Unter ihnen sind über 90'000 intern Vertriebene. Sie mussten bereits aus ihrem Zuhause fliehen und suchten im Nordosten Schutz. Nun droht ihnen erneut die Flucht vor Gewalt und Hunger. Die Lebensmittelpreise steigen rasch an. Familien kaufen verzweifelt Vorräte. Infrastruktur wie Strassen und Stromleitungen sowie der Zugang zu Krankenhäusern, Getreidesilos und Wasserstationen sind in Mitleidenschaft gezogen. Schulen bleiben geschlossen.

Gemäss den Vereinten Nationen benötigen mindestens 1,8 Millionen Menschen im Nordosten des Landes humanitäre Hilfe. SIRF (The Syria INGO Regional Forum), ein Zusammenschluss von 73 im Rahmen des Syrienkriegs tätigen internationalen Nonprofit-Organisationen, darunter Caritas Schweiz, rief am 15. Oktober zu einem umfassenden Schutz der Zivilbevölkerung auf. Unter anderem wird an die Konfliktparteien appelliert, das Humanitäre Völkerrecht vollumfassend zu respektieren und den sicheren Zugang für Hilfsorganisationen zu den notleitendenden Menschen jederzeit sicherzustellen.

 

Die Hilfe der Caritas

Das internationale Caritas-Netz leistet seit vielen Jahren Nothilfe in Nordostsyrien und weitete unter den neuen Gefahren die Unterstützung aus. So werden in der Stadt Al-Hasaka  in fünf  Notlagern zusätzlich Wasser, Kleidung und Hygieneartikel verteilt. Die lokale Caritas stellt ausserdem sicher, dass die Wassertanks in den fünf Lagern gefüllt bleiben.

Halten die Kämpfe an, werden die Betroffenen zur Flucht Richtung Südwesten gezwungen sein. Gemäss Schätzungen der UN flohen seit Beginn der Offensive bereits über 176'000 Menschen aus der Grenzregion, darunter 80'000 Kinder. Der beginnende Winter verschärft die Lage zusätzlich: Viele Familien mussten alles zurücklassen und brauchen nun dringend warme Kleidung. Caritas Schweiz, seit 2012 mit einem umfassenden Nothilfeprogramm in Syrien aktiv, ist in den Regionen um Aleppo, Homs und Damaskus vor Ort und darauf vorbereitet, auf die dringendsten Bedürfnisse der Menschen schnell und flexibel einzugehen.

 

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