Flucht nach Europa

Die Caritas verbessert die Lebensbedingungen von gestrandeten Flüchtlingen in Bosnien-Herzegowina

Über 10 000 Menschen sitzen auf dem Weg nach Westeuropa in Bosnien-Herzegowina fest. Die Flüchtlinge und Migranten leben meist unter katastrophalen Bedingungen. Der Winter und die Corona-Pandemie haben ihre Situation weiter verschlimmert. Caritas Schweiz unterstützt die Hilfe der bosnischen Caritas.

 

923 Kilometer lang ist die EU-Aussengrenze zwischen Bosnien-Herzegowina und Kroatien. Sie ist streng bewacht, die Migrationspolitik restriktiv. Und so strandet, wer auf dem Landweg Schutz in Westeuropa sucht, oft in Bosnien-Herzegowina. Allein 2020 hat die bosnische Ausländerbehörde mehr als 12 000 Neuankömmlinge registriert. Gegenwärtig sind rund 6000 Asylsuchende und Flüchtlinge in Aufnahmezentren und anderen formellen Unterkünften untergebracht. Zusätzlich leben schätzungsweise etwa 4000 Personen in illegal besetzten Behausungen, campen im Freien oder sind auf ihrer Fluchtroute im Land unterwegs.

Viele Camps und Zentren sind überfüllt, die Unterkünfte bieten nicht genug Schutz vor Kälte, die Hygienesituation ist schlecht. Benötigt werden grosse Mengen an Lebensmitteln und an Gütern des täglichen Bedarfs, die medizinischen Dienste sind mit der Anzahl Patienten überfordert. Zusammen mit der EU, der UNO und diversen NGOs versuchen die lokalen Behörden, die Situation zu bewältigen.

 

Lebensmittel, saubere Kleidung und Schutz vor Covid

Caritas Schweiz verbessert die Lebensbedingungen von Migranten und Flüchtlingen in Bosnien-Herzegowina. Mit der lokalen Partnerorganisation Caritas Bosnien werden 1000 besonders verletzliche Personen dabei unterstützt, ihre Grundbedürfnisse besser zu decken und sich und andere vor der Übertragung von Covid-19 zu schützen: Mit Wäschereidiensten innerhalb und ausserhalb von Aufnahmezentren sowie Handwaschstationen an Verteilungspunkten arbeiten wir daran, die Gesundheits- und Hygienesituation grundlegende zu verbessern. Des Weiteren verteilt die Caritas 5000 Lebensmittelpakete. Sie stellt geeignete Kleidung, persönliche Hygieneartikel und Schlafsäcke vor allem ausserhalb der bereits überfüllten Aufnahmezentren bereit, denn dort können Migrantinnen und Migranten keinerlei sonstige Unterstützung erwarten. Zudem unterstützt die Caritas eine lokale Organisation beim Betrieb von einfachen Begegnungsstätten. Dort können die Gestrandeten nicht nur zur Ruhe kommen, Kontakte pflegen und heissen Tee trinken, sie erhalten auch Informationen zur Prävention von Covid-19.

Die Situation ist volatil und wenig vorhersehbar. Um trotzdem möglichst gut auf die dringendsten Bedürfnisse der Flüchtlinge eingehen zu können, wird die Hilfe laufend lokalen Entwicklungen angepasst. Die Caritas koordiniert sich dabei eng mit den lokalen Behörden, der UNO und anderen NGOs.

 

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