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Unsere Grundsätze

 

Alle Betreuerinnen/Betreuer arbeiten bei einer Caritas-Organisation in Rumänien oder in der Slowakei. Sie erhalten eine Vorbereitung für ihren Einsatz in der Schweiz (Sprache, Kultur, Aufgabe).

Die Betreuungsverhältnisse werden eng begleitet durch die Einsatzleitung von Caritas Schweiz. Sie steht den betagten Menschen, ihren Angehörigen und den Betreuerinnen/Betreuern bei ihren Fragen und bei Problemen mit Rat und Tat zur Seite.

 
 

Beratung und Begleitung durch die Einsatzleitung der Caritas

Die Einsatzleiterin nimmt alle zwei Wochen mit dem Auftraggeber/der Auftraggeberin telefonisch Kontakt auf und besucht alle vier Wochen die Kundin oder den Kunden und die Angehörigen gemeinsam. Für die Abklärung der finanziellen Ansprüche für Pflege und Betreuung wird die zuständige Sozialberatung in der Region vermittelt. Die Einsatzleiterin berät die Kundinnen und Kunden sowie die Angehörigen über Anpassungen bei der Betreuung. Sie nimmt in folgenden Situationen eine Neueinschätzung des Bedarfs vor:

  • bei Verschlechterungen des Allgemeinzustands;
  • nach Notfällen, nach Spital- oder Heimaufenthalt;
  • auf Ersuchen des Auftraggebers/der Auftraggeberin;
  • auf Ersuchen der Betreuerin/des Betreuers.
 

Die Verantwortung der Angehörigen

Die Verantwortung für die Organisation der Betreuung und Pflege liegt bei den Angehörigen. Dies betrifft insbesondere die folgenden Aufgaben:

  • telefonische Erreichbarkeit an 7 Tagen während 24 Stunden (kann eine Vertretung bestimmen und dies mitteilen);
  • Sicherstellung der Betreuung während der Freizeit der Betreuerin/des Betreuers;
  • Sicherstellung der Betreuung bei unvorhergesehenem Ausfall der Betreuungsperson während maximal sieben Tagen;
  • Beschaffen und Instandhalten von Hilfsmitteln, Apparaten oder Material;
  • Unterhalt der Wohnung oder des Hauses (inkl. Umgebung);
  • Aufträge nach aussen erteilen (z.B. Spitex, Arzttermine vereinbaren), Massnahmen bei Veränderungen einleiten (z.B. bei Nichteinnahme der Medikamente);
  • Information von Nahestehenden und Nachbarn über die Anstellung der Betreuerin/des Betreuers.
 

Ausbildung, Auswahl und Unterstützung der Betreuenden durch Caritas

Die Betreuerinnen/Betreuer arbeiten bei einer Caritas-Organisation in Rumänien oder in der Slowakei. Sie erhalten eine Vorbereitung für ihren Einsatz in der Schweiz (Sprache, Kultur, Aufgabe).

Die Caritas-Organisation in Osteuropa wählt nur Personen aus, wenn sich der Einsatz in der Schweiz mit ihrem Familienleben zu Hause vereinbaren lässt. Nach ihrer Rückkehr arbeiten sie bei ihrer Caritas-Organisation weiter. Ihre Familien werden im Bedarfsfall beraten.

In der Schweiz erhalten die Betreuerinnen und Betreuer die Möglichkeit, sich regelmässig mit ihren Kolleginnen/Kollegen zu treffen. Die Caritas-Einsatzleitung organisiert diese Austauschtreffen.

 

Anstellungsbedingungen

Während ihres Aufenthalts in der Schweiz sind die Betreuerinnen/Betreuer bei Caritas Schweiz angestellt und in der Schweiz amtlich gemeldet. Der erste Monat gilt als Probezeit, die Kündigungsfrist beträgt sieben Tage. Bei einem Kurzaufenthalt unter drei Monaten benötigen sie weder eine Arbeits- noch eine Aufenthaltsbewilligung. Sie bezahlen während ihrer Tätigkeit in der Schweiz die obligatorischen Sozialversicherungen, Krankenkasse und Steuern. Sie sind durch Caritas Schweiz haftpflichtversichert. Die Anstellung orientiert sich am nationalen Normalarbeitsvertrag (NAV) für die Hauswirtschaft.

 

Arbeitszeit und Freizeit

Die Betreuerinnen oder Betreuer leben mit den betreuten Menschen im gemeinsamen Haushalt. Dies schafft Sicherheit für die betreute Person, kann aber zur Überlastung der Betreuungsperson führen. Deshalb gilt eine klare Trennung von Arbeitszeit, Freizeit und Präsenzzeit gemäss Arbeitsvertrag und individuellem Betreuungsplan, der mit jedem Kunden/mit jeder Kundin gemäss den Bedürfnissen vereinbart wird.

  •  Arbeitszeit: 9 Std. pro Tag Höchstarbeitszeit beträgt, maximal 45 Std./Woche. 40 Std./Woche sind effektive Arbeitszeit, mit 5 Std./Woche wird der Bereitschaftsdienst abgegolten.
  • Freizeit: 8 Stunden pro Tag. Davon müssen 4 Std. an einem Stück bezogen werden können (in Absprache mit Kunde/Kundin und Angehörigen). Es besteht Anspruch auf einen ganzen (24 Std.) und einen halben freien Tag pro Woche.
  • Bereitschaftsdienst: 8 Std. (in der Regel Nachts) während 6 Tagen/Woche nur für Notfälle. Ein regelmässiger Einsatz während der Nacht kann nicht mit dem Bereitschaftsdienst abgedeckt werden. Arbeitsstunden während des Bereitschaftsdienstes gelten als Arbeitszeit. Sie werden bei der Höchstarbeitszeit angerechnet und mit Freizeit in gleichem Umfang kompensiert.
  • Ferien: Der Anspruch auf 4 Wochen Ferien wird dem Lohn aufgerechnet.
 

Wohnen

Die Betreuerin oder der Betreuer teilt den gemeinsamen Haushalt und das tägliche Leben mit der zu betreuenden Person. Der Auftraggeber/die Auftraggeberin stellt der Betreuerin/dem Betreuer folgende Infrastruktur zur Verfügung:

  • eigenes Schlafzimmer;
  • Zugang zu WC/Dusche oder Bad;
  • Internetanschluss für die regelmässige Kommunikation mit der Familie im Herkunftsland;
  • Haus- oder Wohnungsschlüssel.
 

Geschenke, Sorgfalts- und Schweigepflicht

Abgesehen von alltäglichen Aufmerksamkeiten dürfen Kundinnen/Kunden und Angehörige der Betreuerin oder dem Betreuer keine Geschenke anbieten und diese darf keine Geschenke annehmen.

Die Betreuerin oder der Betreuer geht mit den Gegenständen im Haushalt sorgfältig um und wahrt die Besitzverhältnisse. Bei Verdächtigungen informieren die Angehörigen und/oder die Kundinnen/die Kunden unverzüglich die Caritas-Einsatzleitung.

Alle Beteiligten verpflichten sich zum gegenseitigen Persönlichkeitsschutz. Sie behandeln persönliche Informationen und Daten vertraulich und halten sich an die Schweigepflicht gegenüber Dritten.

 

Reporting und Dokumentation

Die Betreuerin/der Betreuer erstattet der Caritas-Einsatzleitung regelmässig Bericht über

  • Veränderungen bei der Kundin/beim Kunden;
  • die Erfüllung der im Betreuungsplan festgehaltenen Aufgaben;
  • die wöchentliche Arbeitszeit;
  • die Anzahl Arbeitsstunden während des Bereitschaftsdienstes.

Sie/er meldet besondere Vorkommnisse, Probleme und Konflikte gemäss Vereinbarung an die Caritas-Einsatzleitung.

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