Katastrophe im Libanon

Explosion in Beirut: Eine weitere Katastrophe in einem krisengebeutelten Land

Die Explosion von gestern Abend im Hafen von Beirut trifft ein Land, das mitten in der Corona Pandemie wirtschaftlich und sozial bereits am Abgrund steht. Umso wichtiger ist jetzt die Unterstützung.

 

Am 4. August kurz vor sechs Uhr Ortszeit erschütterte eine schwere Explosion den Hafen von Beirut. Bis jetzt sind 78 Tote bestätigt, mehrere Hundert Personen werden vermisst, mehrere Tausend sind verletzt. Die Druckwelle zerstörte unzählige Gebäude im Umkreis von einem Kilometer oder beschädigte sie schwer. Sie war auch im Büro von Caritas Schweiz im Stadtteil Hamra, etwa drei Kilometer vom Hafen entfernt, deutlich spürbar. Das Gebäude wurde leicht beschädigt.

Krise kommt zu Krise

Das strukturschwache Land, das seit Beginn des Syrienkriegs mehr als 1,5 Millionen geflüchtete Syrerinnen und Syrer aufgenommen hat, steht kurz vor dem Bankrott. Die Kräfte und Ressourcen vor allem der ärmsten Menschen sind längst aufgebraucht, Wirtschaft und Infrastruktur des kleinen Landes sind heillos überlastet. Während Hunderttausende Flüchtlinge unter katastrophalen Bedingungen in den Lagern leben, verarmt auch die lokale Bevölkerung zusehends. Schätzungen zufolge leben ein Drittel der libanesischen Bevölkerung und zwei Drittel der syrischen Flüchtlinge im Libanon unterhalb der Armutsgrenze. Das bedroht auch den sozialen Zusammenhalt. Interne Spannungen zwischen Flüchtlingen und Gastgesellschaft nehmen zu. Von der internationalen Gebergemeinschaft wird der Libanon immer mehr vergessen.

Auch das Gesundheitssystem ächzt unter der Wirtschaftskrise. Die Spitäler können kein medizinisches Personal bezahlen und veraltete medizinische Geräte nicht ersetzen. Unzählige Menschen haben keinen oder ungenügenden Zugang zu nötiger medizinischer Versorgung. Die Corona-Krise, die den Libanon hart traf, verschärfte die Lage weiter. Am Abend der Explosion befand sich Beirut bereits zum zweiten Mal im Lockdown. Nun beschädigte die Explosion in der Hauptstadt - wo sich die wichtigsten Krankenhäuser des Landes befinden - auch Spitäler; medizinisches Personal kam ums Leben.

Die Menschen im Libanon brauchen unsere Hilfe

Caritas Schweiz ist seit 2012 im Rahmen ihrer umfangreichen Hilfe für die Opfer der Syrienkrise im Libanon tätig, aktuell mit Projekten im Bildungsbereich und in der Armutsbekämpfung. Wir sind mit unseren Partnerorganisationen im Austausch und klären den dringendsten Bedarf der von der Explosion Betroffenen ab. Die Menschen im Libanon brauchen unsere Unterstützung nun mehr denn je.

 

Ihre Spende

 
 
 
Ersatzinhalt-Startseite-Standard-DE
 
 

Caritas Schweiz
Adligenswilerstrasse 15
Postfach
CH-6002 Luzern

 

PC 60-7000-4
IBAN CH69 0900 0000 6000 7000 4
Spenden können bei den Steuern in Abzug gebracht werden.

 

Spenden­beratung

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir beraten Sie gerne persönlich. 

MEHR