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Was morgen sein wird

Zeichnungen syrischer Kinder zeigen das ganze Elend, zeigen, was der Krieg mit ihnen macht. Das Team für psychosoziale Hilfe von Caritas Syrien setzt Zeichnen, Basteln und Spielen ein, um den Kindern über ihr Trauma zu helfen.

Vor zwei Monaten fragte mich eine französische Malerin nach Zeichnungen von syrischen Kindern. Sie plante eine Ausstellung über Kinder, die im Krieg leben. Ich wandte mich an unser Psychosoziales-Team, das im Februar 2015 mit seiner Arbeit an vier Schulen in Jaramana, einem Vorort von Damaskus, begann. Diese Region wurde stark bombardiert, es gibt viele vertriebene Familien.

Unser Team besucht dreimal wöchentlich diese Schulen, sie behandeln Trauma und arbeiten dabei mit Filmen und Puppen. Spiele, Basteln und Zeichnen dienen den Kindern, ihre Gefühle auszudrücken. Ich fragte das Team nicht nach Zeichnungen, die den Krieg abbilden. Ich fragte nach Bildern, die zeigen, wovor die Kinder Angst haben.

Ich war schockiert, als ich die Bilder sah. Ich dachte, ich müsste nach Kriegsbildern suchen und dann fand ich nicht ein einziges Bild, das nicht vom Krieg handelte. Die Bilder zeigen Blut und Gewalt und waren für mich sehr besorgniserregend. Manche dieser Kinder kamen direkt aus den umkämpften Gebieten, andere nicht. Doch alle Bilder zeigen die gleiche Gewalt, und sie wurden von Mädchen gemalt.

Nachdem ich diese Bilder sah, was sollte ich über die Kinder meines Landes sagen? Sie sind die Schwächsten in diesem Krieg. Und sie sind wie ein Schwamm, die alles aufsaugen, das Schlechte und Schreckliche und es in ihrem Innern aufbewahren. Die Zerstörung, die Angst, der Verlust von Familienangehörigen gräbt sich tief in ihre unschuldigen Herzen. Was wird das mit ihnen anstellen? Wie beeinflusst das ihre Zukunft? Diese Kinder, die erwachsen werden mussten, was wird morgen mit ihnen sein? Eine ganze Generation ist tief innen zerstört durch diesen Krieg. Wie sollen diese Kinder ein Land aufbauen, das ebenso wie sie durch den Krieg zerstört wurde?

Text: Sandra Awad, Caritas Syrien Bild:Vor zwei Monaten fragte mich eine französische Malerin nach Zeichnungen von syrischen Kindern. Sie plante eine Ausstellung über Kinder, die im Krieg leben. Ich wandte mich an unser Psychosoziales-Team, das im Februar 2015 mit seiner Arbeit an vier Schulen in Jaramana, einem Vorort von Damaskus, begann. Diese Region wurde stark bombardiert, es gibt viele vertriebene Familien.

Unser Team besucht dreimal wöchentlich diese Schulen, sie behandeln Trauma und arbeiten dabei mit Filmen und Puppen. Spiele, Basteln und Zeichnen dienen den Kindern, ihre Gefühle auszudrücken. Ich fragte das Team nicht nach Zeichnungen, die den Krieg abbilden. Ich fragte nach Bildern, die zeigen, wovor die Kinder Angst haben.

Ich war schockiert, als ich die Bilder sah. Ich dachte, ich müsste nach Kriegsbildern suchen und dann fand ich nicht ein einziges Bild, das nicht vom Krieg handelte. Die Bilder zeigen Blut und Gewalt und waren für mich sehr besorgniserregend. Manche dieser Kinder kamen direkt aus den umkämpften Gebieten, andere nicht. Doch alle Bilder zeigen die gleiche Gewalt, und sie wurden von Mädchen gemalt.

Nachdem ich diese Bilder sah, was sollte ich über die Kinder meines Landes sagen? Sie sind die Schwächsten in diesem Krieg. Und sie sind wie ein Schwamm, die alles aufsaugen, das Schlechte und Schreckliche und es in ihrem Innern aufbewahren. Die Zerstörung, die Angst, der Verlust von Familienangehörigen gräbt sich tief in ihre unschuldigen Herzen. Was wird das mit ihnen anstellen? Wie beeinflusst das ihre Zukunft? Diese Kinder, die erwachsen werden mussten, was wird morgen mit ihnen sein? Eine ganze Generation ist tief innen zerstört durch diesen Krieg. Wie sollen diese Kinder ein Land aufbauen, das ebenso wie sie durch den Krieg zerstört wurde?

Text: Sandra Awad, Caritas Syrien / Bild: Sandra Awad, Caritas Syrien

 

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