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Wenn Wellblech Ehen rettet

Wie anders der Alltag und das Miteinander in Nepal zu unserem Leben in Europa sein kann, zeigt dieser Blogbeitrag. So befürchtet eine alte Frau aus Sindhupalchok, dass die Ehe ihrer Tochter leiden könnte, weil die ihr nach dem Erdbeben zur Seite steht.

Die 65-jährige Tika Devi Sapkota, eine alleinstehende ältere Bewohnerin der schwerstbetroffenen Provinz Sindhupalchok, verlor den grössten Teil ihres Hab und Guts beim Erdbeben. „Mit Hilfe meiner Nachbarn habe ich nach dem Beben eine erste eine provisorische Unterkunft aus altem Wellblech gebaut“, erzählt sie. Doch das Leben in der behelfsmässigen Behausung war schwer: „Wasser, das vom Dach tropft und der Lärm von Erdrutschen, die ins Tal donnern, haben mich viele Nächte lang wach gehalten“, fügt sie hinzu.

Tika Devi’s einzige Tochter, die mit ihrem Mann in einem anderen Dorf lebt, zog nach dem Erdbeben zu ihrer Mutter. „Seit vier Monaten ist meine Tochter nun schon hier, um mich zu unterstützen“, sagt Tika Devi, „und für eine Weile fürchtete ich, dass die Familie ihres Mannes sie wegen der langen Abwesenheit ablehnen würde“. Doch dank des Wellblechs, das sie von Caritas bekommen hat, konnte die zierliche alte Frau ihre Wohnsituation verbessern. Somit kann sie nun auch ihren Schwiegersohn einladen, mit ihr und ihrer Tochter zu wohnen, bis der Alltag wieder eingekehrt ist und die Tochter ihre Mutter ruhigen Gewissens alleine lassen kann. „So geht es uns allen besser, und die Ehe meiner Tochter steht nicht auf dem Spiel“, sagt sie.

Text: Manuela Brülisauer, Caritas Schweiz
Foto: Caritas Schweiz

 

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