Appell für eine Schweiz ohne Armut

Mediendienst 12/2021

Die Corona-Krise hat aufgezeigt, wie Menschen den gesellschaftlichen Anschluss schlagartig verlieren können. Das gilt es als Warnzeichen zu sehen. Der «Appell für eine Schweiz ohne Armut» der Caritas ist ein Weckruf, der wachsenden Armut die notwendige politische und gesellschaftliche Beachtung beizumessen.

Es gibt immer mehr Menschen, die ihre Existenz mit Erwerbsarbeit nicht mehr sichern können – sie finden entweder gar keine Stelle oder arbeiten unter prekären Bedingungen mit zu tiefen Löhnen, zu kleinen Pensen und ohne soziale Absicherung. Für die steigenden Wohnkosten und Krankenkassenprämien reicht das Haushaltsbudget nicht mehr aus. Der Zugang zu Bildung und Weiterbildung – eine grundlegende Voraussetzung, um auf dem Arbeitsmarkt bestehen zu können – ist nicht für alle gewährt. Die fehlenden Möglichkeiten, Beruf und Familie zu vereinbaren, verschärfen die Armutssituation zusätzlich.

Mehrere tiefgreifende wirtschaftliche, soziale und ökologische Krisen bedrohen den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Der Zukunftsoptimismus, der die junge Generation in der Schweiz noch vor Kurzem prägte, schwindet auf besorgniserregende Weise. Immer mehr Menschen drohen mit den rasanten Veränderungen den gesellschaftlichen Anschluss zu verlieren.

Caritas Schweiz fordert in einem Appell an Wirtschaft und Politik entschlossenes Handeln in sechs Bereichen: Es braucht würdige Arbeit mit existenzsichernden Löhnen und weniger prekären Arbeitsmodellen, gleiche Bildungschancen, gleiche Möglichkeiten für alle Familien, einen barrierefreien Zugang zum Gesundheitssystem, eine verbesserte Existenzsicherung durch die Ausweitung von Ergänzungsleistungen sowie mehr bezahlbaren Wohnraum. Gefordert sind neben dem Bund vor allem auch die Kantone. Das Ziel muss eine Schweiz ohne Armut sein.

Das Grundlagen-Papier «Eine Schweiz ohne Armut ist möglich» sowie der Appell «Für eine Schweiz ohne Armut» finden sich unter www.caritas.ch/appell

 
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