Flucht nach Europa

Die Caritas verbessert die Lebensbedingungen von gestrandeten Flüchtlingen in Bosnien-Herzegowina

Über 7500 Menschen sitzen auf dem Weg nach Westeuropa in Bosnien-Herzegowina fest. Die Flüchtlinge leben unter katastrophalen Bedingungen. Mit dem Wintereinbruch droht eine weitere Verschlimmerung ihrer Situation. Caritas Schweiz unterstützt die Hilfe der bosnischen Caritas und plant zusätzliches Engagement.

 

923 Kilometer lang ist die EU-Aussengrenze zwischen Bosnien-Herzegowina und Kroatien. Sie ist streng bewacht, die Migrationspolitik restriktiv. Und so strandet, wer auf dem Landweg Schutz in Westeuropa sucht, oft in Bosnien-Herzegowina. Gemäss offiziellen Schätzungen hielten sich Ende September zwischen 7500 und 8000 Geflüchtete sowie Migrantinnen und Migranten im Land auf, viele von ihnen im Kanton Una-Sana an der Grenze zu Kroatien und um die Hauptstadt Sarajewo.

Sie leben oft unter erbärmlichen Bedingungen. Viele Camps und Zentren sind überfüllt, die Unterkünfte bieten nicht genug Schutz vor Kälte, die Hygienesituation ist katastrophal. Benötigt werden grosse Mengen an Lebensmitteln und an Gütern des täglichen Bedarfs, die medizinischen Dienste sind mit der Anzahl Patienten überfordert. Zusammen mit der EU, der UNO und diversen NGOs versuchen die lokalen Behörden, die Situation zu bewältigen.

Wichtige Nährstoffe für Kinder, saubere Kleidung und psychosoziale Unterstützung

In insgesamt vier Unterbringungszentren setzt sich Caritas Bosnien-Herzegowina für bessere Lebensbedingungen ein. Caritas Schweiz unterstützt das Engagement ihrer Schwesterorganisation.

 

In drei Zentren, in denen viele Familien leben, verteilt die Caritas jeden Monat Essens- und Hygienepakete. Die Essenspakete enthalten spezielle Nahrung für Kleinkinder sowie frisches Obst und Gemüse – und ergänzen damit die Lebensmittellieferungen anderer Hilfsorganisationen. In einem vierten Zentrum trägt die Caritas dazu bei, dass eine dringend benötigte Wäscherei betrieben werden kann. So können monatlich über tausend Personen ihre Kleider waschen und hygienebedingte Krankheiten vermeiden.

Zudem unterstützt die Caritas zwei lokale Organisationen beim Betrieb von einfachen Begegnungsstätten. Dort können die Gestrandeten zur Ruhe kommen, Kontakte pflegen oder Spiele ausleihen. Sie erhalten auch psychosoziale Unterstützung.

Winterhilfe

Nun kommt der Winter. Die Kälte und das schlechte Wetter verschlimmern die Lebensumstände der Geflüchteten und Migrantinnen und Migranten noch weiter. Wo Schutz finden vor den Minustemperaturen, wo eine warme Mahlzeit? Ein zusätzliches Engagement von Caritas Schweiz ist geplant, um den Menschen zu helfen, sich warm zu halten und ihre Unterkünfte wintertauglicher zu machen.

Die Situation ist volatil und wenig vorhersehbar. Um trotzdem möglichst gut auf die dringendsten Bedürfnisse der Flüchtlinge eingehen zu können, wird die Hilfe laufend lokalen Entwicklungen angepasst. Die Caritas koordiniert sich dabei eng mit den lokalen Behörden, der UNO und anderen NGOs.

 

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Hilfe für Menschen auf der Flucht in Europa

Caritas Schweiz unterstützt ausserdem Flüchtlinge in Griechenland.

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