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Unter Beschuss

In den Kämpfen in und um Aleppo wurden in den letzten Tagen und Wochen Hunderte Menschen getötet oder verletzt. Allein zwischen dem 23. April und 3. Mai gingen über 2300 Mörsergranaten nieder. Die Kämpfe sind eine grosse Gefahr für den fragilen Waffenstillstand. Joseph, Mitarbeiter von Caritas Syrien, berichtet über die aktuelle Situation im Blog.

„Was ist passiert?“, „Wo ist mein Vater, wo sind meine Kinder?“. Das fragen sich die Menschen in Aleppo seit mehr als zehn Tagen. Mörsergranaten fielen überall, auch Schulen und Universitäten wurden bei den Angriffen nicht verschont. Ebenso sind Stadteile mit Krankenhäusern, wie das Al-Dabit Hospital, eines der besten im ganzen Land, oder das Al-Razi Spital, das kostenlose Behandlungen anbietet, betroffen.

Die Menschen haben Angst. Sie warten nur darauf, wen es als nächsten treffen wird, und sie fragen sich, wie viel Stunden sie noch zu leben haben. Die Leute gehen zur Arbeit, wie gewohnt. Aber sie wissen nicht, ob sie ihre Familie lebend wiedersehen. Studenten laufen zur Schule, trotz der Schrapnells, denn das Leben muss weitergehen. Und doch verlassen mehr und mehr die Stadt, auf der Suche nach Sicherheit.

Auch Mitarbeitende von Caritas sind betroffen, teilweise wurden ihre Häuser zerstört. Ein Empfangsmitarbeiter und ein Rechtsanwalt haben nun kein Zuhause mehr.

Noch sind Medikamente in den Krankenhäusern und Apotheken verfügbar. Strom gibt es zwei Stunden am Tag, Trinkwasser wird über Pumpstationen zur Verfügung gestellt. Die funktionieren aber mit Strom. So hat die Regierung Kraftstoff über die Frontlinie beschafft, damit die Maschinen weiterlaufen.

Unsere Arbeit bei Caritas geht weiter. Wir kommen durch den Beschuss nicht mehr so leicht zu den Menschen in ihre Wohnungen und in die Krankenhäuser. Doch wir hoffen, dass wir bald wieder Unterstützung leisten können.

 

Text: Caritas Internationalis / Foto: Caritas Syrien

 

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