Wie das Terse-Schulareal die Kinder beim Lernen unterstützt

Ein gutes Schulgebäude ist nicht einfach nur ein sicheres, stabiles Haus: Wie das Schulareal gebaut und eingerichtet ist, beeinflusst den Unterricht, die Lernatmosphäre – und damit ganz direkt den Lernerfolg der Kinder. Die Kindergarten- und Primarlehrerin Lara Müller hatte während eines Aufenthalts in Nepal Gelegenheit, ein fertiggestelltes Schulgebäude von Caritas Schweiz, die Terse-Schule, zu besichtigen und den Unterricht zu besuchen.

Blog: Wie das Terse-Schulareal die Kinder beim Lernen unterstütztSchon die Ankunft an der Terse-Schule zeigt mir, dass hier Lehrpersonen und Schulkinder an einem Strick ziehen, um ein ansprechendes, schönes Schulareal zu gestalten: Durch die bunt bemalte Pforte gelangt man in einen grosszügigen Schulhof. Dieser ist gesäumt von zwei grossen doppelstöckigen und zwei einstöckigen Gebäuden, in denen sich die Klassenzimmer befinden.

Man fühlt sich sofort wohl in diesem Schulareal. Trotz grosser Hitze auf dem Platz kann man unter das Vordach und ins Treppenhaus in den kühlen Schatten flüchten. Auch in den Klassenzimmern ist die Temperatur relativ angenehm – ein gutes Lernklima.

Viel Raum für kindgerechtes, vielfältiges Lernen

Die Gebäude bieten viel Raum für Lerngemeinschaften, Pausenspiele und Gruppenaktivitäten. Im Unterricht der mittleren Stufen fanden zumindest während meines Besuches jedoch keine solchen Aktivitäten statt – noch ist der Schulunterricht in Nepal meist auf Frontalunterricht beschränkt.

Blog: Wie das Terse-Schulareal die Kinder beim Lernen unterstütztIn der Unterstufe (Kindergarten) ist man mit einem Teppichboden und tieferen Tischen gut auf die jüngeren Kinder eingegangen. Auf den Gängen gibt es betonierte Bänke, welche rege benutzt werden. Gerade wenn es regnet sind sie in den Pausen beliebt. In den lichtdurchfluteten Klassenzimmern steht an Zweiertischen für jedes Kind ein Stuhl bereit. So haben alle ihren eigenen Platz und können unbehindert sitzen und konzentriert lernen.

Den Schülerinnen und Schülern stehen zudem ein Computerraum und eine Bibliothek zur Verfügung: Hier wird mediale Bildung gefördert. Ein Fischzuchtprojekt in den Ecken des Pausenhofs und ein Gemüsegarten bieten die Möglichkeit, sich bereits in der Schule mit landwirtschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. Beides wurde von der Caritas weder miterbaut noch mitfinanziert. Das zeigt, dass auch die Schulleitung engagiert ist: Sie strebt nach Fortschritt und möchte den bestmöglichen Unterricht für die Schülerinnen und Schüler gewährleisten.

Blog: Wie das Terse-Schulareal die Kinder beim Lernen unterstütztDer Raum als dritter Pädagoge neben der Lehrperson und den Mitschülerinnen und -schülern spielt in vielen pädagogischen Fachtexten eine wichtige Rolle. Mein Eindruck ist, dass hier in Terse dieses Prinzip des Miteinbeziehens des Raumes in die Bildungslandschaft weitgehend berücksichtigt und so gut als möglich umgesetzt wurde: Die Schule ist hier Lebensraum. 

Eine Schule, die für die Zukunft gerüstet ist

Caritas Schweiz hat in Terse mit einfachen und begrenzten Mitteln eine Schule gebaut, die das Lernen fördert und die Schülerinnen und Schüler dazu einlädt, sich Wissen anzueignen. Gleichzeitig bietet sie die Gelegenheit, projektorientierte Unterrichtseinheiten durchzuführen sowie modernere Lehrmethoden umzusetzen. Besonders im Aufzeigen modernerer Unterrichtsformen sehe ich grosses Potenzial. Die Terse-Schule steht für mich somit für fortschrittliche Bildung in einem Gebiet, in dem der Fortschritt nur langsam vorankommt.

Text und Bilder: Lara Müller, Pädagogin der Kindergarten- und Unterstufe in der Schweiz. Zu Besuch in Nepal im Sommer 2018.

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