Flucht nach Europa

Die Caritas verbessert die Lebensbedingungen von Flüchtlingen, die in Bosnien-Herzegowina gestrandet sind

Über 7000 Menschen sitzen auf dem Weg nach Westeuropa in Bosnien-Herzegowina fest. Die Grenzen zu Kroatien sind zu. Die Flüchtlinge leben unter katastrophalen Bedingungen. Caritas Schweiz unterstützt die Hilfe der bosnischen Caritas, um besonders die Ernährungs- und Hygienesituation zu verbessern.

 

923 Kilometer lang ist die EU-Aussengrenze zwischen Bosnien-Herzegowina und Kroatien. Sie ist streng bewacht, die Migrationspolitik restriktiv. Und so strandet, wer auf dem Landweg Schutz in Westeuropa sucht, oft in Bosnien-Herzegowina. Gemäss Schätzungen des UNHCR hielten sich Ende Juni gut 7200 Geflüchtete sowie Migrantinnen und Migranten im Land auf.

Sie leben oft unter erbärmlichen Bedingungen. Viele Camps und Zentren sind überfüllt, die Unterkünfte bieten nicht genug Schutz vor Kälte oder Hitze, die Hygienesituation ist katastrophal. Benötigt werden grosse Mengen an Lebensmitteln und an Gütern des täglichen Bedarfs, die medizinischen Dienste sind mit der Anzahl Patienten überfordert. Zusammen mit der EU, der UNO und diversen NGOs versuchen die lokalen Behörden, die Situation zu bewältigen.

In insgesamt vier Unterbringungszentren setzt sich Caritas Bosnien-Herzegowina für bessere Lebensbedingungen ein. Im Juni 2019 hat Caritas Bosnien-Herzegowina das internationale Caritas-Netz bereits zum zweiten Mal um Hilfe gebeten. Caritas Schweiz unterstützt erneut das Engagement ihrer Schwesterorganisation.

Wichtige Nährstoffe für Kinder, saubere Kleidung und psychosoziale Unterstützung

In drei Zentren, in denen viele Familien leben, verteilt die Caritas jeden Monat Essens- und Hygienepakete. Die Essenspakete enthalten spezielle Nahrung für Kleinkinder sowie frisches Obst und Gemüse – und ergänzen damit die Lebensmittellieferungen anderer Hilfsorganisationen. In einem vierten Zentrum trägt die Caritas dazu bei, dass eine dringend benötigte Wäscherei betrieben werden kann. So können monatlich über tausend Personen ihre Kleider waschen und hygienebedingte Krankheiten vermeiden.

Zudem unterstützt die Caritas zwei lokale Organisationen beim Betrieb von einfachen Begegnungsstätten. Dort können die Gestrandeten zur Ruhe kommen, Kontakte pflegen oder Spiele ausleihen. Sie erhalten auch psychosoziale Unterstützung.

Flexibilität ist wichtig

Die Situation ist volatil und wenig vorhersehbar. Um trotzdem möglichst gut auf die dringendsten Bedürfnisse der Flüchtlinge eingehen zu können, wird die Hilfe laufend lokalen Entwicklungen angepasst. Die Caritas koordiniert sich dabei eng mit den lokalen Behörden, der UNO und anderen NGOs.

 

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