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Unsere Arbeit trägt Früchte

Bei der Planung und beim Bau von Gebäuden tauchen immer wieder Hindernisse auf. So auch beim Projekt rund um den Wiederaufbau der Schulen in Nepal. Umso schöner ist es deshalb für uns, die Ergebnisse und positiven Auswirkungen unserer Arbeit endlich mit eigenen Augen zu sehen.

Langsam quält sich unser Geländewagen auf der mit Schlaglöchern übersäten Strasse den Berg hinauf. Wir sind auf dem Weg nach Melamchi, einem kleinen Dorf welches als Basis für unsere Leute auf den Baustellen dient. Die Mitarbeiter begleiten vor Ort den Wiederaufbau von 13 Schulhäusern, die 2015 durch das Erdbeben zerstört wurden. Am Rand eines tiefen Tals machen wir einen kurzen ersten Halt. Die Aussicht müsste atemberaubend sein, doch die momentanen Wetterverhältnisse gleichen in Farbe und Konsistenz den zähflüssigen, weissen Bananen-Smoothies, die man hier am Strassenrand kaufen kann.

Auf der Weiterfahrt kreuzen uns trotz schwierigsten Strassenverhältnissen immer wieder mit Kies überfüllte Lastwagen, die mit ihren abgefahrenen Reifenprofilen durch den Strassenschlamm schlittern. Der Kies wird für den Beton benötigt, der in Kathmandu für den Wiederaufbau verwendet wird.

Als wir schliesslich unser Team in Melamchi erreichen, ist es schon fast dunkel. Trotzdem ist die intensive Partie Tischtennis, bei der das ganze Team wegen den 30 Grad und der 95 prozentigen Luftfeuchtigkeit bereits nach fünf Minuten völlig verschwitzt ist, obligatorisch. Da der nächste Tag aber früh beginnt, geht es schon bald zur Unterkunft.

Endlich stehen wir vor den Gebäuden
Nach einem zünftigen Morgenessen in einem nahe gelegenen Bretterverschlag - das vom Erdbeben zerstörte Restaurant ist noch nicht wiederaufgebaut - geht die Fahrt mit dem Geländewagen weiter. Das Ziel ist neben der Besichtigung von drei Baustellen auch der Besuch der kürzlich fertiggestellten Mahendra Higher Secondary School. Da auf halber Strecke ein Bagger den Weg versperrt, müssen wir zu Fuss weiter. Was folgt, ist ein landschaftlicher Höhepunkt, der einen die staubigen Tage in der Hauptstadt vergessen lässt. Auf dünnen Mäuerchen, welche die geschwungenen Felder terrassieren, wandern wir durch kniehohe Reispflanzen. Kurz darauf führt der Weg in eine Schlucht hinunter, über die eine stählerne Hängebrücke gespannt ist, um danach wieder steil anzusteigen und überraschend vor der Schule zu enden.

Das Gebäude erstmals nicht nur auf den Plänen, sondern in seinem fertigen Zustand zu sehen, motiviert ungemein und lässt uns die Komplikationen, die uns begegnen, schnell vergessen. Bald stellen wir erstaunt fest, dass beim Nachbargebäude konstruktive und statische Ideen von unserer Schule übernommen wurden. Offenbar hat das Projekt einen Einfluss, der über das blosse Zur-Verfügung-Stellen von Schulräumen hinausreicht. Es ist schön zu sehen, dass unsere Arbeit solche langfristigen Früchte tragen wird.

 

Text und Bilder: Raphael Disler. Raphael Disler ist als Zivildienstleistender für Caritas Schweiz in Nepal im Einsatz. Der ausgebildete Architekt unterstützt das Team vor Ort seit Juni 2017 beim Erstellen von Bauplänen für die Schulen.

 

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