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Katastrophe auf der Insel Sulawesi

Caritas startet Nothilfe nach Erdbeben und Tsunami in Indonesien

Über 800 Todesopfer, viele Verletzte und eine grosse Zahl Vermisste - das ist die erschütternde erste Bilanz der Katastrophe in Indonesien. Zwei schwere Erdbeben lösten Freitagabend einen Tsunami aus, der mit 800 Stundenkilometern auf die Küstenstadt Palu prallte. Caritas Schweiz bereitet Nothilfe vor.

 

Verwüstung soweit das Auge reicht. Rettungsteams und Angehörige suchen nach Überlebenden zwischen den Trümmern und eingestürzten Häusern. Über 800 Menschen sind nach offiziellen Angaben ums Leben gekommen. Die Behörden rechnen jedoch damit, dass die Zahl weiter in die Höhe schiessen wird, wenn Helfer alle von der Katastrophe betroffenen Gebiete erreicht haben. Es ist zu befürchten, dass Hunderttausende Menschen durch die massiven Zerstörungen betroffen sind

Flutwelle richtet schwere Zerstörung an

Am Abend des 28. September traf eine bis zu drei Meter hohe Flutwelle die Westküste von Sulawesi, eine der grössten indonesischen Inseln. Vorausgegangen waren zwei heftige Erdbeben der Stärke 5,9 und 7,4. Besonders schwer betroffen ist die touristische Küstenstadt Palu, deren Strandpromenade meist sehr belebt ist. Eine Warnung vor dem nahenden Tsunami erreichte die Menschen vor Ort nicht, da die Behörden die Meldung zurückzogen.

Wer konnte, kletterte auf Mauern und Dächer, um der Welle zu entkommen. Doch die Wucht der 800 Stundenkilometer schnellen Wassermassen riss Häuser und Autos mit sich. Krankenhäuser, Hotels, Einkaufszentren und eine Moschee stürzten zusammen. Viele hundert Menschen starben dabei.

Rettungsarbeiten und Nothilfe gestalten sich schwierig

Das internationale Caritas-Netz lanciert umgehend Nothilfe. Ein Team der Caritas Manado ist in den betroffenen Gebieten unterwegs, um den Bedarf zu ermitteln und die Hilfen zu koordinieren. Dabei arbeiten sie eng mit der nationalen Katastrophenschutzbehörde zusammen. Die Menschen benötigen momentan vor allem Nahrungsmittel, medizinische Hilfe und Notunterkünfte, wie beispielsweise Zelte. Da das Telefonnetz teilweise nicht funktioniert und viele Strassen zerstört sind, erschweren sich jedoch die Hilfsmassnahmen.

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