Krieg in Syrien

Flüchtlinge im Libanon leiden unter harschem Winter

In den informellen Lagern im Libanon haben syrische Geflüchtete mit einem sehr harten Winter zu kämpfen. Zwei schwere Stürme, Überschwemmungen und starker Schneefall im Norden machten ihre ohnehin prekäre Lage noch katastrophaler. Umso wichtiger ist die Hilfe, welche die Caritas leistet.

 

Am 7. und 8. Januar tobte Sturm Norma durch die Flüchtlingslager in der Bekaa-Ebene im Libanon. Sintflutartige Regen, starke Böen und Schneefälle im Norden verursachten Überschwemmungen, beschädigten und zerstörten Unterkünfte. Die Menschen versuchten so gut als möglich, sich und ihre wenigen Habseligkeiten in Sicherheit zu bringen. Familien mussten alles zurücklassen, um in anderen Unterkünften oder öffentlichen Gebäuden Schutz zu finden: Das Wasser stand über 30 Zentimeter hoch. Doch die Menschen kamen nicht zur Ruhe: Ein zweiter Sturm brachte Mitte Januar weiteres Unheil, flutete erneut die Lager und zwang Flüchtlingsfamilien zur Umsiedlung. Immer noch können über 800 Personen in Zentral- und West-Bekaa nicht in ihre Unterkünfte zurückkehren. Auch Caritas Libanon leistet spezifische Nothilfe für die Betroffenen.

Hunderttausende Syrerinnen und Syrer leben in den Flüchtlingslagern in der Bekaa-Ebene, viele in extremer Armut. Das Wetter hat ihre bereits sehr schwierige Lage in grossen Teilen der Lager noch unerträglicher gemacht. Und der Winter ist noch lange nicht vorüber.

Eine Hilfe, die Autonomie und Würde wahrt

Zusammen mit ihrer Partnerorganisation Caritas Libanon leistet Caritas Schweiz in der Bekaa-Region eine Hilfe, die gerade unter sehr schwierigen Wetterbedingungen wichtig ist: Wir unterstützen rund 500 Familien in Notsituationen mit finanzieller Soforthilfe. Sie erhalten 175 Dollar pro Monat über einen Zeitraum von 6 bis 12 Monaten. Das Geld können sie mit einer Karte an Geldautomaten beziehen. Die Begünstigten können selbst entscheiden, wofür sie die Mittel einsetzen möchten: Bezahlung der Unterkunfts- oder Heizkosten, Einkauf von Lebensmitteln oder Alltagsgegenständen, Schuldentilgung. Fast alle Familien müssen sich zu irgendeinem Zeitpunkt verschulden, sei es beispielsweise wegen gesundheitlicher Probleme oder weil sie schlicht kein Einkommen haben.

 

Gerade bei extremem Wetter können sich die dringendsten Bedürfnisse rasch ändern. Die Bargeldunterstützung ist deshalb nicht nur wichtig, weil sie den Geflüchteten Autonomie und Würde gibt; sie bedeutet auch, dass die Familien flexibel auf solche neu auftauchenden oder anderen Bedürfnisse reagieren können. Wenn sie nun statt eines Heizkörpers zum Beispiel dringender eine Plache benötigen, um ihre beschädigte Unterkunft rudimentär zu reparieren, können sie das einfach und ohne bürokratischen Aufwand tun.

Rückkehr unmöglich

An eine Rückkehr in ihre Heimat ist für die Flüchtlinge in der Bekaa-Ebene angesichts der aktuellen Lage in Syrien nicht zu denken. Sie haben für den Moment keine andere Möglichkeit, als in den Lagern zu bleiben. Im Frühling wird es wieder Tagelohn- und Saisonarbeitsplätze in der Landwirtschaft geben. Bis dahin gilt es, den Winter so gut als irgend möglich zu überstehen.

 

 

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