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Zerstörung in 2400 Metern Höhe

Der Monsun erschwert die Nothilfe und den Wiederaufbau. Bis zu seinem Ende muss vieles provisorisch bleiben, wie zum Beispiel der Bau von Schulen.

Seit meinem letzten Feldbesuch vor zehn Tagen haben sich die Strassenverhältnisse wegen des einsetzenden Monsuns stark verschlechtert. Zwar kommen wir noch relativ einfach in das regionale Zentrum Melamchi und in unser Basislager, aber höher gelegene Gegenden, sind nur noch mit Vierradantrieb und äusserster Vorsicht zu erreichen.

Wir besuchen die Primarschule in Srijana auf 2400 Metern Höhe, gelegen auf einem Berggrat. Das Dorf ist völlig zerstört, kein einziges Haus steht mehr. Die Bewohner sind noch immer daran, Habseligkeiten und verwendbare Baumaterialien aus den Trümmern zu bergen. Neben ihren zerstörten Häusern haben sie Hütten aus Wellblech aufgestellt.

In Srijana stellt Caritas Schulzelte zur Verfügung, die nun auf einer der wenigen ebenen Flächen stehen. Wegen der Regenzeit wird der Unterricht nur halbtags durchgeführt, da die Kinder einen weiten Weg zurücklegen müssen, um Srijana zu erreichen. Die Schule selbst ist komplett zerstört. Zusammen mit einem Bauexperten untersuchen wir den ursprünglichen Standort und stellen fest, dass nicht genügend Platz vorhanden ist. Die Schule wird an einem anderen Ort wiederaufgebaut werden müssen.

Glücklicherweise erklärt sich ein Gemeindemitglied bereit, einen Teil seines Ackers zur Verfügung zu stellen, damit die Schule sicher wieder aufgebaut werden kann. Caritas wird Srijana nach Ende des Monsuns beim Schulbau unterstützen. Bis dahin werden die Kinder aber mit den Zelten vorlieb nehmen müssen.

Text: Lukas Fiechter, Programmverantwortlicher Nepal, Caritas Schweiz
Foto: Caritas Schweiz

 

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